Rennen um den Goldenen Spatz geht in heiße Phase

27. April 2015, 16:14  

Shana - The Wolf's MusicAm Donnerstag, 09. April 2015 fand im Cinestar in Erfurt die Programmpressekonferenz zum Deutschen Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz 2015“ statt. So sind viele Dinge im Vergleich zu den vorangegangenen Festivaljahren gleichgeblieben – es gibt aber auch ein paar Neuerungen.
mehr…

Goldener Spatz 2014: “Das Niveau wird graduell immer besser”

29. Mai 2014, 16:50  

GS14„Wir haben schon seit einigen Jahren ein gutes Niveau, das graduell immer besser wird.“, so die Festivalleiterin Margret Albers, die seit 17 Jahren bei dem Deutschen Kinder-Medien-Festival „GOLDENER SPATZ“ dabei ist. Die 22. Preisverleihung fand am 16. Mai in Erfurt statt. Im Anschluss hat medienbewusst.de die Chance genutzt und ein Interview mit Frau Albers geführt.

Es war sehr beeindruckend bei der Pressekonferenz, wie die Kinder die Filme wahrnehmen und sich auch dazu äußern in ihrem Alter.
Das sind natürlich filminteressierte Kinder, die sich bei uns bewerben, aber ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn man ihnen die Rolle gibt, über die Filme zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen, was da kommt – wie ernst sie das nehmen.

Gab es für Sie ein Festival Highlight?
Besonders schön war in diesem Jahr, das wir von der Eröffnung bis zur Preisverleihung einen guten Lauf hatten. Die Eröffnungsfeier am Sonntagnachmittag in Gera war einfach schon ein Highlight, da man ja nicht oft das Privileg hat mit einer Weltpremiere mit Cast, Crew und Nasenbär aufzumachen.

Auf der Pressekonferenz im Januar haben Sie gesagt, dass Sie sich durch die Sichtung neue Tendenzen versprechen – kann man davon in diesem Jahr sprechen?
In vielen Beiträgen dieses Jahr wurde gesungen, getanzt oder beides. In der Jugendfilmreihe „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ geht es um eine Band, in dem Eröffnungsfilm „Quatsch und die Nasenbär-Bande“ wurde gesungen. Es werden mehr Genres bedient, mit „Die schwarzen Brüder“ hatte man einen historischen Film, man hatte Märchenfilme, mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ eine Bestsellerverfilmung und mit „Ostwind“ und „Horizon Beautiful“ Originalstoffe.

Wenn Sie jetzt zurückblicken, wie beurteilen Sie die Qualität der Einsendungen?
Die Auswahl fällt immer schwerer. Da hat sich in den letzten Jahren, was die Qualität und die Quantität des Angebotes anbelangt, viel bewegt. Wir haben schon seit einigen Jahren ein gutes Niveau, das graduell immer besser wird. In der Auswahlkommission werden wir eine immer schwierigere Aufgabe haben, weil man erheblich mehr ins Programm aufnehmen könnte, als dann im Endeffekt möglich ist.

Das Festival findet jedes Jahr statt – will man sich immer wieder übertrumpfen? Wie motiviert man sich jetzt für das nächste Festival?
Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass einem in dieser Festivalwoche vor Augen geführt wird, ob man einen guten Job gemacht hat. Wenn wir dann durchgeschnauft haben, überlegen wir, was als nächstes kommt. Wir sind erst einmal glücklich, dass es so gut gelaufen ist, wir tolles Feedback bekommen haben und, dass wir Zuwachs bei den Besuchern hatten. Es geht darum, das Niveau zu halten. Welche Besonderheiten man sich für das nächste Jahr einfallen lässt, wird deutlich, wenn es sich ein Stück weit konkretisiert hat, welche Produktionen fertig werden.

Wann beginnen Sie mit der Planung für das kommende Festival?
Es geht Ende August / Anfang September los – da werden die Ausschreibungen und das Reglement für den Kino-TV-Wettbewerb vorbereitet und geschaut, welche Schwerpunkte es bei den Online-Wettbewerben gibt. Es gibt jetzt auch schon Dinge wie Partnersuche für die Kinderjury – einige Sachen werden noch vor der Sommerpause erledigt.

Recherchieren Sie selber zielgruppenrelevante Themen?
Man besucht andere Veranstaltungen und Festivals, wird in andere Jurys eingeladen. Durch Projekte wie „Akademie für Kindermedien“, „Der besondere Kinderfilm“ und „Fernsehen aus Thüringen“ habe ich auf unterschiedliche Weise Kontakt zu Filmemachern und kriege ganz gut mit, was gerade so in der Pipeline ist. Auch mal ein internationales Festival zu besuchen und dort mit den Kollegen in Kontakt zu treten, ist wichtig.

Könnten Sie sich vorstellen, dass bei den kommenden Festivals auch internationale Produktionen gezeigt werden?
Naja, das ist das Alleinstellungsmerkmal des GOLDENEN SPATZ – das ist eine unserer Besonderheiten. Es gibt jede Menge internationale Festivals. Unsere große Stärke ist es, dass wir uns auf deutschsprachige Produktionen konzentrieren. Denn das gibt uns die Möglichkeit, nicht nur Spielfilme und Kurzfilme zu zeigen, sondern die ganze Bandbreite an Programm. Es gibt kein Festival in Deutschland im Kinder-Medien-Bereich, das so viele Fachbesucher hat.

Was macht Ihnen persönlich Spaß daran, mit den Kindern zu arbeiten? Ist ein Aspekt die Ehrlichkeit der Kinder, der Sie so motiviert?
Es sind zwei Aspekte, einerseits ist es die Art, wie man die Kinder erlebt und das andere ist die angesprochene Ehrlichkeit. Den Kindern ist es egal, ob es ein Film ist, der schon viele Preise gewonnen hat oder ob er von berühmten Leuten gemacht wurde – diese ganzen externen Faktoren, die bei Erwachsenenjurys eine Rolle spielen, sind den Kindern egal.

Woher nehmen die Kinder das Selbstbewusstsein, auf so einer großen Bühne zu sprechen und ihre Beurteilungen vorzulesen?
Das macht die Woche – dass viele Kinder schon Interviews gegeben haben unter der Woche, alle Augen auf sie gerichtet waren. Das hat sie einfach bestärkt in ihrer Aufgabe und vor dem Hintergrund ist es ihnen auch nicht so schwer gefallen, sich auf die Bühne zu stellen und ihre Entscheidungen zu präsentieren.

Anna Peeters

Bildquelle:
© goldenerspatz.de

Goldener Spatz: Jury beendet „Filmmarathon“ und wählt Wettbewerbsbeiträge aus

21. Januar 2014, 21:25  

Die Festivaljury v.l.n.r.: Matthias Körnich (WDR), Kerstin Viehbach (Super RTL) Margret Albers (Festivalleiterin), Leopold Grün ( Regisseur), Karsten Blumenthal ( Moderator), es fehlt: Brigitte Zeitlmann (Medienwissenschaftlerin)


Die Jury des Kinderfilmfestivals Goldener Spatz gab bei einer Pressekonferenz am 15.01.2014 bekannt, die besten Kinder – Film- und Fernsehproduktionen aus 159 Beiträgen ausgewählt zu haben. Diese ringen beim Wettbewerb Kino-TV um das beste Urteil der fachkundigen Kinderjury. Das Kinder-Medien-Festival Goldener Spatz findet vom 11. Bis 17. Mai zum 22. Mal in Erfurt und Gera statt. mehr…

Kinder im Mittelpunkt [Video]

27. Juni 2011, 13:15  

Abseits des hektischen Treibens zwischen Preisverleihung und Workshops, will man beim Deutschen Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ auch immer eines: zum Nachdenken anregen. In der Kategorie „Ausgrabung“ zeigte man in diesem Jahr wohl nicht zuletzt deshalb den über 25 Jahre alten Film „Isabel auf der Treppe“. medienbewusst.de sprach im Videobeitrag mit der Regisseurin und der Hauptdarstellerin über den Film und zeigt auch, wer bei dem Festival wirklich das Sagen hat.

Ein Highlight des diesjährigen GOLDENEN SPATZEN war zweifellos der Film „Isabel auf der Treppe“ von 1984, gedreht in der damaligen DDR. Der Film handelt von den Schwierigkeiten der Integration, die die aus Chile geflüchtete Rosita Pérez (Teresa Polle) mit ihrer Tochter Isabel (Irina Gallardo) in Ostberlin erlebt. Zunächst herzlich aufgenommen, kühlt sich das Verhältnis zwischen der Familie Pérez und den deutschen Nachbarn wieder ab. Es herrscht die Meinung vor, die Chilenen müssten sich allmählich integriert, angepasst haben. Der Film zeigt dabei offen den Widerspruch zwischen den offiziellen Stellungnahmen und Aussagen der DDR-Führung und den Lebensrealitäten, die die Flüchtlinge erleben mussten.

Obwohl „Isabel auf der Treppe“ zeitlos und auch heute aktueller denn je ist, war die Anwesenheit von Irina Gallardo in Erfurt das eigentliche Highlight des 25. Mai. Da sie bereits kurze Zeit nach der Fertigstellung des Films nach Chile ausgewiesen wurde, konnte sie den Film, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt, nie sehen. Erst zum diesjährigen GOLDENEN SPATZ bekam sie diese Möglichkeit, wodurch das Festival auch für sie zu einem besonderen Erlebnis wurde – schließlich spiegelt „Isabel auf der Treppe“ doch einen Teil ihres Lebens wider. Und so zeigte sich die Hauptdarstellerin vor allem durch eine Szene stark berührt, in der ihr mittlerweile verstorbener Vater zu sehen ist.

Der aufmerksame Beobachter konnten außerdem immer dann, wenn eine Schar von Kindern aus einem Kinosaal kam und schnell von der Presse umringt wurde, die Besonderheit des GOLDENEN SPATZEN ausmachen: die Kinderjury. Diese vergibt die Preise bereits seit 1993. Einfacher, beim Festival zu gewinnen, wird es dadurch allerdings nicht. Die Pressesprecherin Katja Imhof-Staßny betonte energisch, dass die Kinder völlig objektiv bewerteten und teilweise sehr kritisch seien – was ihnen nicht gefällt, wird nicht prämiert.

http://www.youtube.com/watch?v=2frhCn8zipI

Arne Nowacki, Florian Sulies, Raphael Johannes Tostlebe & Paul Träger

Bildquelle:
© GOLDENER SPATZ – picasa

Goldene Spatzen über den Dächern von Erfurt [Video]

22. Juni 2011, 14:46  

Vom 22. bis 28. Mai fand das deutsche Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ zum bereits 19. Mal in Erfurt und Gera statt. Rund 12.000 Besucher interessierten sich innerhalb des sechstägigen Festivals für elf Medienpädagogische Workshops, sieben Veranstaltungen in der Online-Lounge und zahlreiche Filmvorführungen.

Ein besonderes Highlight des Festivals war die Preisverleihung der Goldenen Spatzen am 27. Mai im Cinestar in Erfurt. In Anwesenheit des Kulturstaatsministers Bernd Neumann, wurden sieben goldene Kino- bzw. TV-Spatzen, drei goldene Online-Spatzen, ein Innovations-Spatz und ein Ehrenspatz von der 25-köpfigen Kinderjury verliehen. Moderiert wurde die Veranstaltung vom bekannten TV-Moderator Elton.

Insgesamt 37 Wettbewerbsbeiträge konkurrierten um die begehrten Preise, die von der Kinderjury, der MDR-Rundfunkratjury sowie einer Fachjury vergeben wurden. Festivalleiterin Margret Albers gab sich zum Ende der Veranstaltung zufrieden und auch die Kinderjury befand die gezeigten Filme für qualitativ hochwertig und eindrucksvoll. Ein besonderes Augenmerk lag dabei natürlich auf den preisgekrönten Filmen. „Alles in allem also eine mehr als gelungene, schöne Veranstaltung“, so Albers.

medienbewusst.de war bei der Preisverleihung dabei und konnte einige Preisträger sowie die besondere Atmosphäre des Festivals mit der Kamera einfangen. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung und die Gewinner der Spatzen können dem vorliegenden filmischen Beitrag sowie der Website des Goldenen Spatz entnommen werden.

Ebenso befindet sich unter der Rubrik „Person des Monats“ des Ressorts Kino ein ausführliches Interview über das medienpädagogische Rahmenprogramm des Festivals mit der Pressesprecherin, Katja Imhof-Staßny.

http://www.youtube.com/watch?v=vEPmOpypvp8

Moritz Graf, Evelyn Hovath & Klaus Peter Vollbrecht

Bildquellen:
© GOLDENER SPATZ