Artikelserie: Chatten im Internet

17. September 2012

Serie: Chatten im Internet

Rund die Hälfte aller Jugendlichen chattet täglich oder mehrmals die Woche. Die Online-Kommunikation wird immer vielfältiger, komplexer und interaktiver. Chatrooms sprießen wie die Pilze aus dem Boden, ein soziales Netzwerk reiht sich an das nächste. Wer heutzutage online ist kommt um das Chatten fast nicht herum. medienbewusst.de möchte daher Licht ins Dunkel der virtuellen Welt der Chats bringen.

Was für Chats gibt es überhaupt? Wie unterscheiden sie sich? Welche Chats eignen sich für Kinder? Worauf sollte man beim Chatten achtgeben? Welche Gefahren birgt der Chat? All diese Fragen wollen wir in einer 5-teiligen Serie über Chatprogramme hinreichend klären und dabei die auf die relevantesten Chats näher eingehen.

Der englische Begriff „chatten“ bedeutet so viel wie „plaudern“. Ursprünglich war mit einem „Chat“ die Echtzeit-Kommunikation über das Internet gemeint. Doch inzwischen bezeichnet er die gesamte Online-Kommunikation.

Es gibt drei Unterkategorien des Chat: Webchats, Instant Messenger und Soziale Netzwerke. Aus diesen Gruppen werden wir je einen Vertreter näher vorstellen.

  • Im Webchat können sich User in Echtzeit unterhalten. Die Webseite beinhaltet mehrere Räume, sogenannte „Chatrooms“, in denen sich viele Leute gleichzeitig unterhalten können. Mit der Angabe eines Nicknames oder der E-Mail-Adresse muss man sich zuerst registrieren. Auf einer Liste sind alle Anwesenden im Chatroom verzeichnet. Wenn man etwas in den öffentlichen Chat schreibt, ist es für alle aktiven Nutzer sichtbar. Möchte man lieber ein Privatgespräch führen, kann man auch Einzelne Nutzer aus der Liste anklicken. Das faszinierende am Webchat ist die gefühlte vollkommene Anonymität. Die wahre Identität der Nutzer bleibt verborgen. Man kann in verschiedene Rollen schlüpfen, Äußeres, Alter und Geschlecht wechseln, Grenzen austesten oder unerkannt über ein Problem reden. Den Kinder-Webchat Knuddels haben wir uns herausgegriffen und in Teil 1 genauer unter die Lupe genommen.
  • Auch per Instant Messenger kann man sich online in Echtzeit unterhalten. Ein großer Unterschied zu Webchats besteht darin, dass der Fokus hier vor allem auf privaten Dialogen mit einzelnen Usern liegt. Bevor es losgeht, muss man erst ein Programm installieren und sich registrieren. Anders als im Webchat unterhält man sich über Instant Messenger vornehmlich mit Freunden und bereits bekannten Personen. Dazu benötigt man der „Messenger-Adresse“ – eine Nummer oder Mailadresse. Jeder Nutzer eines Instant Messengers hat eine Liste mit den gesammelten Kontakten, auf der man sehen kann, wer gerade online, also gesprächsbereit ist. Mit einem Klick auf den jeweiligen Namen öffnet sich der Dialog. Instant Messenger gelten unter vielen Kindern und Jugendlichen als billiger Telefonersatz. Meist ist der Instant Messenger mehr ein Nebenbei-Medium zu sonstigen Aktivitäten im Internet. Vorteil gegenüber dem Webchat: Auch wenn ein Dialogpartner offline ist, kann man ihm Nachrichten schicken, vergleichbar mit Email-Diensten. Weitere Funktionen von Instant Messengern sind zum Beispiel der Versand von Dateien, Chat mit Webcams, Spiele oder Internet-Telefonie. In Teil 2 der Serie beschäftigen wir uns näher mit dem weit verbreiteten Instant Messenger ICQ.
  • Soziale Netzwerke bzw. Communitys sind Online-Plattformen, auf denen man sich ein Profil anlegt um dann mit anderen kommunizieren und sich „vernetzen“ kann. Dafür muss man sich allerdings zuerst registrieren und einige persönliche Informationen angeben. Der Schwerpunkt von Sozialen Netzwerken liegt auf den Nutzerprofilen. Diese werden vor allem zur Selbstdarstellung genutzt. Die Kommunikation auf Sozialen Netzwerken kann über mehrere „Kanäle“ erfolgen. Wie auch beim Webchat und Instant Messenger kann man in Echtzeit über einen internen Chat kommunizieren. Zusätzlich gibt es unter anderem aber auch die Möglichkeiten, interne Nachrichten zu schicken oder in Gästebücher, auf Pinnwände, in Gruppen oder Foren zu schreiben. Auf die unter Jugendlichen bekannte Community Spin und ihre Chat-Funktion soll in Teil 3 eingegangen werden.

Die Serie im Überblick:

ICQ – Viele Messenger in einem

Spin.de – Ungeeignet für Kinder unter 16 Jahren

Wanda Kesel

Bildquellen:
© icq.com/de
© knuddels.de
© spin.de

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Kommentare

Ein Kommentar zum Artikel “Artikelserie: Chatten im Internet”

  1. Maximilian am 18. Dezember 2013

    ich bin ein Luxemburgischer Witzbold

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