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fragFINN, Blinde Kuh und Helles Köpfchen: Kindersuchmaschinen im Vergleich

Ein Kind sitzt mit einem Tablet an einem Bibliothekstisch, eine erwachsene Person von der Seite deutet auf den Bildschirm.
Eine Kindersuchmaschine ersetzt nicht das gemeinsame Einordnen der Treffer.

fragFINN und Helles Köpfchen zeigen nur redaktionell geprüfte Seiten, die Blinde Kuh sucht nicht mehr. Richten Sie eine davon als Startseite und Standardsuche ein.

Zwei der drei bekannten Kindersuchmaschinen arbeiten noch: fragFINN und Helles Köpfchen zeigen beide nur Seiten, die eine Redaktion vorher geprüft hat. Die Blinde Kuh hat ihre eigene Suche eingestellt, nachdem die Bundesförderung am 31. Januar 2024 ausgelaufen ist, und bietet seitdem nur noch Linklisten. fragFINN nennt die Größe seiner Positivliste, veröffentlicht seine Prüfkriterien und richtet sich ausdrücklich an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Als Startseite oder Standardsuche im Browser eignet es sich deshalb besonders.

fragFINN, Blinde Kuh und Helles Köpfchen im Vergleich

DienstStatus (Stand 2026)ZielgruppeKosten
fragFINNaktive Suche, Positivliste mit rund 4.000 AngebotenKinder von 6 bis 12 Jahrenkostenlos
Blinde Kuhkeine eigene Suche mehr, nur LinklistenKinder (keine amtliche Altersangabe)kostenlos
Helles Köpfchenaktive Suche in eigenen und redaktionell geprüften fremden SeitenKinder und Jugendlichekostenlos

Wie die Positivliste von fragFINN funktioniert

fragFINN wurde 2007 von Unternehmen und Verbänden der Digital-, Kommunikations- und Medienindustrie gegründet und besteht seit 2009 als gemeinnütziger Verein. Medienpädagogen prüfen jede Internetseite redaktionell, bevor sie auf die Positivliste kommt - bewertet werden unter anderem Inhalte, Werbung, Chats, Shops und Abonnements. Die Liste umfasst rund 4.000 Online-Angebote - ein kleiner, aber geprüfter Ausschnitt des Internets. Nutzerdaten sammelt oder speichert fragFINN laut Anbieter dabei nicht.

fragFINN als Startseite einrichten

  1. App oder Website wählen

    fragFINN gibt es als kostenlose App für Android, iOS und Fire OS sowie als Website unter fragfinn.de - beide greifen auf dieselbe Positivliste zu.

  2. Als Standardsuche im Browser festlegen

    Richten Sie fragFINN als Standardsuchmaschine im Browser des Kindes ein, damit jede Suche über die geprüfte Positivliste läuft.

  3. Startseite setzen

    Legen Sie zusätzlich fragfinn.de als Startseite fest, damit das Kind beim Öffnen des Browsers direkt dort landet.

  4. Grenzen erklären

    Sagen Sie dem Kind, dass die Positivliste nur innerhalb von fragFINN gilt - eine andere Suchmaschine oder eine zweite App führt daran vorbei.

Grenzen: was Kindersuchmaschinen nicht leisten

Rund 4.000 geprüfte Angebote sind ein kleiner Ausschnitt des Internets - für viele Referatsthemen reicht das nicht, und Kinder landen dann schnell bei einer gewöhnlichen Suchmaschine ohne geprüfte Auswahl. Eine Kindersuchmaschine schützt außerdem nur, solange das Kind tatsächlich über sie sucht. Videos auf YouTube, Chats in Spielen oder andere Apps prüft keine der drei Seiten.

Mit etwa zwölf Jahren endet die Zielgruppe von fragFINN, und Kinder nutzen zunehmend gewöhnliche Suchmaschinen ohne Positivliste. Üben Sie deshalb schon vorher gemeinsames Suchen: Begriffe eingeben, Treffer einordnen, Werbung von echten Ergebnissen unterscheiden. Das bereitet besser vor als ein abrupter Wechsel von der geprüften Liste zur offenen Suche ohne jede Begleitung.

fragFINN wirksam einsetzen

Diese Punkte schützen am meisten:

  • fragFINN als Standardsuche und als Startseite einrichtenNur die Kombination verhindert, dass das Kind versehentlich über eine andere Suchmaschine sucht.
  • Die App zusätzlich zur Website installierenAuf Tablet oder Smartphone greift die App auch dann, wenn kein Standard-Browser gesetzt ist.
  • Mit dem Kind über die Grenzen sprechenErklären Sie, dass andere Apps, Spiele und Videoplattformen nicht über die Positivliste laufen.
  • Die Blinde Kuh nicht mehr als Suchmaschine empfehlenDie Seite bietet seit 2024 nur noch Linklisten, keine eigene Suche mehr.
  • Helles Köpfchen als zweite Suche kennenFindet fragFINN zu einem Thema wenig, durchsucht Helles Köpfchen eigene Artikel und redaktionell geprüfte Seiten anderer Kinder- und Jugendangebote.

Ist fragFINN kostenlos?

Ja. Die Website und die App für Android, iOS und Fire OS sind laut Anbieter kostenlos.

Ist die Blinde Kuh noch eine Suchmaschine für Kinder?

Nein, seit Anfang 2024 nicht mehr. Nach dem Ende der Bundesförderung bietet die Seite nur noch Linklisten zu anderen Kinderseiten, keine eigene Suchfunktion.

Gibt es eine App für Kindersuchmaschinen?

fragFINN bietet eine kostenlose App für Android, iOS und Fire OS. Blinde Kuh und Helles Köpfchen sind nur als Website verfügbar.

Ab welchem Alter ist eine Kindersuchmaschine sinnvoll?

fragFINN richtet sich nach Angaben des Anbieters an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Für jüngere Kinder ist begleitetes Suchen sinnvoller als ein eigenes Gerät mit Suchfunktion.

Dazu passt: Gute Apps nach Alter hilft bei der Auswahl weiterer kindgerechter Angebote, und wer die Bildschirmzeit abwechslungsreicher gestalten will, findet in Podcasts und Hörspiele für Kinder eine ruhigere Alternative. Einen Überblick über das Thema insgesamt gibt Medienkompetenz und Medienbewusstsein.

Zuletzt geprüft am 08.10.2026

Quellen

Redaktioneller Stand

Geprüft am
08.10.2026
Geprüft von
Redaktion medienbewusst.de
Belege
5 Quellen, unten vollständig aufgeführt
Wiedervorlage
07.10.2028

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