Zum Inhalt springen
medienbewusst.de - kinder. medien. kompetenz.
Ist gerade etwas passiert? Zur Soforthilfe

Genshin Impact: Steckbrief für Eltern

Ein Elternteil sitzt neben einem Kind auf dem Sofa und schaut gemeinsam mit ihm auf ein Tablet mit einem bunten Fantasy-Spiel.
Google Play, Apple und PEGI kennzeichnen die Käufe in Genshin Impact übereinstimmend als Zufallskäufe - ein guter Anlass, sie sich gemeinsam anzusehen.

Im Google Play Store gilt für Genshin Impact USK ab 12 Jahren (IARC), Apple stuft die App im deutschen App Store als 13+ ein, PEGI vergibt PEGI 12. Was Zufallskäufe, Chat und selbst erstellte Inhalte für Eltern bedeuten.

Ab welchem Alter?

USK-Kennzeichnung
ab 12 Jahren (IARC-Einstufung, Google Play Store Deutschland) Im Google Play Store Deutschland zeigt die App von COGNOSPHERE PTE. LTD. (com.miHoYo.GenshinImpact) die Kennzeichnung „USK ab 12 Jahren“. Das ist keine klassische USK-Prüfung nach § 14 JuSchG für Bildträger, sondern eine IARC-Einstufung: Der Anbieter füllt dafür einen Fragebogen aus, die USK übernimmt das Ergebnis für angeschlossene Stores. Laut USK haben die Jugendministerien der Länder dieses Verfahren im April 2025 rechtlich anerkannt.
PEGI
PEGI 12 (PEGI-Datenbank, Publisher „miHoYo Limited“), mit den Deskriptoren Gewalt und Käufe im Spiel sowie dem Zusatzhinweis „Paid random items“. Europäische Kennzeichnung. In Deutschland gilt die USK.

Diese Angaben setzen voraus, dass im Konto das richtige Alter steht. Eine verlässliche Altersprüfung bei der Anmeldung gibt es hier nicht - ein Kind, das ein falsches Geburtsjahr einträgt, bekommt die Einstellungen der älteren Altersgruppe.

Steckbrief

Angaben geprüft am 08.10.2026.

Das Spiel

HerausgeberCOGNOSPHERE PTE. LTD. (Marke HoYoverse, Entwicklerstudio miHoYo)
Art des SpielsOpen-World-Action-Rollenspiel mit Zufallskauf-Mechanik (Gacha); Google Play führt die App in der Kategorie „Rollenspiele“, die eigene Beschreibung nennt sie ein „Abenteuer-Rollenspiel, das in einer völlig neuen offenen Welt spielt“.
Läuft aufiOS und Android, laut den geprüften Store-Einträgen. Weitere Plattformen wie PC oder Konsole nennt keine der geprüften Quellen.
Online-Funktionenja - Apple App Store nennt unter den Zusätzen „Nachrichten und Chat“ und „Soziale Medien“, Google Play Store den Zusatz „Chats ... im Spiel“ zur Alterskennzeichnung. Die Store-Beschreibung nennt außerdem den Modus „Miliastra Wonderland“, in dem man laut Anbieter „Freunde trifft“.

Wer Kontakt aufnehmen kann

Textchatja - Apple App Store nennt unter den Alterskennzeichnungs-Zusätzen „Nachrichten und Chat“, Google Play Store den Zusatz „Chats ... im Spiel“. Ob es sich um Text- oder Sprachchat handelt, sagt keine der beiden Quellen.
Sprachchatunbekannt - keine der geprüften Quellen unterscheidet zwischen Text- und Sprachchat.
Private Welten und Serverunbekannt - in den geprüften Quellen nicht erwähnt.
Inhalte von anderen Spielernja - Apple App Store nennt unter den Zusätzen „Benutzergenerierte Inhalte“; die Google-Play-Beschreibung beschreibt dazu den Modus „Miliastra Wonderland“, in dem man laut Anbieter eigene „Mannekins“ personalisiert und mit „Sandbox einzigartige Spielweisen“ erstellt.

Was es kostet

Käufe im Spielja, optionale In-App-Käufe (Apple App Store: „In-App-Käufe: Ja“). Laut Google Play Store Deutschland liegt die Preisbereich bei Abrechnung über Google Play zwischen 0,99 € und 99,99 €. Den Namen der Spielwährung nennt keine der geprüften Quellen.
Zufallskäufe (Lootboxen)ja - Apple App Store listet unter den Alterskennzeichnungs-Zusätzen ausdrücklich „Lootboxen“, Google Play Store kennzeichnet die Käufe als „enthält Zufallsartikel“, und PEGI vergibt den Deskriptor „Paid random items“. Veröffentlichte Öffnungswahrscheinlichkeiten nennt keine der geprüften Quellen.
Saisonpassunbekannt - in den geprüften Quellen nicht erwähnt.

Was zum Weiterspielen drängt

Zusatzhinweise der USKLaut Google Play Store Deutschland zusätzlich die Hinweise „Erhöhte Kaufanreize und Fantasy-Gewalt“ sowie „Chats und Käufe im Spiel (enthält Zufallsartikel)“. Im Apple App Store Deutschland ist dieselbe App separat mit 13+ eingestuft, mit den Zusätzen „Selten: Comic- oder Fantasy-Gewalt, sexuelle Inhalte oder Nacktheit, Schusswaffen oder andere Waffen“ und „Enthält: Lootboxen, Nachrichten und Chat, Benutzergenerierte Inhalte, Soziale Medien“ - beide Stores führen eigene, voneinander unabhängige Alterskennzeichnungen.
Zeitdruck im Spielunbekannt - in den geprüften Quellen nicht beschrieben.
Tägliche Belohnungenunbekannt - in den geprüften Quellen nicht beschrieben.

Was Eltern einstellen können

ElternfunktionenKeine der geprüften Quellen (Google Play Store, Apple App Store, PEGI) beschreibt ein eigenes Elternkonto oder eine spielinterne Altersprüfung von COGNOSPHERE. Kaufsperren und Zeitgrenzen lassen sich nur über die Geräteeinstellungen setzen, bei Apple über die Bildschirmzeit und bei Android über Google Family Link.

Dazu haben wir keine belastbare Angabe gefunden: Dauer einer Runde, Pausieren und Aufhören. Wir tragen es nach, sobald der Anbieter es selbst dokumentiert.

Was die Alterskennzeichnung bedeutet

Im Google Play Store Deutschland ist Genshin Impact mit „USK ab 12 Jahren“ eingestuft. Das ist keine klassische USK-Prüfung nach § 14 Jugendschutzgesetz, sondern eine IARC-Einstufung: Der Anbieter füllt dafür einen Fragebogen aus, die USK übernimmt das Ergebnis für angeschlossene Stores. Die Jugendministerien der Länder haben dieses Verfahren laut USK im April 2025 rechtlich anerkannt.

Im Apple App Store Deutschland ist dieselbe App separat mit 13+ eingestuft, mit den Zusätzen „Comic- oder Fantasy-Gewalt“, „sexuelle Inhalte oder Nacktheit“ und „Schusswaffen oder andere Waffen“, jeweils als „Selten“ markiert. Die PEGI-Datenbank vergibt PEGI 12 mit den Deskriptoren Gewalt und Käufe im Spiel. Drei Store-Betreiber, drei eigenständige Zahlen - keine davon ersetzt die andere.

Für Eltern zählt neben der Zahl vor allem, was alle drei Quellen übereinstimmend nennen: Zufallskäufe, Chat und selbst erstellte Inhalte. Das steht unten.

Was Kinder in Genshin Impact tun können

Genshin Impact ist laut eigener Beschreibung ein Open-World-Rollenspiel: Das Kind erkundet die Fantasiewelt Teyvat, sammelt Figuren und kämpft gegen Gegner. Apple kennzeichnet die App zusätzlich mit „Nachrichten und Chat“ und „Soziale Medien“, Google Play mit dem Zusatz „Chats ... im Spiel“ - beide Stores nennen also eine Kontaktfunktion zu anderen Spielenden, ohne sie genauer zu beschreiben.

Neue Figuren und Gegenstände kommen laut Apple und Google Play über Zufallskäufe - von Apple ausdrücklich als „Lootboxen“ bezeichnet, von PEGI als „Paid random items“. Dazu kommt der Modus „Miliastra Wonderland“, in dem Kinder laut Google-Play-Beschreibung eigene Figuren personalisieren, auf „Wonderland-Levels“ spielen und mit einer „Sandbox“ eigene Spielweisen erstellen - von Apple als „Benutzergenerierte Inhalte“ gekennzeichnet.

Was Sie einstellen können

  1. In-App-Käufe über das Gerät absichern

    Käufe laufen über den App-Store-Account auf dem Gerät. Ohne hinterlegte Zahlungsmethode sind keine Käufe möglich; ist eine hinterlegt, lässt sich bei Apple über die Bildschirmzeit und bei Android über Google Family Link eine Kennwortabfrage für Käufe erzwingen oder In-App-Käufe ganz sperren.

  2. Das Zufallskauf-System gemeinsam ansehen

    Apple kennzeichnet die Käufe ausdrücklich als Lootboxen, Google Play als „Zufallsartikel“, PEGI als „Paid random items“. Bevor Geld fließt, lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf den entsprechenden Bildschirm im Spiel: Welche Figur oder Waffe soll es sein, und was passiert, wenn der Zufall etwas anderes bringt.

  3. Über Chat und Mitspielende sprechen

    Beide Stores kennzeichnen Genshin Impact mit einer Chat- beziehungsweise Kontaktfunktion zu anderen Spielenden. Besprechen Sie mit dem Kind, wer mitlesen und schreiben kann, und dass echte Namen oder Kontaktdaten dort nichts zu suchen haben.

  4. Miliastra Wonderland gemeinsam anschauen

    Im Modus „Miliastra Wonderland“ personalisiert das Kind laut Anbieterbeschreibung eigene Figuren und baut mit einer Sandbox eigene Spielweisen. Wie bei jedem Modus mit selbst erstellten und geteilten Inhalten lohnt ein Blick, was dort sichtbar ist und für wen.

  5. Ausgaben regelmäßig prüfen

    Die Preisbereich reicht laut Google Play Store Deutschland von 0,99 € bis 99,99 € pro Kauf. Eine kurze, regelmäßige Durchsicht der Kontoabrechnung oder der App-Store-Käufe zeigt, ob und wie viel in der jeweiligen Abrechnungsperiode ausgegeben wurde.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist Genshin Impact freigegeben?

Im Google Play Store Deutschland gilt USK ab 12 Jahren - eine IARC-Einstufung. Im Apple App Store Deutschland ist dieselbe App separat mit 13+ eingestuft, und die PEGI-Datenbank vergibt PEGI 12. Alle drei Angaben stammen aus unterschiedlichen, unabhängigen Verfahren.

Enthält Genshin Impact Lootboxen?

Ja. Apple kennzeichnet die App ausdrücklich mit „Lootboxen“, Google Play mit dem Zusatz „enthält Zufallsartikel“, und PEGI vergibt den Deskriptor „Paid random items“. Veröffentlichte Öffnungswahrscheinlichkeiten nennt keine der geprüften Quellen.

Kann mein Kind in Genshin Impact mit fremden Personen chatten?

Beide Stores nennen eine Chat- beziehungsweise Kontaktfunktion zu anderen Spielenden - Apple mit dem Zusatz „Nachrichten und Chat“, Google Play mit „Chats ... im Spiel“. Wie die Funktion genau funktioniert und ob sie sich einschränken lässt, beschreibt keine der geprüften Quellen.

Was kostet Genshin Impact?

Herunterladen und Spielen sind kostenlos. Optionale In-App-Käufe kosten laut Google Play Store Deutschland zwischen 0,99 € und 99,99 € bei Abrechnung über Google Play.

Gibt es bei Genshin Impact eigene Elternfunktionen?

Keine der geprüften Quellen beschreibt ein eigenes Elternkonto oder eine spielinterne Altersprüfung des Anbieters. Kaufsperren und Zeitgrenzen lassen sich nur über die Geräteeinstellungen setzen, bei Apple über die Bildschirmzeit und bei Android über Google Family Link.

Zuletzt geprüft am 08.10.2026

Quellen

Redaktioneller Stand

Geprüft am
08.10.2026
Geprüft von
Redaktion medienbewusst.de
Belege
4 Quellen, unten aufgeführt
Wiedervorlage
08.10.2027

Wir prüfen Angaben gegen die Stelle, die zuständig ist - Gesetzestext, Behörde, Anbieter oder Studie - und nennen sie. Veraltet eine Angabe, gilt das Datum oben als Hinweis darauf, wie alt sie ist. Wie wir arbeiten