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iPhone für Kinder einrichten: Schritt für Schritt mit Kinderaccount und Bildschirmzeit

Ein Elternteil steht im Flur und packt ein neues Smartphone aus, im Hintergrund hängt ein Schulranzen am Haken.
Die Reihenfolge beim Einrichten entscheidet - erst der Kinderaccount, dann Kaufanfrage, Bildschirmzeit und Beschränkungen.

Vom Kinderaccount bis zu geschützten Fotos: So wird ein neu gekauftes iPhone über Apple-eigene Menüs Schritt für Schritt zu einem Gerät, das zum Alter Ihres Kindes passt.

Ein neues iPhone wird erst dann sicher für ein Kind, wenn Sie es in dieser Reihenfolge einrichten: zuerst einen Kinderaccount in der Familienfreigabe, danach Kaufanfrage, Bildschirmzeit, Kommunikationslimits, Beschränkungen für App Store und Safari sowie Kommunikationssicherheit - erst zuletzt die Standortfreigabe. Jeder Schritt dauert wenige Minuten über die App „Einstellungen“ und den Menüpunkt „Familie“.

Kinderaccount anlegen: neues iPhone oder vorhandenes Gerät

Bei einem neuen iPhone wählen Sie während der Ersteinrichtung eine Altersgruppe für Ihr Kind; danach lassen sich altersgerechte Standardeinstellungen sofort nutzen. Ein vorhandenes iPhone verbinden Sie über „Einstellungen“ und „Mit Familie verbinden“ mit Ihrer Familienfreigabegruppe. In beiden Fällen legen Sie dabei einen eigenen Kinderaccount an - auf Ihrem eigenen Gerät öffnen Sie dazu „Einstellungen“, tippen auf Ihren Namen, dann auf „Familie“ und „Mitglied hinzufügen“ und wählen „Kinderaccount erstellen“. Alle weiteren Schritte zur Familienfreigabe selbst, etwa das Einladen weiterer Erwachsener, stehen in Apple Familienfreigabe einrichten.

Kaufanfrage: Käufe und Downloads genehmigen

Mit „Kaufanfrage“ muss Ihr Kind jede neue App und jeden Kauf bei Ihnen anfragen, bevor er stattfindet. Sie öffnen dazu „Einstellungen“, tippen auf „Familie“ und auf den Namen Ihres Kindes, dann auf „Apps & Websites“ und „Einschränkungen“ und aktivieren unter „Kaufanfrage“ die Genehmigungspflicht. Für Kinder unter 18 Jahren ist die Kaufanfrage je nach Land standardmäßig aktiviert und lässt sich nicht vollständig abschalten.

Bildschirmzeit: Zeiten und Limits einstellen

Unter „Bildschirmzeit“ legen Sie für Ihr Kind einen Zeitplan fest - etwa getrennt nach Schultagen und Wochenende - und zusätzlich tägliche Nutzungszeiten je App-Kategorie wie Spiele oder soziale Medien. Änderungen an diesen Grenzen schützt ein eigener Bildschirmzeit-Code, den nur Sie kennen. Die einzelnen Menüpunkte mit allen Optionen stehen in Bildschirmzeit auf dem iPhone einrichten.

Kommunikationslimits: wer schreiben und anrufen darf

Über „Familie“, den Namen Ihres Kindes und „Erlaubte Kontakte“ legen Sie fest, mit wem es in Nachrichten, FaceTime und Telefon kommunizieren darf. Unter „Während der Bildschirmzeit“ wählen Sie „Nur Kontakte“, „Kontakte und Gruppen mit mindestens einem Kontakt“ oder „Alle“. Unter „Kontakte verwalten“ wählen Sie die genehmigten Kontakte aus. Lassen Sie dabei „Bearbeiten von Kontakten erlauben“ deaktiviert, muss Ihr Kind jeden neuen Kontakt erst bei Ihnen anfragen; aktivieren Sie den Schalter, darf es Kontakte selbst bearbeiten.

Beschränkungen: Altersfreigaben im App Store, Webinhalte in Safari

Unter „Apps & Websites“ und „Einschränkungen“ blockieren Sie Apps mit bestimmten Altersfreigaben oder - innerhalb der EU - Apps ganz ohne Altersfreigabe; eine blockierte App bleibt installiert, erscheint aber nur abgeblendet auf dem Home-Bildschirm. Für Safari und andere unterstützte Browser wählen Sie unter „Websites“ und „Filtern“ zwischen „Nur jugendfreie Websites“ und „Zum Surfen anfragen“, bei dem jede neue Seite erst Ihre Genehmigung braucht.

Kommunikationssicherheit: Warnung bei sensiblen Fotos

„Kommunikationssicherheit“ erkennt Nacktheit, blutige Darstellungen und Gewalt in Fotos und Videos, die Ihr Kind in Nachrichten, AirDrop, FaceTime-Videonachrichten oder geteilten Fotoalben erhält oder verschicken will, und zeigt sie zunächst unscharf an. Aktiviert wird die Funktion über „Familie“, den Namen Ihres Kindes und „Kommunikationssicherheit“. Haben Sie einen Bildschirmzeit-Code gesetzt, kann ein Kind unter 13 Jahren den unscharfen Inhalt laut Apple (2026) nicht ohne Ihre Erlaubnis ansehen. Apple weist darauf hin, dass diese Altersgrenze je nach Land abweicht, und nennt für Deutschland keine eigene Zahl.

Standort teilen: Wo ist mein Kind

In Deutschland braucht ein Kind unter 16 Jahren laut Apple (2026) ohnehin einen Kinderaccount in der Familienfreigabe, und darüber lässt sich der Standort automatisch über die App „Wo ist?“ mit der Familie teilen. Welche Einstellungen dabei sinnvoll sind und wie Ortungs-Apps allgemein funktionieren, steht in Standort teilen: Ortungs-Apps in der Familie.

Was sich mit 13 und 16 Jahren ändert

AlterWas sich laut Apple ändert
Unter 13 Jahren„Zum Surfen anfragen“ ist standardmäßig aktiviert; sensible Inhalte bei Kommunikationssicherheit lassen sich nur mit Ihrem Bildschirmzeit-Code ansehen (Altersgrenze je nach Land abweichend).
Ab 13 JahrenDie Code-Pflicht bei Kommunikationssicherheit entfällt in vielen Ländern, für Deutschland nennt Apple keine eigene Zahl; „Nicht jugendfreie Inhalte beschränken“ bleibt bis 18 Jahre voreingestellt.
Unter 16 Jahren (Deutschland)Ein eigener Apple Account ist nur als Kinderaccount innerhalb Ihrer Familienfreigabegruppe möglich.
Bis 18 JahreDer Kinderaccount kann je nach Land weiter an die Familienfreigabegruppe gebunden sein, bis Ihr Kind seine Volljährigkeit bestätigt.

Je älter Ihr Kind wird, desto öfter geht es um Umgehungsversuche statt um neue Einstellungen - was dann hilft, steht in Wenn Kinder Family Link oder Bildschirmzeit umgehen.

iPad: dieselben Menüs

Kinderaccount, Kaufanfrage, Bildschirmzeit, Kommunikationslimits, Beschränkungen und Kommunikationssicherheit richten Sie auf dem iPad über dieselben Menüpunkte unter „Familie“ ein wie auf dem iPhone. Besonderheiten beim iPad und eine Alternative für Android-Tablets stehen in Samsung Kids und iPad kindersicher einrichten.

  1. Kinderaccount anlegen

    Neues Gerät: Altersgruppe bei der Ersteinrichtung wählen. Vorhandenes Gerät: über „Mit Familie verbinden“ oder „Familie“ und „Kinderaccount erstellen“ anlegen.

  2. Kaufanfrage und Bildschirmzeit aktivieren

    Unter „Familie“ und dem Namen Ihres Kindes die Kaufanfrage einschalten und einen Zeitplan sowie Nutzungszeiten je App-Kategorie festlegen.

  3. Kommunikation eingrenzen

    „Erlaubte Kontakte“ festlegen und „Kommunikationssicherheit“ aktivieren, damit sensible Fotos und Videos zuerst unscharf erscheinen.

  4. Beschränkungen und Standort setzen

    Altersfreigaben für Apps und einen Safari-Filter wählen, dann bei Bedarf den Standort über „Wo ist?“ teilen.

Vor dem ersten eigenständigen Tag mit dem iPhone

Diese Punkte sollten stehen, bevor Ihr Kind allein damit losgeht. Eine kürzere Fassung zum Abhaken bietet das Werkzeug Smartphone kindersicher einrichten.

Ihre Haken werden nicht gespeichert.

Ab welchem Alter braucht mein Kind einen eigenen Apple Account?

In Deutschland verlangt Apple einen Kinderaccount innerhalb der Familienfreigabe für Kinder unter 16 Jahren; in den meisten anderen Ländern liegt die Grenze bei 13 Jahren.

Kann ich die Kaufanfrage komplett abschalten?

Nein. Für Kinder unter 18 Jahren ist die Kaufanfrage je nach Land standardmäßig aktiviert und lässt sich laut Apple nicht vollständig deaktivieren.

Sieht Apple die Fotos, die Kommunikationssicherheit prüft?

Nein. Die Erkennung läuft auf dem Gerät Ihres Kindes; Apple erhält keinen Zugriff auf die Fotos und keinen Hinweis, dass etwas erkannt wurde.

Was ändert sich, wenn mein Kind 13 Jahre alt wird?

Kaufanfrage und „Zum Surfen anfragen“ sind dann nicht mehr automatisch für jeden Fall aktiv, und gewarnte sensible Inhalte lassen sich ohne Ihren Bildschirmzeit-Code öffnen - die Einstellungen selbst bleiben aber erhalten, bis Sie sie ändern.

Für ein Android-Gerät läuft die Einrichtung über andere Menüs, führt aber zum gleichen Ziel: Kindersicherung auf dem Android-Handy einrichten. Wie ein Handyvertrag fürs Kind dazu passt, steht in Handyvertrag oder Prepaid fürs Kind, und woran Sie überhaupt festmachen, ob ein eigenes Gerät schon passt, in Ab wann ein Handy?.

Zuletzt geprüft am 21.10.2026

Quellen

Redaktioneller Stand

Geprüft am
21.10.2026
Geprüft von
Redaktion medienbewusst.de
Belege
5 Quellen, unten aufgeführt
Wiedervorlage
20.10.2028

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