Schlagwort: Musik

Weihnachtsklänge aus fernen Ländern

„Alle Jahre wieder“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ – jeder kennt die traditionellen deutschen Weihnachtslieder. Ob im Supermarkt oder im Radio, überall ertönen die altbekannten Melodien. Passend zu den Feiertagen stellt sich da die Frage, wie Weihnachten eigentlich in anderen Ländern klingt. medienbewusst.de hat sich auf die Reise gemacht und ist der Frage auf den Grund gegangen.

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Peter Pan trifft auf das 21. Jahrhundert

ZDF tivi hat dieses Jahr die 26-teilige Animationsserie „Peter Pan- Neue Abenteuer“ veröffentlicht.
Diese ist jetzt auch als Hörspiel auf CD erhältlich.
Die ersten 3 Folgen des Hörspiels wurden im Oktober 2013 veröffentlicht.

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Ab ins All mit Mai Cocopelli

„Einmal Weltraum und zurück“ heißt das neue Album der beliebtesten österreichischen Sängerin Mai Cocopelli. Mit diesem Album hat sie Musik geschaffen, die durch die wechselnden Stilrichtungen für Mädchen und Jungen gleichermaßen interessant ist. Zeitgemäße Melodien mit kindlichen Texten.

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Träume, Tränen, Töne

Die neue Dokumentation „Träume, Tränen, Töne“ begleitet fünf Jugendliche während ihres Probejahres am Musikgymnasium Schloss Belvedere. In insgesamt 13 Episoden zeigt der Kinderkanal (KiKA) alle Höhen und Tiefen der Schüler auf ihrem Weg zur Musikkarriere – zu sehen ab dem 02.01.2013 montags bis freitags um 15:00 Uhr.

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Was ist eigentlich Klassische Musik?

„Musik gibt es überall im Leben. Im Konzertsaal oder dem Keller, in der Bahn oder in der Badewanne, im Bett oder im Bus. Wo leben ist, da ist auch Musik!“ Und diese Erfahrung können jetzt Kinder auf dem iPhone oder iPad machen. Die App Villa Cäcilia entführt in die Welt der Noten und Instrumente.

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Der User ist sein eigener Programmdirektor – Fabian Heuser

Musiksender sind Spartenkanäle, die sich überwiegend mit dem Thema Musik beschäftigen. Vor ein paar Jahren waren solche Sender auch in Deutschland sehr populär. Im Laufe der Zeit hat sich aber nicht nur das Publikum geändert – auch die Sender sind mit der Zeit gegangen: Musikfernsehen, das heißt heute entweder nonstop Datingshows und Klingeltonwerbung oder Bezahlfernsehen. Dass es auch anders geht, zeigt der Online-Musiksender tape.tv. Das Team dieser Plattform hat das MTV der 90er wiederbelebt und es mit den Vorteilen des Internets kombiniert. medienbewusst.de hat mit dem PR-Manager Fabian Heuser über das Konzept der Internetplattform tape.tv gesprochen.

tape.tv ist Musikfernsehen im Internet. Was genau unterscheidet Sie von ähnlichen Spartenprogrammen?
Es gibt Unternehmen, die tape.tv sehr ähnlich sind. Der wesentliche Unterschied ist unsere große Redaktion, die sich sehr eingehend mit den einzelnen Streams beschäftigt. Der User wird bei tape.tv zum eigenen Programmdirektor, der sich völlig unabhängig seine eigene Playlist erstellen kann. Wir nutzen dazu das sogenannte Pandora-Prinzip: Wenn ein Videoclip gefällt, drückt der User einfach auf das Herz und schon bekommt er weitere, ähnliche Musiktitel gezeigt. Nach dem gleichen Prinzip können aber auch ungeliebtere Stücke aus der persönlichen Playlist gestrichen werden.

Der Imagespot “tape.tv – the evolution” zeigt die Idee hinter tape.tv

Wie kommen Sie denn an die Videoclips?
Unsere Videos stammen aus sogenannten Labeldeals. So bekommen wir einerseits Angebote, wenn es um neue Alben oder Newcomer geht. Andererseits fragen auch wir bei den Labels an. Das ist immer dann der Fall, wenn wir bestimmte Videos haben möchten oder einen Künstler besonders unterstützen wollen. Zudem gibt es eine GEMA-Vereinbarung, sodass wir von einer YouTube-Problematik verschont bleiben sollten (lacht).

Wie gehen Sie mit Clips um, die aus jugendschutzrechtlichen Gründen im Fernsehen nicht vor 22 Uhr gezeigt werden dürften?
Wir müssen uns deutlich vor Augen halten, dass es im Netz keine Uhrzeiten gibt. Klar, es gibt auch deftige Videos und Texte, die insbesondere Jünger Zuschauer nicht sehen sollten. Deswegen gibt es auch bei tape.tv einen Jugendschutzbeauftragten, der ein Auge darauf hat. Gewaltverherrlichende Videos werden bei uns gar nicht gezeigt.

Gibt es in Zeiten von MP3-Playern überhaupt noch Bedarf an Musikvideos, war das nicht primär ein Phänomen der 90er Jahre?
Der Bedarf an Musikvideos ist nach wie vor vorhanden. Vor allem im Medienbereich hat es immer enorme technische Veränderungen gegeben. Musikvideos tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, diese Veränderungen harmonischer und ästhetischer zu machen. Dadurch entsteht eine neue Mechanik. Ein tolles Beispiel dafür ist der Video-Clip zu “The wilderness downtown” von Arcade Fire. Die haben in Zusammenarbeit mit Google einen interaktiven Videoclip erstellt der zeigt, was technisch heutzutage alles möglich ist.

Neben Videos bietet tape.tv auch verschiedene Formate an: Livekonzerte über den Dächern von Berlin unter dem Namen Auf den Dächern oder die interaktive Musik-Show on.tape. Dort treten Künstler exklusiv für tape.tv auf. Wie akquirieren Sie diese Künstler?
Es ist immer eine Redaktionsentscheidung, welche Künstler wir durch solche Formate pushen wollen. Die Musiker können aber auch selbst bei uns anfragen und werden dann natürlich auch vergütet. Der User kann das Ganze jedoch nach wie vor kostenlos nutzen.

Alles kostenlos – wie verdient tape.tv Geld?
Wir sind werbefinanziert. Das wird sichtbar, wenn die User auf die Streams klicken. Da gibt es kleine Werbeclips oder Banner, die zwischen den Videos gezeigt werden. Der User kann diese Werbung zum Teil auch wegklicken.

Welche Ziele hat sich tape.tv für die Zukunft gesetzt?
Expansion in alle Richtungen (lacht). Wir möchten gern England und Frankreich mit unseren Konzept erobern. Optische Veränderungen wird es sicherlich auch geben, allerdings gibt es da noch keine konkreten Pläne.

 

medienbewusst.de bedankt sich bei Fabian Heuser für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.

Punkrock ohne Mindestalter – Eine Reportage

Jede Menge Bier, ungeduschte Gäste und Tanzstile, die das ungeübte Auge als mittelschwere Massenschlägerei identifizieren würde. Ein Festival ist nichts für Jedermann. Männersache ist es hingegen definitiv: Klares Wasser, saubere Toiletten und Kuschelkissen – alles Firlefanz, der auf derartigen Veranstaltungen nichts zu suchen hat. Ebenso wie all die, die das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Sollte man meinen. Doch Peter Eberhardt und Susi Knobloch haben mit ihrem “Rockfestival an der Ilm” genau das Gegenteil bewiesen und gezeigt, wie man Punkrock familientauglich macht.

Langewiesen im Juni 2012. Ein weitläufiger Acker, direkt unter der sich im Bau befindlichen neuen ICE-Trasse, war Schauplatz des “Rockfestival an der Ilm”. Weit ab von Nachbarn, die sich durch hämmernde Bässe und enthusiastischen Fans belästigt fühlen könnten, gaben sich Ska-, Punk- und Metalbands aus ganz Deutschland die Klinke in die Hand. Die drei Punker rund um Bottrops-Frontmann Bang Bang Benno tischten bereits zu Festivalbeginn besten Deutschpunk aus Berlin auf. Das größtenteils kurzrasierte und buntgefärbte Publikum zeigte sich dennoch etwas verhalten und nahm Abstand von Pogo und Moshpit. Kein Problem für die zahlreichen jüngeren Besucher. Wer sich nicht mehr im Kinderwagen halten konnte, dem bot das weitläufige Wiesengelände allerhand Platz zum Austoben. Kinder auf einem Punkrockfestival – für Veranstalterin Susi Knobloch längst nichts Ungewöhnliches mehr: “Die Kinder sind Teil der Crew. Unser Publikum wird eben auch älter und bekommt Nachwuchs, warum sollte der nicht mitkommen?” Die Festivalbesucher Rudi und Melle stimmen dem zu: “Heutzutage gibt es nicht mehr diese starke Bindung zu den Großeltern. Statt die Kinder auszuquartieren, werden sie einfach mitgenommen. Und den Festivals fehlt einfach der jugendliche Nachwuchs, deswegen ist es allgemein so, dass solche Veranstaltungen immer familienfreundlicher werden.”

Abrocken steht an erster Stelle

Dass auch in Langewiesen Groß und Klein auf ihre Kosten kamen, dafür sorgten unter anderem der Eis und Crêpes vor und die Band Atemnot auf der Bühne. Egal, ob mit harten Griffen auf der E-Gitarre oder sanfteren Klängen von der Wanderklampfe – Sänger Einhorn brachte Bewegung in die Besucherbande vor der Bühne. Selbst Erstklässer Julien zeigte sich textsicher. „Ihm geht es in erster Linie darum, dass er zu Hause richtig abrocken kann. Die Texte sind egal“, erzählte Mutter Kathrin. Angst, dass diese doch eher raue Musikszene
ihren Jüngsten negativ beeinflusst, hat sie nicht: „Ich glaube, dass die Kinder sowieso meistens genau die Richtung im Leben einschlagen, die die Eltern nicht gewählt haben. Einfach um sich abzugrenzen.“ Noch ist der elterliche Einfluss unübersehbar – zumindest was die Haartracht anbelangt. Doch laut Julien sind Änderungen vorbehalten: Berufswunsch? Bürgermeister!

Auch die elfjährige Isa bleibt von der Szene-Uniformierung unbeeindruckt: „Ich habe sie mitgenommen, weil ihr die Musik gefällt“, erzählt Papa Joachim, „warum sollte das einen schlechten Einfluss haben? Sie lässt sich bisher leider noch nicht mal vom Tanzspektakel vor der Bühne mitreißen (lacht).“ Zu vorgerückter Stunde wurde in Langewiesen jedoch weit mehr als drei Akkorde geboten: Während sich der Punknachwuchs ins heimische Nachtquartier zurück zog, wurden die Metalheads unter den Besuchern des Rockfestivals noch einmal ordentlich wach gerüttelt: Die Musiker von Mainpoint kombinierten szenetypisch langes Haupthaar mit deftigen Riffs und handfester Publikumsintegration durch Sänger Axl. Die “Großen” feierten mit Bands wie The Pokes und Vibration Syndicate bis in die frühen Morgenstunden.

Moris und Kathrin haben mit ihrem Sohn Julien das Festival besucht (links). Die beiden Jungs Corvin und Finnegan hatten trotz des schlechten Wetters ihren Spaß (rechts).

Zaubershow und Kinderschminken

Beim Frühschoppen am nächsten Morgen fanden sich jedoch nur vereinzelt Anzeichen von Müdigkeit. Putzmunter waren vor allem die Kleinen, die sich ungeachtet harscher Texte aus dem Festzelt bei der Zaubershow vor der Bühne vergnügten. Neben einer Hüpfburg und Kinderschminken sorgte auch der Ilmenauer Eismann erneut für strahlende Kindergesichter. Helferin Franziska, die als Sanitäterin auf dem Festival tätig war, zieht ein positives Resümee: “Es war wieder schön zu sehen, wie sich die Generationen auf dem Rockfestival zusammengefunden haben – Alt und Jung haben gemeinsam Spaß gehabt!” Wirklich viel zu tun hatte sie allerdings nicht: “Es gab keine Zwischenfälle, ich habe nur einmal ein kleines Pflaster kleben müssen (lacht).” Zufrieden ist auch Veranstalter Peter Eberhardt: “Wir hatten hier bereits im letzten Jahr ein kleines Woodstock-Revival – wo sich irgendwie jeder lieb hatte und durch die Gegend tanzte. In diesem Jahr haben wir das wieder geschafft!” Mehr noch: Das Veranstaltungsteam hat bewiesen, dass Festivals weit mehr bieten können als Hardcore-Tänzer und meterlange Schlangen vor den Toiletten. Das “Rockfestival an der Ilm” – eine Sache für Jedermann – und Familien!