Mullewapp – Unterhaltung mit Lerneffekt

19. Juli 2009

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Am 23. Juli ist es soweit! Der Kinderbucherfolg von Schriftsteller Helme Heine erobert in einer Co- Produktion mit Italien und Frankreich die Kinoleinwand. Der animierte Abenteuerfilm „Mullewapp- Das große Kinoabenteuer der Freunde“ ist ein Riesenspaß für die ganze Familie. Doch neben Spaß und Unterhaltung ist dieser Film auch pädagogisch äußerst wertvoll. „Mullewapp“ ist kein gewöhnlicher „Trickfilm“, den man sich mit seinen Kindern im Kino ansieht und dieses nach 77 Minuten wieder verlässt. Nein, genau das wollten die Produzenten mit ihrem Werk verhindern. Eben deshalb entstand ein Filmheft, welches Kinder auf den Kinobesuch vorbereitet und mit dem sie ihre Eindrücke aus dem Kino verarbeiten sollen. Dieses Heft ist besonders für KITA`s und den Grundschulunterricht geeignet. Doch was wäre ein pädagogisches Werk wie dieses ohne seine Synchronsprecher, die den Hauptdarstellern ihre Stimme „leihen“. Unter diesen befinden sich namenhafte Schauspielgrößen wie Christoph- Maria Herbst und Benno Fürmann. Im folgenden Gespräch haben wir Tony Loeser, dem Produzenten und Regisseur, einige Fragen gestellt.

tonyloeser200200.jpegHerr Loeser, bitte geben Sie für unsere Leser die wesentliche Handlung des Films „Mullewapp“ in wenigen Sätzen wieder!

Wir haben nach langen Überlegungen entschieden, die Geschichte zu erzählen, wie sich die Freunde kennengelernt haben. Die Freunde, das sind Franz von Hahn, Waldemar das gutmütige Schwein und Johnny Mauser. Das Trio hat im Laufe der Filmhandlung einen Fall zu lösen. Wolke das Schaaf ist verschwunden und muss gefunden werden. Dabei erleben sie ein spannendes Abenteuer.

Für welche Altersstufen ist der Film geeignet?

Die eigentliche Zielgruppe liegt bei Kindern im Alter von vier bis neun Jahren, aber ich glaube auch Jugendliche, Eltern und Großeltern werden ihren Spaß an diesem Film haben.

Besitzt der Film pädagogische Inhalte für Kinder? Wenn ja, welche?

Ich glaube die große Botschaft des Films ist Akzeptanz, denn wenn verschiedene Charaktere aufeinander treffen und lernen sich zu akzeptieren, dann kann man zusammen auch vieles erreichen. Zum Beispiel schaffen es die drei Hauptakteure im Filmverlauf auch gemeinsam Fahrrad zu fahren, was ein Symbol für Freundschaft ist und im Fall der Freunde auch nur durch vereinte Kräfte funktioniert.

Was hat es mit dem Filmheft auf sich, welches für Schulen und Kindergärten angeboten wird bzw. geeignet ist?

Es dient dazu alle Charaktere vorzustellen, vor allem die Filmfiguren, die in der Buchvorlage von Helme Heine nicht vorkommen und soll den Kindern somit die komplexe Welt von „Mullewapp“ verständlich machen. Des Weiteren  beinhaltet das Filmheft jede Menge Aufgaben für Kinder, die es zu lösen gilt und durch die unsere Kinder auch spielend lernen.

Wie wichtig ist Ihnen der richtige Umgang von Kindern mit Medien?

Ein Medium ist etwas, was Kindern jeden Tag begegnet und diese müssen lernen damit umzugehen. Deswegen schaffen wir Produkte, die nicht nur für Kinder geeignet sind, sondern an denen sie auch Spaß haben und durch die sie etwas über das Leben lernen. Man kann eigentlich sagen, dass wir mit unserer Arbeit Kindern dabei helfen die Welt um sich herum besser zu verstehen.

Enthält der Film eine besondere, vielleicht auch versteckte Botschaft für Kinder?

Film ist Kunst! Deswegen gibt es da einen enormen Freiraum. Das heißt es gibt eigentlich viele versteckte Botschaften, die individuell wahrgenommen werden und die es gilt zu entdecken.

Also ich habe Toleranz als versteckte Botschaft wahrgenommen.

Ja, das stimmt! Nur durch diese Toleranz ist Mullewapp das „Paradies auf Erden“ und so, wie diese Harmonie im Film möglich ist, kann sie auch in unserer Gesellschaft möglich werden. Genau solche Dinge wollen wir mit unserer Arbeit, also mit viel Witz und Spannung, vermitteln.

Sehen Sie sich den Film im Kino an?

Obwohl ich den Film selber schon kenne, werde ich ihn mir auf jeden Fall im Kino ansehen, schließlich habe ich zwei Enkelkinder. Ich denke der Film wird ihnen gut gefallen!

Jan Schmeier

Bildquellen:
2009 Copyright Kinowelt GmbH
2009 Copyright Stephan Görlich

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