JIM-Studie 2013: Rückläufige Radionutzung über mobile Endgeräte

13. Dezember 2013

Musik spielt im Leben von Jugendlichen eine ausschlaggebende Rolle. Egal wo sie sich aufhalten, es ertönt Musik aus dem Radio, dem MP3 Player oder Smartphone. Wie wichtig Musik für die heutige Jugend ist und auf welchem Weg sie ihre Lieblingsmusik konsumieren, zeigt die aktuelle JIM-Studie.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat sich auch in diesem Jahr wieder mit der Mediennutzung von Jugendlichen in Deutschland auseinandergesetzt.
In der 15. JIM-Studie wurden rund 1.200 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten telefonisch befragt.

Da die Musik nicht erst seit heute ein großer Bestandteil im Leben der Menschen einnimmt, blieb die Frage nach dem Medium “Radio” auch bei der JIM-Studie diesen Jahres nicht aus. Den 1.200 Jugendlich wurde die Frage nach der persönlichen Wichtigkeit von Musik gestellt.
Das Ergebnis: Mit 91 Prozent bei Mädchen und 89 Prozent bei Jungen, erlangte Musik hören den ersten Platz und konnte somit sogar die Internet- und Handynutzung übertrumpfen. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass neun von zehn Jugendlichen Musik hören als (sehr) wichtig empfinden.

Beweggründe des Musikhörens
Die Befragten gaben außerdem an, Musik nicht nur als Zeitvertreib anzusehen. Vielmehr sei der Grund die Zugehörigkeit von Gruppen, Szenen oder Cliquen. Hierbei wird deutlich, dass das Musik hören bei den Jugendlichen ein essenzieller Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung ist. Es dient zudem als Entspannung, Unterhaltung und Ablenkung.

Radio hören ist allgegenwärtig

Wie die Ergebnisse der JIM-Studie zeigen, hören 60 Prozent der Befragten täglich Radio. Für jeden zweiten Jugendlichen ist das Medium Radio besonders wichtig.
Lediglich sieben Prozent gaben an, nie Radio zu hören. Obwohl der Großteil der Jugendlichen heutzutage Zugang zum Internet besitzt, ist die Beliebtheit des herkömmlichen Radios größer als die des Internetradios. Drei Viertel der Befragten gaben an, ein herkömmliches Radio nutzen. An zweiter Stelle kommt das Autoradio, folgend vom Handy und Smartphone. Verglichen mit den Werten der Vorjahres Studie wird deutlich, dass besonders die herkömmlichen Wege des Radios (UKW) weiterhin stabil sind. Schaut man sich allerdings die Nutzung des Radios über die mobilen Endgeräten und dem Internet an, überrascht es einen zu sehen, dass sie im Vergleich zum Vorjahr, genau dort rückläufig ist. 2012 waren es nämlich 21 Prozent gewesen, 2013 allerdings nur noch 16 Prozent.
Das Hören von Musikkassetten/CDs ist mit 54 Prozent auch gesunken. MP3-Dateien werden von 79 Prozent der Jugendlichen genutzt. Zum Hören von MP3’s ist jedoch das Handy/Smartphone (71 Prozent) beliebter als der herkömmliche MP3-Player.

Sabrina Bonse

Bildquelle:
© mpfs.de

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