Pinterest: Steckbrief für Eltern
Pinterest erlaubt laut AGB ab 13 Jahren, wenn das Landesrecht nicht mehr verlangt; in Deutschland braucht die Einwilligung in Datenverarbeitung bis 16 die Eltern (Art. 8 DSGVO). Geprüft wird das Alter nicht.
Ab welchem Alter?
ab 13 Jahren
Eine Regel aus den Nutzungsbedingungen, also ein Vertrag - kein Gesetz. Der Dienst prüft das Alter in der Regel nicht nach.
13+
Apples eigene Einstufung im deutschen App Store, unabhängig von der USK. Apple hat seine Altersstufen zum 31. Januar 2026 umgestellt (4+, 9+, 13+, 16+, 18+); zu sehen sind sie auf Geräten ab iOS 26. Auf einem älteren iPhone kann noch die frühere Einstufung 12+ stehen. Im App Store ansehen · Apple zur Umstellung
Diese Angaben setzen voraus, dass im Konto das richtige Alter steht. Eine verlässliche Altersprüfung bei der Anmeldung gibt es hier nicht - ein Kind, das ein falsches Geburtsjahr einträgt, bekommt die Einstellungen der älteren Altersgruppe.
Steckbrief
Angaben geprüft am 21.10.2026.
Der Dienst
| Anbieter | Pinterest Europe Ltd. (Pinterest, Inc.), Dublin, Irland |
|---|---|
| Art des Dienstes | Soziales Netzwerk für Bilder und Videos auf virtuellen Pinnwänden (Bildersuche und Ideensammlung) |
| Verfügbar auf | Android, iPhone/iPad (iOS) und als Web-Anwendung; Google Play stuft die App in Deutschland mit USK ab 12 Jahren ein |
| Geschäftsmodell | kostenlos; finanziert über Werbung (gesponserte Pins) |
Wer Kontakt aufnehmen kann
| Direktnachrichten | ja, Nachrichten und Gruppenchats; unter 16 Jahren laut Anbieter nur mit gegenseitigen Followern (denen man selbst folgt und die zurückfolgen) |
|---|---|
| Kontakt durch Unbekannte | eingeschränkt unter 18: das Profil ist laut Anbieter dann privat und nicht auffindbar, ab 16 Jahren lässt es sich in den Einstellungen öffentlich stellen. Zu einem Gruppenchat kann nur hinzufügen, wem man folgt und wer zurückfolgt. |
| Öffentliches Profil | möglich, bei unter 18-Jährigen laut Anbieter aber standardmäßig privat, ab 16 Jahren auf öffentlich stellbar. Öffentliche Pinnwände lassen sich laut jugendschutz.net-Projekt webhelm auch ohne eigenes Konto ansehen - weitere Interaktionen sind dann ausgeschlossen. |
| Standort | unbekannt - ein Teilen des eigenen Standorts mit anderen Nutzern nennt keine der geprüften Anbieterquellen, und wie die App den Gerätestandort erfasst, ist hier nicht belegt |
| Live-Funktionen | unbekannt - dazu liefert keine der geprüften Anbieterquellen eine Angabe |
Was es kostet
| Werbung | ja, personalisierte Werbung (gesponserte Pins); für Nutzer unter 18 Jahren in der EU und im Vereinigten Königreich laut Anbieter automatisch deaktiviert, bis sie 18 werden |
|---|---|
| Käufe in der App | laut Google Play Store enthält die App In-App-Käufe - wofür genau, nennt der Store-Eintrag nicht (unbekannt) |
Was die Nutzung verlängert
| Vorgeschlagene Inhalte | ja, die Startseite wird laut jugendschutz.net-Projekt webhelm von einem Algorithmus anhand der eigenen Aktivität individuell zusammengestellt |
|---|---|
| Endloses Scrollen | unbekannt - dazu liefert keine der geprüften Anbieterquellen eine Angabe |
| Automatisch nächstes Video | unbekannt - dazu liefert keine der geprüften Anbieterquellen eine Angabe |
Was Eltern einstellen können
| Elternfunktionen | keine eigene Elternaufsicht-Funktion mit Zeitgrenzen oder Freigabe einzelner Inhalte; stattdessen altersabhängige Standardeinstellungen (privates Profil, eingeschränkte Nachrichten, deaktivierte Kommentare und Werbepersonalisierung bis 18), die der Konto-Inhaber selbst lockern kann |
|---|---|
| Melden und blockieren | ja, laut Anbieter lassen sich Pins, Kommentare, Nachrichten, Pinnwände und Konten melden, auch anonym; eine Blockierfunktion für Nutzer nennt das jugendschutz.net-Projekt webhelm |
Daten und Nutzen
| Eigene Inhalte | ja, eigene und von anderen übernommene Bilder und (Kurz-)Videos auf Pinnwänden (Pins), dazu Kommentare |
|---|---|
| Was an Daten anfällt | Nach Art. 8 DSGVO dürfen Kinder in Deutschland erst ab 16 Jahren selbst in die Verarbeitung ihrer Daten einwilligen, darunter braucht es die Eltern. Bei unter 18-Jährigen in der EU und im Vereinigten Königreich ist personalisierte Werbung laut Anbieter automatisch ausgeschaltet. |
| Wofür der Dienst gut ist | Sammeln von Ideen zu Hobbys, Rezepten, Deko oder Schule auf eigenen Pinnwänden - ohne den Zwang zur Selbstdarstellung mit eigenem Gesicht wie in einem klassischen Feed. |
Drei Altersangaben: AGB, DSGVO und Store
Die Nutzungsbedingungen setzen die Untergrenze bei 13 Jahren: Personen unter 13 Jahren sind nicht berechtigt, Pinterest zu nutzen. Ab 13 gilt das laut AGB aber nur, wenn zusätzlich das Mindestalter im eigenen Land erreicht ist - die 13 ist eine vertragliche Regel des Anbieters, keine gesetzliche Freigabe.
Gesetzlich zählt in Deutschland Art. 8 DSGVO: Erst ab 16 Jahren darf ein Kind selbst in die Verarbeitung seiner Daten durch einen Online-Dienst einwilligen, darunter braucht es die Zustimmung der Eltern. Google Play stuft die App in Deutschland zusätzlich mit USK ab 12 Jahren ein - eine Einstufung im Store, keine Prüfung wie bei einem Computerspiel.
Zwischen 13 und 18 Jahren gilt laut AGB ohnehin: Pinterest darf nur mit Erlaubnis eines Elternteils genutzt werden, und dieses Elternteil muss die AGB mit dem Kind besprochen haben. Geprüft wird das bei der Anmeldung nicht - ein eingetragenes Geburtsdatum reicht.
Was sich automatisch ändert, solange ein Konto unter 18 angegeben ist
Für ein Konto, dessen angegebenes Alter unter 18 liegt, stellt Pinterest nach eigenen Angaben mehrere Dinge automatisch enger: Das Profil ist privat und damit nicht auffindbar - öffentlich stellbar ist es laut Anbieter erst ab 16 Jahren. Unter 16 Jahren sind selbst erstellte Pinnwände und Pins nur für eingeladene Follower sichtbar, und Nachrichten laufen nur zwischen Nutzern, die sich gegenseitig folgen.
Kommentare unter den eigenen Pins sind bis zum 18. Geburtstag abgeschaltet, und wer in der EU oder im Vereinigten Königreich unter 18 ist, bekommt laut Anbieter keine personalisierte Werbung mehr - das schaltet sich erst mit 18 automatisch wieder ein. Alle diese Einstellungen lassen sich jederzeit lockern, eine eigene Elternaufsicht mit Zeitgrenzen nennt der Anbieter aber nicht. Wie Pinterest und andere Wege an Video-Sperren vorbeiführen, steht unter Versteckte Wege zu Videos.
Was Sie einstellen können
Das angegebene Geburtsdatum prüfen
Die Teen-Schutzfunktionen hängen vollständig am bei der Anmeldung eingetragenen Alter. Ist es falsch oder zu hoch eingetragen, greifen weder das private Profil noch die eingeschränkten Nachrichten.
Profil-Sichtbarkeit in den Einstellungen nachsehen
Unter Konto, Datenschutz und Daten lässt sich prüfen, ob das Profil wirklich privat ist - besonders wichtig, sobald ein Kind 16 wird und es selbst öffentlich stellen kann.
Gruppenchat-Einladungen gemeinsam ansehen
Auch mit der Beschränkung auf gegenseitige Follower bleibt die Frage, wen das Kind als Follower akzeptiert. Eine Einladung zu einem Gruppenchat vorher gemeinsam prüfen, bevor sie angenommen wird.
Melden und blockieren einmal gemeinsam durchklicken
Melden lassen sich laut Anbieter Pins, Pinnwände, Kommentare, Nachrichten und Konten, auch anonym; dazu kommt eine Blockierfunktion für Nutzer. Einmal zusammen ansehen, bevor ein Problem auftritt, nicht erst danach.
Häufige Fragen
Pinterest ab welchem Alter?
Laut Nutzungsbedingungen ab 13 Jahren, sofern auch das Mindestalter im eigenen Land erreicht ist; zwischen 13 und 18 braucht es laut AGB die Erlaubnis eines Elternteils. In Deutschland dürfen Kinder nach Art. 8 DSGVO erst ab 16 selbst in die Datenverarbeitung einwilligen. Google Play stuft die App mit USK ab 12 ein. Geprüft wird das Alter bei der Anmeldung nicht.
Kann mein Kind Pinterest auch ohne eigenes Konto sehen?
Ja. Öffentliche Pinnwände lassen sich ohne Anmeldung ansehen, auch über eine normale Suchmaschine. Merken, Kommentieren und Nachrichten bleiben dabei gesperrt.
Was macht Pinterest automatisch anders, wenn ein Konto als unter 18 eingetragen ist?
Das Profil ist privat, Nachrichten laufen nur mit gegenseitigen Followern, Kommentare unter eigenen Pins sind abgeschaltet und personalisierte Werbung ist in der EU und im Vereinigten Königreich deaktiviert - jeweils bis zum 18. Geburtstag.
Gibt es bei Pinterest eine Elternaufsicht wie bei anderen Apps?
Eine eigene Elternaufsicht-Funktion mit Zeitgrenzen oder Freigabe einzelner Inhalte nennt der Anbieter nicht. Es gibt stattdessen die altersabhängigen Standardeinstellungen, die ein Kind selbst lockern, aber nicht zusätzlich verschärfen muss.
Zuletzt geprüft am 21.10.2026
Quellen
- Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Artikel 8 Absatz 1 · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union · 04.05.2016
- Pinterest - App-Eintrag Google Play (Deutschland) · Google / Pinterest
- Nutzungsbedingungen · Pinterest Europe Ltd. / Pinterest, Inc.
- Teen-Sicherheitsoptionen · Pinterest Europe Ltd. / Pinterest, Inc.
- Pinterest (Starterkit) · webhelm (Projekt von jugendschutz.net)
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 21.10.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Belege
- 5 Quellen, unten aufgeführt
- Wiedervorlage
- 21.10.2027
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