Micky Maus trifft auf Star Wars

20. November 2012

Das Imperium zieht um. Anfang November wurde bekannt, dass der Medienriese Walt Disney die Star-Wars-Schmiede Lucasfilm zu 100 Prozent übernimmt. Während ihr Schöpfer George Lucas Walt Disney für ein gutes zu Hause für Luke Skywalker und Co. hält, fürchten Fans des Science-Fiction-Epos die weitere Kommerzialisierung ihres Sternenkrieges.

„Es ist an der Zeit, dass ich Star Wars an eine neue Generation von Filmemachern weitergebe.”, so Lucas. Ein großes Anliegen des Science-Fiction-Vaters war es das Erbe seines Erfolgs noch zu Lebzeiten zu regeln. Auch die zum Teil scharfe Kritik eingefleischter Star Wars-Fans an den letzten Episoden der Star Wars-Saga bewogen den 68-Jährigen zu dieser Entscheidung.

Welcher Grund nun auch der entscheidende war, letzten Endes wechselten 4,05 Milliarden Dollar (über 3,1 Milliarden Euro) den Besitzer. Neuer Inhaber der Firma Lucasfilm und somit neuer Herrscher über die Galaxie ist Walt Disney. George Lucas bleibt allerdings die Rolle des Beraters in den geplanten neuen Star Wars Filmen. Das letzte Mal hatte er 2005 das Drehbuch zu „Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith” geschrieben und Regie geführt. Doch was die Fans beim siebten Teil 2015, fast 40 Jahre nach dem ersten Film vom „Krieg der Sterne“, erwarten können, ist bis dato unbekannt.

Für diejenigen unter uns, die sich im Star Wars Universum noch nicht auskennen, hier ein kurzer Anriss der Stories:

Episode I, II und III zeigen den allmählichen Untergang der alten Republik und den Aufstieg des ersten Galaktischen Imperiums. Hierbei wird die Entwicklung eines jungen Jedi-Ritters namens Anakin Skywalker erzählt, sein Aufstieg zu einem ungewöhnlich talentierten Schüler und sein Übertreten zur Dunklen Seite der Macht.

Episode IV, V und VI setzen 19, 22 beziehungsweise 23 Jahre nach jenen Ereignissen von Episode III ein. Das Imperium beherrscht die Galaxis,  wird aber von der Allianz der Rebellen herausgefordert. Gleichzeitig wächst Luke Skywalker zur neuen Hoffnung der Jedi heran und kann schließlich seinen Vater von der Dunklen Seite erlösen.

Sicher ist nur eines: Die Saga soll chronologisch fortgesetzt werden.

Der neue Film werde zudem nichts mit den Büchern zu tun haben, die die Geschichte über Teil VI hinaus weitererzählen. Es sei eine eigens dafür erfundene Geschichte vorgesehen an der Lucas beteiligt gewesen sei, versicherten Quellen bei Lucasfilm dem Entertainment-Dienst „E!Online“.

Ob nun die helle oder dunkle Seite der Macht in der geplanten Trilogie die Überhand gewinnt, die Macht von Walt Disney wächst jedenfalls weiter. Nach der Übernahme des Animationsstudios Pixar für 7,4 Milliarden Dollar („Toy Story”, „Findet Nemo”) und dem Kauf der Kult-Comicfirma Marvel für 4,3 Milliarden Dollar im Jahr 2009, folgt nun also Lucasfilm, die auch „Indiana Jones“ produzierten.

Vorbildlich an dieser Stelle das Verhalten von George Lucas: Anstatt sich die Milliarden komplett in die eigene Tasche zu stecken, will er einen Teil des Erlöses – umgerechnet 775 Millionen Euro in eine vor allem auf Bildung fokussierte Stiftung einfließen lassen, sagte sein Sprecher dem US-Magazin „Hollywood Reporter“.

Leon Strohmaier

Bildquelle:
© Screenshots http://www.starwars.com/explore/the-movies/
© Screenshots http://www.lucasfilm.com/

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