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Kidsville - Stadt der neun Abenteuer

Ein Erwachsener und ein Kind schauen gemeinsam auf einen bunten Stadtplan auf dem Bildschirm.
Kidsville.de verpackte Medienkompetenz für Kinder in eine spielerische Stadt mit neun Häusern.

Diese Archivseite beschreibt, wie Kidsville.de 2010 aussah: eine Mitmachstadt mit neun Themenhäusern für Kinder. Ob sie heute noch existiert, prüft der Text nicht.

Kidsville.de war eine Mitmachseite für Kinder, aufgebaut wie ein bunter Stadtplan: Statt eines Menüs gab es neun Themenhäuser zum Anklicken, von einer Bücherei zum Lesen und Veröffentlichen eigener Geschichten bis zu einem Atelier mit Mal- und Bastellinks. Betrieben wurde sie laut der Besprechung von 2010 seit 1998 von der Kidsville GbR; die Beiträge der Kinder liefen vor der Veröffentlichung durch eine redaktionelle Kontrolle. Dieser Text beschreibt den Stand von damals - ob die Seite heute noch in dieser Form online ist, wurde dafür nicht neu geprüft.

Wie Kidsville.de aufgebaut war

Kunterbunt erstreckt sich die Welt von Kidsville.de auf dem Bildschirm. Wer den knalligfarbenen Stadtplan bewundert, fühlt sich wie in einer Bonbonlandschaft, in der jede Farbe eine neue Geschmacksrichtung offenbart. Ganz intuitiv lässt sich die Welt des Kidsvilles-Maskottchens - Formi der Ameise - schon für kleine Entdecker ohne Worte kinderleicht erforschen.

Die Mitmachstadt für Kinder eröffnet seinen kleinen Besuchern seit 1998 eine sichere Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, sich auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln und unter Aufsicht gefahrlos den Umgang mit dem World Wide Web zu erlernen. Ziel der Kidsville GbR ist es, spielerisch Medienkompetenz zu vermitteln. Seit dem Relaunch 2009 sollen jedoch auch zentrale Werte wie Verantwortung, Freundschaft, Toleranz und Solidarität unter den Usern gefördert werden. Dies geschieht in umfassender Weise durch ein abwechslungsreiches Angebot, was bei einem ersten Besuch unerschöpflich, fast erschlagend scheint.

Grau umrissen zeichnet sich hinter den Bergen von Kidsville zunächst die Bibliothek in Form einer Burg ab, in der die jungen Nutzer Geschichten und Gedichte anderer Kinder lesen und selbsterfundene Erzählungen veröffentlichen können. Gleich nebenan wird hinter unförmigen Fenstergläsern die Kidsvilla gebaut, die es technikinteressierten aber unerfahrenen Kindern ermöglichen soll eine eigene Webseite zu erstellen und Tagebucheinträge zu publizieren.

Die weiteren Themenhäuser im Einzelnen

Direkt davor ragen zwei Pinsel neben einem bunt bemalten Atelier-Gebäude empor, bei welchem man durch einen Klick zu Mal- und Bastellinks sowie zu einem Schreibkurs für Anfänger und Mitmach-Wortspielen gelangt. Das Sendezentrum steht nicht nur auf einer Schrägen, sondern gleichzeitig ganz im Zeichen der Kommunikation und lehrt Kinder, worauf bei E-Mails, Netiquette und Chat zu achten ist, während die Internautenstation im Stundenplan vorgibt, wann etwas über den Browser gelernt wird und wann über Shortcuts.

Die ausgeschmückte Weltzeugkiste und der Tiergarten erzählen buntbebildert über die Erde als Planet, Insekten und Abenteuergeschichten und geben praktische Tipps zum Umgang mit Haustieren.

Die Milchbar fungiert als Schnittstelle zwischen Kindern und Erwachsenen. Hier sind Mama, Onkel und Oma herzlich eingeladen, in einen „integrativen Austausch“ mit den Kindern zu treten und deren Sichtweisen kennen zu lernen. Das komfortable Rettungsboot bietet als letztes Themenhaus eine pädagogische Besonderheit auf dem Stadtplan. Hier werden die Kinder einerseits animiert, ihre Probleme offen zu legen und andererseits ermuntert, anderen helfend zur Seite zu stehen. Die Kommunikation der Nutzer wird dabei in jedem Themenbereich redaktionell betreut, moderiert und vor der Freigabe kontrolliert.

Kidsville.de auf einen Blick

WasLaut der Besprechung von 2010
ArtMitmachseite für Kinder, aufgebaut als Stadtplan mit neun Themenhäusern
BetreiberKidsville GbR
ModerationBeiträge der Kinder liefen vor der Veröffentlichung durch eine redaktionelle Kontrolle
ErwachsenenbereichDie „Milchbar“ richtete sich gezielt an Eltern und andere Erwachsene

Für welches Alter die Seite gedacht war

So unmöglich es also scheint, auch nur eines der Themenhäuser an einem Tag abzuarbeiten, so schwierig gestaltet sich ebenfalls die Ermittlung der angesprochenen Zielgruppe. Das Farbkonzept wirkt fast zu bunt, um den Designvorstellungen der Zielgruppe für „Flirttipps“, „Chats“ und „Liebeskummer“ gerecht zu werden. Dagegen lassen die Optik des Stadtplans, die kindgerechte Ansprache und Bedienung sowie die Ameise Formi eher auf ein Publikum im frühen Grundschulalter schließen. Hier spaltet sich die angesprochene Zielgruppe im Hinblick auf Inhalt und Layout, so gut beide auch in sich konzipiert sind, auf.

Fazit: Die breite Ansprache verschiedener Interessengruppen sticht positiv heraus. Für jeden Geschmack ist, gleich der bunten Bonbonwelt, etwas dabei. Lehrreiche Informationen über das Internet und andere Bildungsthemen sind von unterhaltsamen und spielerischen Elementen umhüllt und fördern Kreativität, Kommunikation, Internetkompetenz und Kontakte in einem einfachen Konzept namens Kidsville.

Checkliste: Mitmachseiten für Kinder einschätzen

Mitmachseiten für Kinder einschätzen

Fragen, die sich auf jede Mitmachseite für Kinder anwenden lassen - nicht nur auf Kidsville:

  • Werden Beiträge der Kinder vor der Veröffentlichung geprüft?Bei Kidsville lief das laut der Besprechung von 2010 redaktionell - fragen Sie bei anderen Seiten gezielt danach.
  • Gibt es einen eigenen Bereich für Eltern und andere Erwachsene?Die „Milchbar“ war bei Kidsville genau dafür gedacht.
  • Passt die Optik zum Alter Ihres Kindes?Schon die Redaktion bemerkte 2010 eine Spannung zwischen kindlicher Gestaltung und Themen für ältere Kinder.
  • Kennen Sie die Kontaktmöglichkeiten der Kinder untereinander?Chat- und Nachrichtenfunktionen sollten Sie kennen, bevor Ihr Kind sie nutzt.
  • Wissen Sie, ob die Seite überhaupt noch aktiv betrieben wird?Gerade bei älteren Empfehlungen wie dieser lohnt ein eigener Blick auf die aktuelle Seite.

Was war Kidsville.de?

Laut der Besprechung von 2010 eine Mitmachseite für Kinder, aufgebaut wie ein Stadtplan mit neun Themenhäusern - von einer Bücherei bis zu einem Bereich mit Bastellinks.

Wo lagen bei Kidsville die Bastellinks?

Im Themenhaus „Atelier“, direkt auf dem Stadtplan - dort gab es laut der Besprechung auch einen Schreibkurs für Anfänger.

Für welches Alter war Kidsville gedacht?

Die Redaktion sah 2010 vor allem Kinder im frühen Grundschulalter angesprochen, bemerkte aber auch Themen wie „Flirttipps“, die eher zu älteren Kindern passten.

Ist Kidsville.de heute noch online?

Das beschreibt dieser Text nicht - er gibt den Stand der Besprechung von 2010 wieder. Die aktuelle Erreichbarkeit lässt sich nur direkt auf der Seite prüfen.

Wer heute eine ähnliche Seite für sein Kind sucht, findet unter Kinderseiten, die taugen eine aktuelle Auswahl. Einen Überblick über altersgerechte Apps bietet Gute Apps nach Alter, und wie Medienkompetenz im Alltag gelingt, zeigt Medien sinnvoll nutzen.

Zuletzt geprüft am 05.10.2026

Redaktioneller Stand

Geprüft am
05.10.2026
Geprüft von
Redaktion medienbewusst.de
Wiedervorlage
04.10.2028

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