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Sind wir ein gutes Vorbild? Der Familien-Check

Dieser Selbsttest zeigt Ihnen ehrlich, wie es um Ihre eigene Mediennutzung als Vorbild für Ihr Kind steht - ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Ihre Antworten werden nicht gespeichert.

1 Liegt Ihr Handy während gemeinsamer Mahlzeiten griffbereit auf dem Tisch?

Mahlzeiten sind oft die einzige feste gemeinsame Zeit am Tag. Ein Handy direkt daneben signalisiert dem Kind, dass jederzeit etwas Wichtigeres dazwischenkommen kann.

2 Wie reagieren Sie, wenn Ihr Kind Ihnen etwas erzählen möchte, während Sie am Handy sind?

Wird ein Kind beim Erzählen wiederholt vertröstet, versucht es es irgendwann gar nicht mehr. Dieses Wegschauen vom Kind zugunsten des Bildschirms nennt man Technoferenz.

3 Liegt Ihr Handy nachts in Reichweite des Betts, etwa auf dem Nachttisch, und wird dort auch noch genutzt?

Was abends im Elternschlafzimmer üblich ist, hält ein Kind später oft auch für sein eigenes Gerät für normal.

4 Wie halten Sie es mit dem Handy, wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind - auf dem Spielplatz, beim Spazieren oder im Wartezimmer?

Wer aufs Handy schaut, sieht nicht, was das Kind gerade braucht oder was um es herum passiert. Kinder merken sehr genau, ob jemand wirklich zuschaut.

5 Gelten die Medienregeln, die Sie für Ihr Kind aufgestellt haben, in ähnlicher Form auch für Sie selbst?

Eine Regel, die nur fürs Kind gilt, wirkt schnell unfair und wird entsprechend schlechter angenommen.

6 Wie gehen Sie damit um, bevor Sie ein Foto Ihres Kindes in sozialen Netzwerken oder einer Chatgruppe teilen?

Auch ein Kind hat ein eigenes Recht am eigenen Bild. Wer vorher fragt, nimmt das Kind als eigene Person ernst und nicht nur als Motiv.

7 Wie schnell beantworten Sie eingehende Nachrichten, wenn Sie gerade Zeit mit der Familie verbringen?

Jedes Signalgeräusch, auf das sofort reagiert wird, unterbricht gerade das, was in diesem Moment eigentlich dem Kind gehören sollte.

8 Gibt es in Ihrer Familie feste Zeiten oder Orte, an denen alle Handys weggelegt werden - auch die der Erwachsenen?

Handyfreie Zeiten wirken nur, wenn sie für alle gelten. Sonst lernt das Kind vor allem eines: Die Regel gilt für die anderen.

9 Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch darüber, warum Sie selbst manchmal am Handy sind oder was Sie dort gerade machen?

Wer kurz erklärt, warum das Handy gerade in der Hand ist, macht die eigene Mediennutzung nachvollziehbar - statt sie zu einem unerklärten Dauerzustand werden zu lassen.

10 Wie gut gelingt es Ihnen, am Wochenende oder im Urlaub wirklich abzuschalten, statt ständig erreichbar zu sein?

Freie Zeit, die laufend von Arbeits-Nachrichten unterbrochen wird, ist für das Kind kaum von einem gewöhnlichen Arbeitstag zu unterscheiden.

Ihre Antworten werden nicht gespeichert. Wir zählen nur, welche Einschätzung herauskommt - ohne Bezug zu Ihnen.