Der BJF: Filmbildung für Kinder und Erwachsene

Seit 1970 engagiert sich der Bundesverband Jugend und Film e. V. (BJF) für die Filminteressen von Kindern und Jugendlichen. Neben der Organisation von kulturellen Filmveranstaltungen gehören auch verschiedene Serviceleistungen zu seinem Angebot. Geschäftsführer Reinhold T. Schöffel erklärt uns, wie dieser Servicedienst aussieht und welche Kinderfilme er für empfehlenswert hält.

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Neue Töne für alte Kinderfilme

Disney-Klassiker wie “Arielle, die Meerjungfrau” wurden im Laufe der Zeit immer wieder neu synchronisiert, damit diese “kindgerechter” oder “moderner” werden. Doch schadet man damit den Fans, wenn man die alten Filme immer wieder verändert, oder freuen diese sich über die Neuerungen? Bei Arielle hat es nicht geklappt.

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Die Muppets erobern wieder die Kinoleinwand

Die Muppets sind alt. 1976 wurde die Muppet Show zum ersten Mal in Großbritannien ausgestrahlt. Seit dem 19. Januar, nach zwölf Jahren Kinoabstinenz, sind die chaotischen Handpuppen wieder auf Leinwand zu sehen. Doch können die Kindheitshelden der älteren Generationen auch im Zeitalter der animierten 3D Filme bestehen?

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Wenn Delfine Helden werden

Inspiriert von einer wahren Geschichte aus Florida startete am 15. Dezember der Film über das mutige Delfin-Weibchen “Winter” auch in unseren Kinos. In “Mein Freund, der Delfin” wird der Überlebenskampf des jungen Tieres nacherzählt und heraus kommt eine Story, die sich Millionen von Menschen zum Vorbild genommen haben.

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FSK kämpft gegen “sexuelle Desorientierung”

“Der Film spiegelt eine verzerrte Realität wieder.” So lautete das diskriminierende Urteil der FSK für die Teeniekomödie “Romeos”. Die Altersfreigabe von 16 Jahren löste nicht nur in der Schwulen- und Lesbenszene eine Welle der Empörung aus.

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Von Lausbuben und Indianern

“Das ist nichts für Kinder” bemerkt Tante Polly streng beim Abendbrot. Mit Indianer Joes Antwort “Manchmal wissen Kinder mehr als sie sollten”, widerspricht Regisseurin Hermine Huntgeburth dem jedoch, was gemessen an ihrem Film durchaus der Wahrheit entspricht.

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Wenn Kinder Preise vergeben

Vom 12. bis 20. November fand das 23. Internationale Kinderfilmfestival in Österreich statt. Es wurden zahlreiche Filme für Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahren gezeigt und bewertet. Auch eine Kinderjury durfte bei der Preisvergabe mitbestimmen. Doch wie funktioniert so eine Kinderjury? Um das herauszufinden haben wir Michael Roth, Mitglied des Organisationsteams, einige Fragen gestellt.

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up-and-coming 2011: Originelle Ideen authentisch darstellen

Vom 24. bis 27. November 2011 werden in Hannover im Rahmen des Schülerfilmfestivals up-and-coming der „Deutsche Nachwuchsfilmpreis“, der „International Young Film Makers Award“ und erstmalig auch der „Bundes-Schülerfilm-Preis“ verliehen. Anlässlich dieser Veranstaltung sprach medienbewusst.de mit dem Festivaldirektor Burkhard Inhülsen.

Herr Inhülsen, wie kam es eigentlich zu der Idee des „up and coming“?

Die Idee ist schon sehr früh entstanden, bzw. das erste Festival fand sehr früh statt. Es wurde 1982 von mir ins Leben gerufen und trug den Titel „Erstes bundesweites Schülerfilmfestival“. Eigentlich sollte es nur einmal stattfinden.

Ich bin Kunstlehrer an einem Gymnasium in Hannover und war daran interessiert, zu erfahren, was für Filme Schüler drehen. Da gab es noch keinen digitalen Film sondern nur das V8 Format. Nur wenige Familien hatten damals Kameras, um ihre Familienerlebnisse aufzunehmen. Dementsprechend haben sich nur wenige Schüler Kameras geschnappt und Filme selbst gedreht. Da fragte ich mich, wie viele Filme Schüler produzieren und vor allem von welcher Art.

Dann kam dieses Pilotprojekt und das hatte eine riesige Resonanz. Wir bekamen über 500 Filme zugesendet. Zielgruppe waren damals wie heute alle Schüler von allgemeinbildenden und berufsausbildenden Schulen.

Als das Festival so ein großer Erfolg war, haben natürlich alle gefragt, wann es weiter geht und dadurch war das “Kind”, wie man so schön sagt, in die Welt gesetzt. Um deutlich zu machen, das es weitergeht wurde das Festival gleich im Folgejahr wieder veranstaltet. Danach entschlossen wir uns, es als Biennale stattfinden zu lassen, das heißt alle zwei Jahre.

Wie viele Bewerbungen gehen bei Ihnen alle zwei Jahre ein?

Wir haben für diese Periode etwa 3000 Bewerbungen aus Deutschland und aller Welt bekommen und es werden jedes Mal mehr. Das zeigt zum ersten, dass es einfach eine unglaubliche Nachfrage nach solchen Veranstaltungen gibt und zum zweiten, dass unglaublich viele Filme von Schülern produziert werden.

Können Sie sich bei diesem Andrang auch vorstellen, den Preis jährlich zu verleihen?

Das wäre denkbar, nur würde ich es nicht empfehlen. Man braucht zwei Jahre, um eine gewisse Qualität zu erreichen. Wenn man das Festival jährlich stattfinden lässt, wird eben diese darunter leiden. Aus dem einfachen Grund, dass die Szene aus Schülern und Jugendlichen innerhalb von vier Wochen einen Film dreht und danach gleich den nächsten Film plant. Um die besseren Produktionen herauszufiltern, braucht man eben zwei Jahre.

Hinzu kommt noch, dass diese Filmszene deutschlandweit und auch international nicht so organisiert ist, dass man die Nachwuchsfilmer und deren Filme sofort alle findet. Es sind mehr oder weniger unorganisierte Personen, die sich als Individualisten begreifen. Um diese alle zu entdecken, braucht es schon Zeit. Wir haben Scouts und Kuratoren hier und in aller Welt, die sich nach jedem Festival auf die Suche machen, um in den nächsten anderthalb Jahren Talente und gute Filme zu finden, die dann eingeladen werden.

Wie viele Nachwuchsfilmer werden denn nach dieser langen Vorbereitungsphase tatsächlich ausgewählt, um am Festival teilzunehmen?

Das „up and coming“ hat zwei parallel laufende Programme. Im Wettbewerb laufen zur Zeit 107 Filme aus Deutschland und 113 Filme aus 42 Ländern im internationalen Wettbewerb.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Filme aus?

Es geht erst einmal darum, dass Filme das Gefühl von Authentizität vermitteln, dass sie etwas widerspiegeln, womit sich Jugendliche beschäftigen. Man kann ganz einfach Filme und Genré kopieren. Das wird auch oft gemacht, ist aber langweilig. Dieses Vorgehen wird erst interessant, wenn ein Film bewusst kopiert wird und wenn daraus mehr oder weniger eine Satire oder Parodie werden soll. Es gibt viele Schüler, die Ideen kopieren, um sich auszuprobieren. Das ist nicht unwichtig, aber für ein spannendes Festivalprogramm nicht so interessant.

Also ist eigenständiges filmisches Arbeiten auch ein wichtiges Kriterium für die Filmauswahl. Da können ruhig Unvollständigkeiten vorkommen und ein paar Patzer. Es geht nicht darum aalglatt filmische Techniken zu bedienen sondern einfach originelle Ideen authentisch darzustellen. Es zählt der Versuch die Möglichkeiten, die das Medium Film gibt auch auszunutzen und hier kreativ zu sein.

Welche Erwartungen haben Sie an das diesjährige Festival?

Das entscheidende Ziel ist es, dass die Filmemacher sich treffen, miteinander kommunizieren und die Erfahrungen aus ihren eigenen Produktionen austauschen. Damit sollen neue Impulse und Ideen entstehen und so die Qualität von Schüler- und Studentenfilmen stetig wachsen.

medienbewusst.de bedankt sich bei Burkhard Inhülsen für das Interview und wünscht viel Erfolg für die Zukunft.

Gina Hoffmann

Bildquelle:
© Burkhard Inhülsen
© up-and-coming.de

Wickie erneut auf großer Fahrt

200 000 Zuschauer haben am ersten Wochenende nach dem Kinostart am 29.09 die neuen, spannenden Erlebnisse des kleinen Wickie in den heimischen Kinosälen bestaunt.  In der Fortsetzung von „Wickie und die starken Männer“ erlebt der kleine Rotschopf erneut mit seiner mutigen Truppe zahlreiche Abenteuer auf den stürmischen Meeren unserer Erde. Doch diesmal bekommt Wickie Unterstützung  von der furchtlosen Svenja. Gemeinsam begeben sie sich auf eine niemals langweilig werdende Reise, um Wickies entführten Vater zu retten.

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