Die Muppets erobern wieder die Kinoleinwand


Die Muppets sind alt. 1976 wurde die Muppet Show zum ersten Mal in Großbritannien ausgestrahlt. Seit dem 19. Januar, nach zwölf Jahren Kinoabstinenz, sind die chaotischen Handpuppen wieder auf Leinwand zu sehen. Doch können die Kindheitshelden der älteren Generationen auch im Zeitalter der animierten 3D Filme bestehen?

Walter und Gary (Jason Segel) sind seit ihrer jüngsten Kindheit die besten Freunde. Da eine ist ein hochgewachsener Mann und der andere eine Puppe ist, scheinen die beiden wohl wenig gemeinsam zu haben. Doch sie teilen die Leidenschaft der Muppet Show und suchen deren berühmtes Theater, in Begleitung von Garys Freundin Mary (Amy Adams), auf.

Zufällig hört Walter hier ein Gespräch des bösen Ölmonopolisten Tex Richman (Chris Cooper) mit an. Dieser plant das Theater zu kaufen, abzureißen und darunter nach Öl zu bohren. Walter und seinen Freunden ist klar, dass sie dies verhindern müssen, doch die einzige Chance das Theater zu retten, ist 10 Millionen Dollar aufzutreiben.

Sie machen sich auf den Weg um Kermit den Frosch zu finden, damit sie ihn um seine Unterstützung bitten können. Kermit weiß, dass sie mit einer letzten Muppet Show das Geld zusammentreiben könnten, allerdings sind seit dem letzten Auftritt viele Jahre vergangen und die Muppets in der ganzen Welt zerstreut. Doch auch wenn die Freunde alle Muppets zusammen auf die Bühne bringen können, stellen sich ihnen noch viele Hindernisse in den Weg.

„Bist du nicht einer der „Teenage Mutant Ninja Turtles?“, wird Kermit von einem kleinen Jungen gefragt. Die Angst vor dem Vergessen ist vermutlich die größte Herausforderung die sich die Muppets stellen müssen. Ihr Publikum ist älter geworden und interessiert sich vielleicht gar nicht mehr für sie.

Der Film von Regisseur James Bobin erzählt die Geschichte von zwei Freunden die unterschiedlicher nicht sein könnten. Walter und Gary bewegen sich beide zwischen zwei Welten: Ein Teil der Muppets zu sein oder ein normales Kleinstadtleben zu führen. Dass sich hier ihre Wege trennen müssen wollen sie jedoch lange nicht wahr haben.

Für Kinder jeden Alters ist ihre Freundschaft ein wunderbares Vorbild, welche geprägt ist von gegenseitiger Unterstützung. Gary begibt sich im Film auf die Suche nach einem Talent, etwas dass ihn außergewöhnlich macht. Doch ist er bei dieser Suche auf sich selbst gestellt, da er erst lernen muss an sich selbst zu glauben. Ein Element, welches wohl eine der wichtigsten Lehren des Films darstellt. Auch die alte Muppet-Gruppe zeigt, welchen Wert Zusammenhalt und vor allem Zusammengehörigkeitsgefühl bedeuten, während sie sich gegen alle Widrigkeiten behaupten müssen.

Trotz der etwas Klischee behafteten Story sind die Muppets bunt, chaotisch und frech wie eh und je, auch wenn einige der Gesangs- und Tanzeinlagen Zeitweilen etwas übertrieben wirken. Vorsichtig wird im Film darauf angespielt, ob sich die Handpuppen in der modernen Medienwelt und den Publikumswünschen an Kampfszenen und unendlichem Spannungsaufbau überhaupt behaupten können.
Ja sie können.

Gina Hoffmann

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