Knuddels, ein Paradies für Pädophile? – Die Chatplattform im Interview

23. Mai 2013, 19:07  


Aktuell überschlagen sich die Negativberichte über die Chatplattform Knuddels.de. Reportagen wie die des ZDF, in der sich Tuttlinger Polizeibeamte zwei Wochen lang als Kinder im Chat anmeldeten, oder der SternTV-Beitrag vom 3. April thematisieren sexuelle Belästigungen in Chaträumen. Dabei fällt der Name „Knuddels“ immer wieder. Laut Beate Krafft-Schöning, Expertin für sexuelle Gewalt gegen Kinder im Internet, gilt Knuddels schon lange als Geheimtipp in der pädosexuellen Szene. In der Anonymität des Internets kennen Täter keine Tabus. Ein Kind online anzusprechen ist eben doch viel einfacher als einen Übergriff auf dem Spielplatz zu riskieren. „Frischfleisch ziehen“ nennen es die Täter, wenn sie virtuellen Kontakt über solche Chaträume zu ihren Opfern aufnehmen. Dabei haben heute viele Kinder bereits eigene Computer inklusive Webcam im Kinderzimmer. Doch was sagen die Knuddelsbetreiber zu diesen Vorwürfen und was sollen Eltern tun? Wir haben uns selbst bei Knuddels.de angemeldet und auch unsere eigenen Erfahrungen in das Gespräch mit Christian Hemmer, Jugendschutzbeauftragter bei Knuddels, einfließen lassen.
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Die Versuchung der bonbonbunten Welt

8. November 2009, 21:40  

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Das Webportal Knuddels existiert bereits seit 1999 und gehört heute mit mehr als 4,8 Millionen registrierten Mitgliedern zu den größten Community-Portalen Deutschlands. Die Ergebnisse der Studie „Jugend, Information, (Multi-)Media“ (JIM-Studie) aus dem Jahr 2008 bestätigen seine führende Position – mit 28 Prozent ist Knuddels der am häufigsten genutzte Chatroom bei den 12- bis 19-Jährigen. Dabei scheint das Belohnungssystem, welches Knuddels von anderen Anbietern unterscheidet, eine besondere Rolle zu spielen. Manche der jungen Chatter wissen, dass in ihrer hohen Nutzungsdauer auch Suchtpotential bestehen kann.
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