Spielend die virtuelle Schulbank drücken

27. Dezember 2009

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Die Hausaufgaben im Nu zu erledigen und in der Schule ohne Probleme mitzukommen, das wünschen sich viele Kinder, doch nicht allen gelingt dies sofort. Bei Problemen mit dem Lernstoff sollen nun interaktive Lernportale weiterhelfen, auf denen Schüler den behandelten Unterrichtsstoff mit Hilfe von Lernspielen festigen und ausbauen. Eine der umfangreicheren Lernplattformen im Onlinebereich ist scoyo.

Als Produktmanagerin ist Christina Voigt maßgeblich an Aufbau und Entwicklung der Lernspiele beteiligt. Seit 2007 erlebt sie die Veränderungen der Seite und deren rasche Entwicklung mit. Als Grund dafür sieht sie das bisher unbefriedigt gebliebene Bedürfnis nach einfacher Nachhilfe, die Spaß macht: „Eine Unterstützung für die Kinder wurde von Eltern händeringend gesucht, da sie oftmals gar nicht mehr mit dem Schulstoff vertraut sind. Durch das Internet und Spiele können sie so angesprochen werden, dass sie dann sogar große Freude am Lernen entwickeln.“

Das Lernangebot von scoyo bezieht sich auf den Schulstoff der ersten bis siebten Klasse. Zusätzlich zur Unterteilung nach Klassenstufen wurden die Inhalte auch auf die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer angepasst. Dadurch sollen sich die Spiele besonders nah am tatsächlich behandelten Schulstoff orientieren.

Die Lernumgebung selbst ist wie ein interaktiver Schreibtisch aufgebaut, auf dem sich hinter Objekten wie dem Lehrbuch, dem Computer oder einer Spielzeugfigur die Schaltflächen zum Starten der Spiele, Öffnen der Punkteübersicht oder Aufrufen der Hilfestellungen befinden. In verschiedenen „Abenteuerwelten“ können sich die Kinder selbst entscheiden, was sie zuerst spielen und damit auch lernen wollen. Die Lernspiele beziehen sich in verschiedenen Klassenstufen und Fächern jeweils auf ein bestimmtes Motto wie z.B. einen Weltraumflug, Piraten, Musik oder Sport.

Nach eigener Angabe legten die Hersteller Wert darauf, dass die Kinder allein mit den Programmen umgehen können, was zur Folge hat, dass nicht nur Schulwissen, sondern auch der richtige Umgang mit dem Computer vermittelt werden muss. „Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass alle Kinder wissen, wie man beispielsweise mit der Maus arbeitet. Mit speziellen Erklärungseinheiten, in denen vorgeführt wird, wie man Objekte auswählt und bewegt, kann in den unteren Klassenstufen auf solche Herausforderungen eingegangen werden.“ Im Bereich Fremdsprachen können Kinder beispielsweise ein Mikrofon verwenden, um ihre Aussprache bewerten zu lassen.

Obwohl dass eigentliche Lernen im Gesamtkonzept nur einen verhältnismäßig kleinen Teil ausmacht, stützt eine eigens initiierte Studie die These, dass die Strategie des spielerischen Lernens tatsächlich funktioniert.  Scoyo führte sie 2008 in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen durch. In den Ergebnissen wurde ein durchschnittlicher Lernerfolg von 64 Prozent nachgewiesen, den auch die Mehrheit der Eltern – 87 Prozent – bestätigte. „Es werden regelmäßig Kinder und Eltern eingeladen, die die Spiele testen und auch mit Hilfe von Eyetrackingstudien [Messung der Augenbewegung beim Betrachten der Seite, Anm. d. Red.] können Fehler aufgedeckt und die Spiele weiter verbessert werden”, so Christina Voigt. Für Lehrer ist es außerdem möglich, einen kostenlosen Zugang einzurichten, um die Spiele selbst auszuprobieren.

Einen Probezugang gibt es auch für alle Schüler, jedoch nur für einen Tag. Danach wird für die weitere Nutzung eine dauerhafte Anmeldung nötig, die auf der Internetseite über den deutlich pink markierten Button „Kaufen“ möglich ist. Anschließend kann zunächst das Lern-Paket ausgewählt werden, dessen Preis von den verschiedenen Abonnementlaufzeiten abhängig ist. Wählt man beispielsweise ein Abo für ein Jahr, so beträgt der monatliche Beitrag 9,99 Euro. Die Häufigkeit der Nutzung spielt dabei keine Rolle und auch zwischen Klassenstufen kann beliebig gewechselt werden.

Grundlegend ist die Seite für Schüler mit Lernbehinderungen oder starken Lernschwächen eher weniger geeignet und erfordert in solchen Fällen stets die Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Vorteile und Möglichkeiten, welche ein Nachhilfelehrer bieten kann, sind mit denen von scoyo nicht vergleichbar und sollten bei der Nutzung beachtet werden. Christina Voigt betont: „Scoyo ist und bleibt ein technisches System, eine Maschine, die nicht wie ein Mensch reagieren und sie keinesfalls ersetzen kann.“ Dennoch bietet interaktive Lernplattformen Möglichkeiten, die für sich sprechen: selbständige Zeiteinteilung, spielerisches Lernen und vielseitiger Umgang mit dem Computer sind Faktoren, die zu immer größeren Nutzerzahlen beitragen.

Fazit: Auf Scoyo.de können Kinder in einer freundlich gestalteten, werbefreien und altersgerechten Umgebung spielend ihren Schulstoff festigen und ausbauen. Umfangreichen Informationen für Eltern und Lehrer, durch Studien belegte Erfolge, kostenlose Testmöglichkeiten und die zusätzliche Förderung des Umgangs mit verschiedenen Medien runden das Portal ab.

Rating: ★★★★★ 

Jana Wendig

Bildquelle:
Scoyo.de

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Kommentare

Ein Kommentar zum Artikel “Spielend die virtuelle Schulbank drücken”

  1. Max am 15. April 2011

    Super, mein Sohn lernt mit Scoyo und ist zufrieden. Bei meiner Tochter probieren wir es jetzt mit LernCoachies.de, einer Online Lernplattform von Cornelsen. http://www.lerncoachies.de. Mal sehen, was ihr Fazit dazu ist.

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