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WhatsApp-Kanäle: Inhalte, Werbung und Abschalten

Ein Jugendlicher sitzt mit dem Smartphone auf dem Bett, eine Erwachsenenhand zeigt von der Seite auf den Bildschirm mit bunten Kanal-Symbolen.
Welchen Kanälen ein Kind folgt, sieht laut WhatsApp nur, wer das Konto selbst nutzt - der gemeinsame Blick aufs Handy ersetzt die fehlende Kontrolle.

WhatsApp zeigt Werbung in Kanälen und Status. Abschalten lässt sie sich erst ab 18 Jahren - für Kinder bleibt nur das gemeinsame Hinschauen.

WhatsApp-Kanäle sind laut Anbieter eine einfache, private Möglichkeit, Updates von Personen und Organisationen zu erhalten, denen man folgt. Nach dem Aufbau der Funktion ist ein Kanal ein Einwegkanal: Nur der Admin schreibt, zurückschreiben kann niemand. Für Eltern zählt vor allem: WhatsApp zeigt in diesem Bereich und im Status Werbung, und das Abo, das sie abschaltet, bucht der Anbieter erst ab 18 Jahren. Für ein Kind bleibt die Werbung also in jedem Fall bestehen, eine eigene Abschaltfunktion dafür nennt WhatsApp nicht.

Was ein WhatsApp-Kanal ist

Ein Kanal funktioniert wie eine Ansage, nicht wie ein Chat: Ein Admin schickt Text, Bilder, Videos, Umfragen oder Sprachnachrichten an alle, die ihm folgen, und die Follower können zwar reagieren, aber nicht in einer gemeinsamen Unterhaltung antworten. Laut WhatsApp kann jeder Nutzer einen eigenen Kanal anlegen und damit ein weltweites Publikum erreichen. Admins können außerdem mit kostenpflichtigen Kanal-Abos Geld verdienen, wenn Follower ihnen zusätzliche, exklusive Updates abkaufen.

Die eigene Nummer bleibt beim Folgen meist privat

Admins sehen nicht automatisch, wer ihnen folgt: WhatsApp schreibt dazu, nur die folgende Person selbst sehe, welchen Kanälen sie folgt, und die eigene Telefonnummer bleibe privat - sichtbar nur für Admins, die diese Nummer zusätzlich als Kontakt gespeichert haben. Für ein Kinderprofil heißt das: Folgen allein verrät noch keine Nummer, ein gespeicherter Kontakt beim Kanal-Admin aber schon.

Werbung: in Kanälen immer, für Kinder ohne Ausweg

Status und Kanäle sind laut WhatsApp-Hilfebereich der Bereich, in dem Werbung läuft. Wer sie nicht sehen will, kann sie nur über ein Abo abschalten - und dieses Abo ist in Europa ausdrücklich erst verfügbar, „wenn wir wissen, dass du mindestens 18 Jahre alt bist“, und kostet laut Anbieter 4,00 Euro im Monat. Für ein Kind oder einen Jugendlichen unter 18 gibt es diesen Ausweg also nicht - es sieht die Werbung, ob es nun Kanälen folgt oder nur den Status-Bereich öffnet.

Diese 18-Jahre-Grenze für das werbefreie Abo ist strenger als die vertragliche Mindestnutzungsgrenze von WhatsApp: Laut Nutzungsbedingungen genügen für die eigenständige Nutzung des Dienstes selbst mindestens 13 Jahre - beide Grenzen sind Regeln des Anbieters, keine gesetzlichen Vorgaben.

Was sich abschalten lässt - und was offen bleibt

Auf seiner eigenen Kanäle-Seite beschreibt WhatsApp nur das Folgen, Erstellen und Teilen von Kanälen - eine Anleitung, wie man den Kanal-Bereich vollständig ausblendet oder einzelne Kanäle verlässt, steht dort nicht. Wer als Elternteil die Werbung oder bestimmte Kanal-Inhalte vom Kind fernhalten will, kann sich deshalb nicht auf eine einzelne Einstellung verlassen, sondern nur auf das gemeinsame Ansehen und Besprechen, welchen Kanälen gefolgt wird.

  1. Gemeinsam den Updates-Bereich öffnen

    Schauen Sie sich mit Ihrem Kind an, welchen Kanälen es folgt, und besprechen Sie jeden davon kurz: Wer steckt dahinter, und passt der Inhalt?

  2. Die Werbung ansprechen, nicht verschweigen

    Erklären Sie, dass WhatsApp in diesem Bereich Werbung zeigt und das werbefreie Abo laut Anbieter erst ab 18 Jahren zu haben ist - Ihr Kind sieht die Anzeigen also in jedem Fall.

  3. Die Telefonnummer im Blick behalten

    Machen Sie klar, dass die Nummer nur sichtbar wird, wenn ein Kanal-Admin sie zusätzlich als Kontakt gespeichert hat - das spricht gegen das Teilen der Nummer mit fremden Kanal-Betreibern.

  4. Regelmäßig erneut hinschauen

    Kanäle wechseln schnell. Ein einmaliges Gespräch reicht nicht - legen Sie einen festen Termin fest, an dem Sie gemeinsam nachsehen, was neu dazugekommen ist.

Woran Sie WhatsApp-Kanäle für Ihr Kind einordnen

Ein paar Punkte für den Blick aufs Kinderhandy:

Ihre Haken werden nicht gespeichert.

Wie deaktiviere ich WhatsApp-Kanäle?

Eine Anleitung dafür nennt WhatsApp auf seiner eigenen Kanäle-Seite nicht - beschrieben sind dort nur Folgen, Erstellen und Teilen. Wer Kanäle für ein Kind einschränken will, bleibt deshalb auf das gemeinsame Ansehen verwiesen.

Sehen Kinder in WhatsApp-Kanälen Werbung?

Ja. WhatsApp zeigt Werbung in Status und Kanälen, und das Abo, das sie abschaltet, ist laut Anbieter erst ab 18 Jahren verfügbar.

Sieht man, welchen Kanälen das eigene Kind folgt?

Nur die folgende Person selbst sieht laut WhatsApp diese Liste. Eltern erfahren es nur, wenn sie gemeinsam aufs Handy schauen.

Kostet ein WhatsApp-Kanal etwas?

Das Folgen ist kostenlos. Manche Admins bieten kostenpflichtige Kanal-Abos für zusätzliche Updates an, und das werbefreie Abo für Status und Kanäle kostet laut Anbieter 4,00 Euro im Monat - ab 18 Jahren.

Wer die Einstellungen von WhatsApp insgesamt durchgehen will, findet den Überblick im Steckbrief „WhatsApp sicher einrichten“, dazu passt der Vergleich mit anderen Messengern für Kinder und die Altersangaben verschiedener Dienste unter Ab welchem Alter? WhatsApp, TikTok, Snapchat, Instagram.

Zuletzt geprüft am 09.10.2026

Quellen

Redaktioneller Stand

Geprüft am
09.10.2026
Geprüft von
Redaktion medienbewusst.de
Belege
3 Quellen, unten aufgeführt
Wiedervorlage
08.10.2028

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