Der Blick hinter die Kulissen - Wie entsteht ein Kinofilm?
Ein Kinofilm entsteht in vier Arbeitsschritten: Vorproduktion, Dreharbeiten, Postproduktion und Marketing. Hier steht, was dabei passiert - vom Originaltext von 2009 bis zum aktuellen Stand.
Zwischen der ersten Idee und der Premiere im Kino liegen vier Arbeitsschritte: Drehbuch und Finanzierung, die Dreharbeiten selbst, danach Schnitt und Tonbearbeitung, zuletzt die Werbung für den Film. Wie das im Einzelnen abläuft, beschreibt der Originaltext dieser Seite aus dem Jahr 2009 weiter unten - ergänzt um das, was sich seither bei Schnitt und Werbung verändert hat.
Die vier Phasen der Filmproduktion
| Phase | Was passiert |
|---|---|
| Vorproduktion | Idee, Drehbuch, Finanzierung, Teamaufbau, Storyboard |
| Dreharbeiten | Szenen werden gedreht, meist mehrmals, mit Kamera-, Licht-, Ton- und Maskenteam |
| Postproduktion | Schnitt, Tonbearbeitung, Spezialeffekte, Filmmusik, Synchronisation |
| Marketing | Plakate, Drehortbesichtigungen, Trailer in Kino, Fernsehen und Internet |
Der Blick hinter die Kulissen (Originaltext von 2009)
Im Großen und Ganzen besteht eine Filmproduktion aus vier Teilen, der Preproduction (Vorproduktion), den Dreharbeiten, der Postproduction (Nachbearbeitung) und dem Marketing.
Am Anfang steht natürlich immer eine Idee. Diese kann von den unterschiedlichsten Personen stammen, zum Beispiel vom Produzenten, dem Regisseur, einem Redakteur oder dem Drehbuchautoren selbst. Hierbei können Romane, Comics oder Computerspiele als Vorlage dienen oder es liegt eine Originalidee vor. Alles ist möglich, denn Grenzen sind nicht gesetzt. Nun wird die konkrete Planung des Projektes in Angriff genommen. Je nachdem von wem die Idee stammt, müssen noch die weiteren Mitarbeiter des Teams bestimmt werden.
Hat also beispielsweise ein Autor die Geschichte erdacht, sind die wichtigsten noch fehlenden Personen der Produzent, der Regisseur, der Kameramann und natürlich die Schauspieler, welche die Rollen angeboten bekommen oder gecastet werden. Der Produzent arbeitet sehr eng mit dem Regisseur zusammen. Er organisiert die Produktion und stellt finanzielle Mittel zur Verfügung, damit der Regisseur seine künstlerischen Ideen umsetzen kann. Der Kameramann ist ebenso wichtig, da ihm das gesamte Kamera- und Beleuchtungsteam unterstellt ist.
Ist das passende Drehbuch gefunden, werden sogenannte Storyboards erstellt. In ihnen wird schon einmal skizzenartig der Verlauf des Films dargestellt. Wenn das Konzept und die Crew stehen, kann mit den Dreharbeiten begonnen werden. Bei diesen handelt es sich um die Umsetzung des Vorhabens. Dies geschieht nach einem Drehplan, der vorher ausgearbeitet wurde. Jedoch kann es zu Hindernissen und Überraschungen kommen, wie zum Beispiel schlechtes Wetter beim Außendreh, die umgangen und vor allem zeitlich eingeplant werden müssen.
Einige weitere Personen vervollständigen das Team. So können nun auch Kostüm- und Maskenbildner, Tontechniker, Kulissenbauer, Assistenten und Stuntmen am Set zum Einsatz kommen. Natürlich ist in der heutigen Zeit die Technik beim Film nicht mehr wegzudenken. Es werden verschiedene Methoden angewandt, um bestimmte Effekte zu erzielen.
Das Licht sorgt für die Atmosphäre und Stimmung der Szene; mit Blue Screen und Motion Control können später digitale Elemente eingefügt werden; Masken, Puppen, Mechanismen und Modelle sorgen für weitere Illusionen. So wird jede Szene vermutlich mehrmals (und nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge) gedreht, bis alles so aussieht, wie es sich der Regisseur vorstellt.
Nachbearbeitung und Vermarktung im Originaltext
Ist das gesamte Filmmaterial „im Kasten“, kann mit der Nachbearbeitung begonnen werden. Hier wird das Rohmaterial zum fertigen Film. Oftmals kommt es vor, dass im Laufe dieses Prozesses noch einmal ein paar Sequenzen oder ganze Szenen nachgedreht werden müssen, damit alles perfekt zusammenpasst. Das wichtigste bei der Postproduction sind der Schnitt und die Tonbearbeitung. Aber auch andere Komponenten wie Spezialeffekte, Filmmusik oder die Synchronisation spielen hierbei eine wichtige Rolle, bis der fertige Film in den Kinos zu sehen ist.
Noch während dieser Phase beginnt das Marketing, die Vermarktung des Filmes. Es werden Plakate gedruckt, T-Shirts entworfen, Drehortbesichtigungen organisiert. All das dient zur Bekanntmachung und zum Verkauf des Projektes. Eines der wichtigsten Marketing-Mittel ist wohl der Trailer, eine kurze circa zweiminütige Vorstellung des Filmes, welche schon Monate vor der Premiere in den Kinos und im Fernsehen gezeigt wird. Er soll das Interesse der Besucher wecken und zum Anschauen animieren.
Ist der gesamte Prozess abgeschlossen, läuft der fertige Film in den Kinos an, zieht bestenfalls Millionen Besucher in seinen Bann und, ohne an die viele Arbeit dahinter denken zu müssen, können sich sowohl Erwachsene als auch Kinder von der atemberaubenden Welt des Films verzaubern lassen.
Was sich seit 2009 verändert hat
Die vier Arbeitsschritte aus dem Originaltext gelten im Kern bis heute. Zwei Dinge haben sich seither verändert: wie viel Rohmaterial beim Schnitt tatsächlich anfällt und wo der Trailer am Ende zu sehen ist.
Beim Schnitt bearbeitet ein Editor laut Kinderfilmwelt.de, dem Portal des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, bei einem Spielfilm oft mehr als 100 Stunden Rohmaterial - deutlich mehr, als im fertigen Film am Ende zu sehen ist.
Auch die Vermarktung hat sich verschoben: Trailer laufen laut Kinderfilmwelt.de weiterhin im Kino und im Fernsehen, inzwischen aber zusätzlich im Internet.
Wie Kinder selbst einen Film machen können
Mit einer kurzen Geschichte anfangen
Ein Drehbuch im Kleinen reicht: wer kommt vor, was passiert, wie geht es aus - drei bis vier Sätze genügen für den Anfang.
Rollen verteilen
Wer filmt, wer spielt, wer kümmert sich um Ton oder Requisiten. Genau wie im großen Team hat jede Aufgabe ihren eigenen Platz.
Jede Szene mehrmals aufnehmen
So arbeiten auch professionelle Teams: lieber dreimal drehen und danach die beste Aufnahme auswählen, als sich mit der ersten zufriedenzugeben.
Zusammenschneiden
Mit einer einfachen Schnitt-App auf dem Tablet oder Smartphone lässt sich aus den Aufnahmen die beste Version zusammensetzen - wie beim echten Schnitt.
Gemeinsam anschauen
Zeigen Sie dem Kind danach auch die Ausschussszenen, ähnlich einem Making-of. Das macht sichtbar, wie viel Material für wenige Minuten Film nötig ist.
Zum Mitnehmen
Was Sie sich merken können
Die wichtigsten Punkte aus Originaltext und heutigem Stand:
- Ein Film entsteht in vier Phasen: Vorproduktion, Dreharbeiten, Postproduktion, Marketing.So beschreibt es schon der Originaltext dieser Seite von 2009.
- Am Anfang steht fast immer eine Idee von Produzent, Regisseur oder Drehbuchautor.Oft nach einem Buch, Comic oder Computerspiel, manchmal als Originalidee.
- Jede Szene wird meist mehrmals gedreht.Die beste Aufnahme wählt erst der Schnitt aus.
- Beim Schnitt bleibt oft nur ein kleiner Teil des gedrehten Materials übrig.Laut Kinderfilmwelt.de bearbeitet ein Editor bei einem Spielfilm oft mehr als 100 Stunden Rohmaterial.
- Trailer laufen heute auch im Internet, nicht mehr nur im Kino und Fernsehen.Ein Blick darauf hilft vorab einzuschätzen, ob ein Film zum Kind passt.
Wie entsteht ein Film, für Kinder erklärt?
Ganz einfach: Erst entsteht eine Idee und daraus ein Drehbuch, dann wird mit einem Team gedreht, danach werden die besten Aufnahmen im Schnitt zusammengesetzt, und zuletzt macht Werbung mit Plakaten und Trailer auf den Film aufmerksam.
Wie wird ein Film gedreht?
Nach Drehbuch und Storyboard nimmt ein Team aus Kamera-, Licht-, Ton- und Maskenleuten jede Szene auf - meist mehrmals, bis sie so aussieht, wie es sich der Regisseur vorstellt.
Was ist ein Spielfilm?
Ein Spielfilm ist ein abendfüllender Film mit einer erzählten, meist erfundenen Geschichte und Schauspielern - anders als ein Dokumentarfilm, der echte Ereignisse zeigt.
Wie entsteht ein Animationsfilm?
Statt mit Schauspielern vor der Kamera entsteht das Bild hier am Zeichentisch oder am Computer, Einstellung für Einstellung - Drehbuch, Schnitt und Marketing laufen danach ähnlich wie bei einem Realfilm.
Wer selbst mit Kamera und Schnitt experimentieren will, findet unter Trickfilm, Foto und Podcast: Medien selbst gestalten Einstiege für zuhause. Wie sich Filme, Fernsehen und Kino historisch entwickelt haben, zeigt Vom Buchdruck zum Internet: Die Geschichte der Medien. Einen Überblick über weitere Themen rund um Medienkompetenz gibt die Übersichtsseite Medienkompetenz und Medienbewusstsein.
Zuletzt geprüft am 05.10.2026
Quellen
- Filmlexikon: Drehbuch · Kinderfilmwelt.de (Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum, KJF)
- Filmlexikon: Schnitt · Kinderfilmwelt.de (Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum, KJF)
- Filmlexikon: Trailer · Kinderfilmwelt.de (Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum, KJF)
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 05.10.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Belege
- 3 Quellen, unten vollständig aufgeführt
- Wiedervorlage
- 04.10.2028
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