Förderung von Medienkompetenz durch Kinder- und Jugendfilmzentrum

19. April 2009

Das Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), das 1977 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründet wurde, beschäftigt sich überwiegend mit Filmen, die nicht im Kino-Mainstream liegen und möglichst nah am wirklichen Leben von Kindern und Jugendlichen sind. Außerdem veranstaltet das KJF Wettbewerbe für Fotografie und Film, wie beispielsweise den Deutschen Jugendfotopreis.

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Im Bereich Film zählen das Online-Magazin “Top-Videonews”, die KJF-Editionen und das Filmarchiv zu den wichtigsten Projekten. Außerdem versucht es Impulse für den Kinder- und Jugendfilm zu geben, indem es Qualitätsfilme fördert und deutsche Kinder- und Jugendfilme unterstützt.

Die Website Top-Videonews wurde errichtet um Eltern und Lehrern eine Möglichkeit zu geben sich über geeignete Filme für Kinder und Jugendliche zu informieren. Das Magazin wird wöchentlich aktualisiert und hält Informationen zu aktuellen Videos und DVDs bereit. Das Kinder- und Jugendfilmzentrum gibt zusätzlich Altersempfehlungen an, die als Ergänzung zu den Altersangaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) dienen. Dies lobte unter anderen Familienministerin Dr. Ursula von der Leyen: „Eltern wollen zu Recht sicher sein, dass sie einen Film kaufen, der für das Alter des Kindes geeignet und der qualitativ hochwertig ist. Verkaufserfolge sind kein Maßstab. Daher sind die Empfehlungen der Top-Videonews mit den besten Filmen für Kinder und Jugendliche eine gute Richtlinie, die die Spreu vom Weizen trennen helfen”.

In einer neuen Rubrik stellt das Magazin seit Juni 2008 Tierfilme für Kinder vor. Diese Spiel- und Dokumentarfilme verdeutlichen Kindern, wie sie die Lebensweise von Tieren achten können. Sie zeigen einerseits spannende Erlebnisse, andererseits aber auch, dass Menschen Verantwortung gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt haben und diese auch tragen sollten. Jene Filme sind besonders für sechs- bis achtjährige Kinder geeignet.

Um Kindern eine außerschulische Beschäftigung mit Medien möglich zu machen, wurde das Projekt KJF-Editionen geschaffen. Dort sind ausgewählte Filme für Kinder- und Jugendliche zu finden, die beim KJF käuflich erworben werden können. Die Filme wurden entweder mit Auszeichnungen oder Preisen geehrt oder haben einen besonders interessanten thematischen Schwerpunkt. In einem Filmarchiv hat das KJF die größte Kinder- und Jugendfilmsammlung Deutschlands zusammengestellt. Diese sind nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Asien, Lateinamerika, Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion. Es finden sich außerdem auch Filme, die bereits in den 50er und 60er Jahren entstanden sind. Eine breite Vielfalt an Themen lässt sich also ebenda erkunden.

Das Kinder- und Jugendfilmzentrum versucht mit dies und anderen Projekten auf vielfältige Weise die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, besonders im Bereich Film, zu fördern. Dass sie dabei erfolgreich sind, zeigt beispielsweise die Rekordbeteiligung beim Deutschen Jugendfotopreis 2008, bei dem 17.000 Bilder von 3.000 Teilnehmern eingesendet wurden.

Franziska Niedermeir

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