„Gute Literatur gleicht mittlerweile der Suche nach der Nadel im Heuhaufen“

Das Internet ist der Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Sucht man nach Literatur, wird man von Angeboten überhäuft. Durch die Flut von Informationen durchzusteigen ist kein Kinderspiel, weshalb Kinder lernen sollten, sich damit auseinanderzusetzen. Doch wo können sie damit anfangen?
Medienbewusst.de hat mit Annette Kautt von dem Online-Literaturmagazin Rossipotti gesprochen, um einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen.

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Lernen mit digitalen Medien: Ein Interview mit Daniel Bialecki, dem Geschäftsführer von scoyo

Die Lernplattform scoyo ist eine der erfolgreichsten ihrer Art. Schüler und Schülerinnen der ersten bis siebten Klasse können selbstbestimmt durch Geschichten unterrichtsbegleitende Lerninhalte entdecken. Auch Medienkompetenz ist von großer Bedeutung für scoyo. In diesem Zusammenhang hat sich medienbewusst.de mit dem Geschäftsführer Daniel Bialecki getroffen.

 

Sie verfolgen den Grundgedanken des selbstbestimmten Lernens. Was verstehen Sie darunter?

Darunter verstehen wir, dass Kinder Lerninhalte nach ihrer Motivation und ihren Interessen aussuchen und bearbeiten. Es gibt keine starren Vorgaben, was wann gelernt werden soll. Den Kindern sollte es möglich sein, sich zu entscheiden, ob sie gerade ein spannendes Thema in Deutsch, Bio, Physik oder einem anderen Bereich bearbeiten wollen. Auch wenn das nicht den klassischen Fächern entspricht, die gerade in der Schule durchgenommen werden. Wenn es das Kind interessiert, sollte es sich trotzdem damit auseinandersetzen dürfen, weil es dann voller Motivation und Spaß lernt.
Kinder sollten individuell nach ihren Bedürfnissen gefördert werden und in die Richtung lernen können, in die sie sich entwickeln wollen. Harte Vorgaben wirken hier nur einschränkend und demotivierend.

Wie können Digitale Medien dabei helfen?

Digitale Medien sind, je nach Aufbau, für Kinder unglaublich attraktiv. Sie machen Dinge auf verschiedene Art und Weise lebendig, was klassischen Medien nicht gelingt. Digitale Medien können bei der Selbstbestimmtheit helfen, sich aber auch ausgezeichnet auf Stärken und Schwächen einstellen: Wenn das Kind zum Beispiel Lerneinheiten zum Thema Bruchrechnen gemacht hat, kann ein digitales Medium automatisch analysieren, ob die nächste Einheit leichter oder schwerer sein sollte, oder ermittelt, wo ein Fehler seine Ursache hat.

Wie versuchen Sie Lernen so attraktiv wie möglich anzubieten?

Wir bieten Lerninhalte in Form von animierten und alltagsrelevanten Geschichten an. Der Schulstoff wird also lebendig und anschaulich vermittelt. Wir überlegen immer, wo der Schulstoff in das echte Leben eingekoppelt ist. Dann binden wir ihn in eine passende Geschichte ein. Das Kind sieht etwas und kann dann die Relevanz des Schulstoffs erfassen. Das funktioniert gut, weil es die natürliche Art des Lernens ist. Der Ansatz, den wir bei scoyo verfolgen, ist, ein erzählendes, problem- und lösungsorientiertes Lernen.

Sollten Medien ihrer Meinung nach intensiver in den Schulunterricht eingebunden werden?

Auf jeden Fall, speziell Onlinemedien. Dies geschieht heutzutage noch zu wenig. Sicherlich retten Onlinemedien keinen schlechten Unterricht, aber sie können einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität leisten. Auch die Einbindung und der Umgang mit neuen Medien sollte schnell vonstattengehen. Vor allem bei der Differenzierung innerhalb der Klasse sind Schulen überfordert. Insbesondere in der Grundschule gibt es sprachliche Niveau-Unterschiede. Das bedeutet, Kinder, die schon in der ersten Klasse lesen können und Kinder, die Probleme mit ihrer Heimat- oder Landessprache haben, werden innerhalb einer Klasse unterrichtet. Auf diesen Unterschied muss der Lehrer*in eingehen, er muss ihn ausgleichen. Onlinemedien beziehungsweiseneue Medien helfen dabei unheimlich, weil sie eine differenzierte Förderung für einzelne Kinder bieten. Wenn Kinder viel erfahrener als die Lehrer*innen im Einsatz neuer Medien sind, ist das ein Problem. Es passiert zum Beispiel immer wieder, dass Lehrer*innen keine Erfahrung im Umgang mit YouTube haben. Die Kinder wissen besser Bescheid, sind allerdings relativ führungs- und orientierungslos, ihnen fehlt die Medienkompetenz. Sie machen fast ausschließlich eigene Erfahrungen damit, weil es kaum jemanden gibt, der ihnen sagt, worauf zu achten ist. Hier fehlt den Schulen qualifiziertes Personal.

Wie können beziehungsweise sollten Eltern ihren Kindern Grenzen setzen, um deren Medienkonsum im Auge zu behalten?

Das ist eine spannende Frage, vor allem das Thema des Grenzen-Setzens. Das Wichtigste ist, dass Eltern in einem Dialog mit ihren Kindern bleiben. Kinder fühlen sich schnell kontrolliert. Sie glauben, sie werden ohnehin nur in ihrer Nutzung eingeschränkt und erzählen den Eltern nicht, was sie machen. Es ist also wichtig, aufgeschlossen und mit einer positiven Einstellung, nicht mit Skepsis, an die Thematik heranzugehen. Denn diese wird schnell registriert, gerade im pubertierenden Alter. Ist die Tür erstmal zu, wird es umso schwerer, sie wieder zu öffnen. Eine spannende Komponente ist auch, dass Eltern sich ihrer Vorbildfunktion nicht bewusst sind. Die eigene Mediennutzung wird von den Kindern bewusst wahrgenommen. Ein großer Appell von uns ist es, dass dieselben Regeln für Eltern und Kinder gelten sollten. Das gilt nicht nur für das Nutzen neuer Medien. Im Netz gibt es viele Seiten, die sich damit auseinandersetzen und einem bewusstmachen, worauf zu achten ist. Scoyo hat einen Elternabend zu diesem Thema veranstaltet.

medienbewusst.de bedankt sich bei für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.

“Wir wollen vermitteln, dass Trauer keine Krankheit ist”


Wie empfinden Kinder Trauer? Und wie kann man ihnen helfen, den Tod eines geliebten Menschen zu überwinden? Mit diesen sensiblen Fragen rund um die Themen Trauer, Abschied und Tod beschäftigt sich die regionale Kinderhilfsorganisation „Trauerland“. Sie bietet Gruppensitzungen und persönliche Beratungen an und hat zudem mit dem „Kindertrauerland.org“ eine Internetseite ins Leben gerufen, die Kindern helfen soll, mit der Krankheit oder dem Verlust eines vertrauten Menschen umzugehen.
Um Näheres über dieses in Deutschland nahezu einzigartige Angebot zu erfahren, hat medienbewusst.de mit Beate Alefeld-Gerges gesprochen, der Gründerin des „Trauerlands“.

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Eine Nummer gegen Kummer- Beratungstelefon für Jugendliche und Kinder

Die „Nummer gegen Kummer“ ist ein bundesweit kostenloses Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und seit ein paar Jahren auch für Eltern und andere Erziehende. Probleme, über die man im eigenen Umfeld nicht reden möchte, kann man hier anonym und vertraulich mit Beratern besprechen. Die „Nummer gegen Kummer“ ist für Kinder und Jugendliche oft die erste Anlaufstelle. In einem Gespräch mit Nina Pirk, Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin beim Dachverband Nummer gegen Kummer e.V. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Safer Internet, konnte medienbewusst.de einen genaueren Einblick in das Projekt erhalten.

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scoyo.de – Mit Spaß zum Lernerfolg

Online lernen mit Spaß – so wirbt eine der erfolgreichsten Lernplattformen Deutschlands. Die Seite scoyo.de will nicht als klassischer Nachhilfeanbieter verstanden werden. Es soll nicht nachgeholfen, sondern vielmehr klargemacht werden, dass Lernen durchaus ein schönes Thema ist und auch Spaß machen kann. Im Gespräch mit medienbewusst.de hat der Geschäftsführer der Plattform, Daniel Bialecki, das grundkonzeptionelle Verständnis der Seite in Bezug auf Lernen erklärt.

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Erfurter Netcode – Qualitätssiegel für Kinderseiten im Netz

Kinderseiten im Internet sind nicht immer gleich kindgerecht. Ein Verein, der sich seit 2002 für altersgerechte Qualität von Kinderseiten einsetzt, ist der Erfurter Netcode. Durch ein Gütesiegel zeichnet die Initiative hervorragende Seiten aus und hilft somit Kind und Eltern, vertrauenswürdige Seiten mit altersgerechten Inhalten zu finden. medienbewusst.de sprach mit Achim Lauber, Geschäftsführer des Erfurter Netcode, über seinen Verein und die Entwicklung des Internets.

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Juki.de – Die neue Videoplattform für Kinder

Anfang Mai ging mit juki.de eine neue Plattform für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren online. Diese wurde unter dem Motto „Mit juki.de das Internet sicher entdecken“ konzipiert. Kai Hanke (Referent Medien, Leiter Abteilung Programm) arbeitet für das Deutsche Kinderhilfswerk und setzt sich bei seiner Tätigkeit u.a. mit Kinderpolitik, Kinderkultur und Medien auseinander. Als Medien-Referent ist Herr Hanke an der Entwicklung der neuen Plattform juki.de beteiligt und mitverantwortlich für die Gestaltung einer kinderfreundlichen Medienlandschaft. Im Gespräch mit ihm konnte medienbewusst.de einen genaueren Einblick in das Projekt erhalten.

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Artikelserie zum SID 2013: „Was macht denn mein Bild da?“ – Ernst Schulten über Datenklau im Netz

Ein neues Forum, eine neuer Chatroom und schon wieder meine persönlichen Daten preisgeben im Netz? Mit dem ständigen Aufkommen neuer Onlineangebote steigt auch die Anzahl der eingegebenen Nutzerdaten und hochgeladenen Profilbilder. Doch was genau kann eigentlich im schlimmsten Fall mit meinen Daten und Fotos passieren? Die Initiative WakeUpInternet e.V. hat sich dem Schutz der digitalen Identität verschrieben. Im Gespräch mit medienbewusst.de klärt der Vorsitzende Ernst Schulten über mögliche Gefahren auf und gibt Hinweise, wie man sich und andere vor dem digitalen Datenklau schützen kann.

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„Beim nächsten Mal ist er nur nett“ – Sexueller Missbrauch im Internet

Im Internet herrscht eine Anonymität, die es Tätern sexueller Gewalt leicht macht, in Chatrooms oder sozialen Netzwerken eine tiefe Beziehung zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen. medienbewusst.de sprach mit der Diplom-Psychologin Julia von Weiler, Geschäftsführerin der Deutschen Sektion des Kinderschutzvereins Innocence in Danger e.V, über Formen sexualisierter Gewalt im Internet, wie betroffenen Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann und welche Möglichkeiten der Prävention es gibt.

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Polizei klärt über Gefahren im Internet auf

Seit 2006 setzen sich die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), die Deutsche Telekom AG und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) gemeinsam für die Förderung der Internetkompetenz von Eltern ein. Die Aktion Kinder sicher im Netz möchte über mögliche Gefahren aufklären und Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien beibringen. medienbewusst.de hat mit Andreas Mayer, Kriminaldirektor und Leiter der Zentralen Geschäftsstelle der ProPK, über Inhalte und Ziele des Projekts gesprochen.

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