Valorant: Steckbrief für Eltern
USK und PEGI stufen Valorant wegen realistischer Gewaltdarstellung unabhängig voneinander ab 16 Jahren ein. Käufe betreffen nur Kosmetik, Chat und Sprachchat laufen auch mit fremden Mitspielern.
Ab welchem Alter?
- USK-Kennzeichnung
- Ab 16 Jahren (USK-Prüftitel 48010/20 für die PC-Fassung, Prüfdatum 05.03.2020; ein zweiter Eintrag 48176/20 für eine „Event Version“ trägt dieselbe Freigabe). Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG, so wörtlich der USK-Prüftitel 48010/20 (Bildträger PC, Prüfdatum 05.03.2020, Sprache englisch, Hersteller „Riot Games, Inc.“).
- PEGI
- PEGI 16, mit den Deskriptoren Violence und In-game purchases. Begründung wörtlich: „This game has received a PEGI 16 because it features strong violence and sustained depictions of violence towards human characters. Not suitable for persons under 16 years of age.“ Laut PEGI-Eintrag veröffentlicht am 20.03.2020 für PC, Herausgeber „Riot Games Limited“. Europäische Kennzeichnung. In Deutschland gilt die USK.
Diese Angaben setzen voraus, dass im Konto das richtige Alter steht. Eine verlässliche Altersprüfung bei der Anmeldung gibt es hier nicht - ein Kind, das ein falsches Geburtsjahr einträgt, bekommt die Einstellungen der älteren Altersgruppe.
Steckbrief
Angaben geprüft am 08.10.2026.
Das Spiel
| Herausgeber | Laut PEGI-Eintrag „Riot Games Limited“; der USK-Prüftitel nennt dagegen „Riot Games, Inc.“ als Hersteller - vermutlich die US- und die EU/UK-Gesellschaft desselben Unternehmens, eine Erklärung dafür geben beide Quellen nicht. |
|---|---|
| Art des Spiels | Taktischer Mehrspieler-Shooter aus der Egosicht. Die USK nennt als Genre wörtlich „Shooter (online/LAN)“, PEGI beschreibt Valorant wörtlich als „first-person tactical team shooter that allows players to strategize with a team of 4 other players in online 5v5 multiplayer gameplay“. |
| Läuft auf | Laut PEGI-Eintrag nur PC, veröffentlicht am 20.03.2020. Weitere Plattformen, etwa eine Mobilfassung, nennt der abgerufene PEGI-Eintrag nicht (Stand Abruf 08.10.2026). |
| Online-Funktionen | ja. PEGI beschreibt Valorant wörtlich als „first-person tactical team shooter that allows players to strategize with a team of 4 other players in online 5v5 multiplayer gameplay“. |
Wer Kontakt aufnehmen kann
| Textchat | ja, Textchat. Riot moderiert Nachrichten laut eigener Angabe automatisiert, wörtlich: „We have systems in place to detect such communications, whether they're typed or spoken.“ |
|---|---|
| Sprachchat | ja, ins Spiel integrierter Sprachchat: Eine Kommunikationssperre (Comms Restriction) nimmt laut Riot-Support ausdrücklich „voice or text chat“ gleichermaßen, verhängt für 1, 3, 7, 14 oder 365 Tage. |
| Private Welten und Server | unbekannt - dazu äußert sich keine der geprüften Quellen. |
| Inhalte von anderen Spielern | unbekannt - weder USK noch PEGI nennen nutzergenerierte Inhalte für Valorant, anders als etwa bei Fortnite oder Roblox. Einzelheiten kennt nur der Anbieter, nicht geprüft. |
Was es kostet
| Käufe im Spiel | ja, In-Game-Käufe. Laut PEGI können Spieler kosmetische Inhalte wie Waffenskins, „Gun Buddies“ und Profilbilder im Store kaufen oder über einen käuflichen „Contract“ freischalten; das Spiel selbst bleibt laut PEGI auch ohne solche Käufe vollständig spielbar. |
|---|---|
| Zufallskäufe (Lootboxen) | nein, laut PEGI-Eintrag kein Deskriptor für Zufallsobjekte („Paid random items“). PEGI beschreibt die Käufe in Valorant als Kauf konkreter, bekannter Gegenstände im Store oder über Contracts, nicht als Zufallsziehung. |
| Saisonpass | ja, dem Sinne nach: Laut PEGI ist ein „Contract“ wörtlich „a content pass that players can purchase with real money that allows players to unlock content such as skins, character cards, and Gun Buddies as they play the game“ - vergleichbar mit einem Battle Pass in anderen Spielen. |
Was zum Weiterspielen drängt
| Zusatzhinweise der USK | Die abgerufene USK-Titelseite nennt keine weiteren Deskriptoren oder Inhaltshinweise über die Alterskennzeichnung hinaus (Abruf 08.10.2026). |
|---|---|
| Zeitdruck im Spiel | unbekannt im Einzelnen - zu Saisons oder zeitlich rotierenden Store-Angeboten äußert sich keine der geprüften Quellen. |
| Tägliche Belohnungen | unbekannt - dazu äußert sich keine der geprüften Quellen. |
Wie lange eine Runde dauert
| Dauer einer Runde | Gespielt wird, bis ein Team 13 Runden gewonnen hat. Der kürzere Modus Spike Rush dauert laut Riot im Schnitt 8 bis 12 Minuten. |
|---|---|
| Pausieren und Aufhören | Pausieren geht nicht. Wer ein Ranglistenspiel verlässt, verliert Ranglistenpunkte und kann für Teamspiele gesperrt werden. |
Was Eltern einstellen können
| Elternfunktionen | Eine eigene Kindersicherung für Valorant nennt Riot auf den geprüften Support-Seiten nicht. Für ein Riot-Konto braucht ein minderjähriges Kind laut den Nutzungsbedingungen die Einwilligung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten, der dann laut Riot wörtlich „responsible for all use of the account and compliance with these Terms by the minor, including all purchases made on the account“ ist. Eine feste Altersgrenze wie 13 oder 16 nennt Riot dafür nicht, nur die Pflicht zur Einwilligung. Wirksamer bleibt deshalb die Kindersicherung auf PC-Ebene und die Absicherung des Riot-Kontos selbst. |
|---|
Was die Alterskennzeichnung bedeutet
USK und PEGI stufen Valorant unabhängig voneinander auf 16 Jahre ein. Die USK gibt den Prüftitel wörtlich „Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG“ (Prüfnummer 48010/20, Prüfdatum 05.03.2020). PEGI begründet seine Einstufung mit Gewaltdarstellung, wörtlich: „This game has received a PEGI 16 because it features strong violence and sustained depictions of violence towards human characters.“
Das ist strenger als bei vielen anderen Online-Shootern mit USK oder PEGI 12, etwa Fortnite. PEGI beschreibt die Treffer in Valorant als „realistic as well as sustained“ und nennt Bluteffekte bei Treffern; getötete Spielfiguren bleiben laut PEGI sichtbar, eine Verstümmelung nach dem Tod ist aber nicht möglich.
Beide Prüfstellen beziehen sich auf die PC-Fassung - eine eigene Einstufung für Konsole oder Mobilgeräte nennt keine der beiden Quellen, weil Valorant laut PEGI-Eintrag bislang nur für PC erschienen ist.
Was Kinder in Valorant tun können
Valorant ist ein 5-gegen-5-Taktik-Shooter: Zwei Teams planen das Legen und Entschärfen einer virtuellen Bombe und wechseln dabei laut PEGI „alternating between attack and defense positions“. Dafür steht Text- und Sprachchat mit dem eigenen Team zur Verfügung - je nach Spielmodus auch mit Personen, die das Kind vorher nicht kannte.
Käufe betreffen laut PEGI ausschließlich kosmetische Inhalte wie Waffenskins, „Gun Buddies“ oder Profilbilder, erhältlich im Store oder über einen zeitlich laufenden „Contract“ - das eigentliche Spiel bleibt laut PEGI auch ohne solche Käufe vollständig spielbar.
Wer sich im Chat oder per Sprache danebenbenimmt, kann von Riot eine Kommunikationssperre erhalten, die ausdrücklich „voice or text chat“ gleichermaßen sperrt - gestuft von einem Tag bis zu 365 Tagen.
Was Sie einstellen können
Riot-Konto für ein Kind richtig anlegen
Ein minderjähriges Kind braucht laut Riots Nutzungsbedingungen für ein eigenes Konto die Einwilligung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten; ohne diese Einwilligung ist ein Konto nur Volljährigen oder rechtlich selbstständigen Minderjährigen erlaubt. Wer einwilligt, haftet laut Riot wörtlich für „all use of the account and compliance with these Terms by the minor, including all purchases made on the account“.
Käufe am Riot-Konto absichern
Zahlungen laufen bei Valorant über das Riot-Konto am PC, nicht über eine App-Store-Sperre wie auf dem Smartphone. Wirksam ist deshalb, keine Zahlungsmethode dauerhaft im Konto zu hinterlegen und die von Riot im eigenen Hilfe-Center beschriebene Multi-Faktor-Authentifizierung für das Konto einzurichten, damit nicht allein ein Passwort über den Zugriff entscheidet.
Chat und Sprachchat gemeinsam besprechen
Besprechen Sie mit dem Kind, dass im Team-Chat und besonders im Sprachchat auch fremde Mitspieler mitlesen oder mithören, sobald die Gruppe nicht vollständig aus bekannten Personen besteht. Riot filtert Nachrichten laut eigener Angabe automatisiert, „ob getippt oder gesprochen“ - das ersetzt aber nicht das Gespräch darüber, keine echten Namen, Adressen oder Kontaktdaten weiterzugeben.
Einen Mitspieler oder eine Nachricht melden
Nach einem Match lässt sich laut Riot-Support ein Mitspieler über die Spielhistorie melden. Verstöße gegen die Kommunikationsregeln können zu einer Kommunikationssperre führen, die laut Riot ausdrücklich „Unable to use voice or text chat in VALORANT“ bedeutet - gestuft von einem Tag bis zu 365 Tagen, je nach Schwere.
Vor jedem Kauf gemeinsam hinschauen
Da laut PEGI alle Käufe in Valorant kosmetisch sind und das Spiel „can still be played without the need to purchase such items“, lohnt vor jedem Kauf ein kurzer gemeinsamer Blick darauf, was ein „Contract“ oder ein Store-Angebot tatsächlich freischaltet - und ob überhaupt eine Zahlungsmethode hinterlegt ist.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist Valorant freigegeben?
USK und PEGI stufen Valorant unabhängig voneinander ab 16 Jahren ein. Die USK begründet das wörtlich mit „Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG“ (Prüftitel 48010/20), PEGI mit Gewaltdarstellung: „This game has received a PEGI 16 because it features strong violence and sustained depictions of violence towards human characters.“
Kann mein Kind in Valorant mit fremden Personen chatten oder sprechen?
Ja, über Text- und Sprachchat mit dem eigenen Team - teils auch mit Personen, die das Kind nicht kennt, wenn die Gruppe nicht geschlossen ist. Riot moderiert Nachrichten laut eigener Angabe automatisiert, unabhängig davon, ob sie „getippt oder gesprochen“ sind.
Was kostet Valorant, und was kauft man dort?
Das Spiel selbst ist kostenlos. Käufe betreffen laut PEGI ausschließlich kosmetische Inhalte wie Waffenskins, „Gun Buddies“ oder Profilbilder im Store oder über einen käuflichen „Contract“ - das Spiel bleibt laut PEGI auch ohne solche Käufe vollständig spielbar. Konkrete Europreise nennt keine der geprüften Quellen.
Braucht mein minderjähriges Kind meine Zustimmung für ein Riot-Konto?
Ja. Laut Riots Nutzungsbedingungen braucht ein Kind, das weder volljährig noch rechtlich selbstständig ist, die Einwilligung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten - der dann für die Nutzung des Kontos und alle darüber getätigten Käufe des Kindes mitverantwortlich ist. Eine feste Zahl wie 13 oder 16 nennt Riot dafür nicht.
Was passiert, wenn mein Kind im Chat auffällt oder gemeldet wird?
Riot kann eine Kommunikationssperre verhängen, die laut eigener Angabe ausdrücklich „Unable to use voice or text chat in VALORANT“ bedeutet - gestuft von einem Tag bis zu 365 Tagen, je nach Schwere des Verstoßes. Auch das Kind selbst kann umgekehrt über die Spielhistorie andere Mitspieler melden.
Zuletzt geprüft am 08.10.2026
Quellen
- PEGI-Einstufung Valorant · Pan European Game Information (PEGI)
- Riot-Support: Kommunikationssperren und Melden · Riot Games Support
- Riot Games Nutzungsbedingungen: Konten Minderjähriger · Riot Games, Inc.
- Riot Games Privacy Notice: Daten Minderjähriger · Riot Games, Inc.
- USK-Prüftitel Valorant (PC) · Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 08.10.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Belege
- 5 Quellen, unten aufgeführt
- Wiedervorlage
- 08.10.2027
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