„Kleiner starker Panda“: Umweltschutz für die Jüngsten


Ein kleiner Panda mit einer großen Aufgabe. Am 23. Februar startete der 3D-Animationsfilm Kleiner starker Panda in den deutschen Kinos. Vor allem für die kleinsten Zuschauer ist es ein süßes Abenteuer über ein ernstes Thema.

Manchu, der kleine Panda bekommt von seinen Vorfahren eine wichtige Aufgabe: Er soll das Volk der Pandas vor einer großen Gefahr schützen. Eine große Flut bedroht seinen Heimatort, seine Familie und seine Freunde. Viel Mut und sein enormer Wissensdurst führen ihn in einen fremden Wald, von dem niemand glauben will, dass er existiert.

Manchu schließt schnell neue Freundschaften, unter anderem mit dem Roten Panda, Konfusius, und dem kleinen Leopardenbaby Jung Fu. Gemeinsam entdecken sie, dass eine schnell steigende Flut das Reich der Pandas in Gefahr bringt. Auf ihrer Mission stellen sich den Freunden jedoch viele Schwierigkeiten in den Weg.

So ist beispielsweise die Mutter des Leopardenbabys Jung Fu ihnen immer auf den Fersen, da sie befürchtet, die Pandas hätten ihr Junges entführt. Wenn Manchu von der „anderen Welt“ erzählt, will niemand dem kleinen Panda glauben, auch wenn es für die Pandas überlebenswichtig ist, die Wälder der chinesischen Provinz Sichuan zu durchqueren und sich ein neues Zuhause zu suchen.

Einfach zu verstehen für die Kleinsten, lehrreich für die Älteren.

Mit Manchu lernen schon die Jüngsten, dass es nicht immer einfach ist anders zu denken, und dass viel Ideenreichtum nötig ist, wenn man sich für eine gute Sache einsetzt. Wenn Manchu Freundschaften knüpft, dann tut er dies so vorurteilsfrei, wie nur Kinder es vermögen. Manch ältere Zuschauer können sich daran ein Beispiel nehmen.

Der Film ist zu Recht ohne Altersbeschränkung freigegeben, denn die Aufgaben, denen sich der kleine Panda stellen muss, lösen sich sehr schnell und einfach auf. Auch ernstere Konflikte scheinen nach wenigen Minuten im Nichts zu verschwinden. Für etwas ältere Kinder könnte der Film daher etwas langweilig sein, da die Dialoge sehr flach und simpel sind. Der Versuch die Geschichte mit Humor aufzulockern birgt zwar für die erwachsenen Begleitpersonen den ein oder anderen Lacher, ist aber für Kinder eher unverständlich.

Unter der Regie von Greg Manwaring und Michael Schoemann wird ein wichtiges Thema für die Kinder auf eine verspielte Art leicht zugänglich gemacht. Laut Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) gibt es nur noch etwa 1600 Tiere dieser vom Aussterben bedrohten Art. Bis Ende der 90er Jahre waren die Pandas durch Abholzung ihres natürlichen Lebensraumes und illegaler Jagd einer ständigen Bedrohung ausgesetzt. Letzteres geschieht vereinzelt auch heute noch. Umso wichtiger ist es, schon die Kleinsten für unsere Natur zu sensibilisieren.

Gina Hoffmann

Bildquelle:
© Benchmark Entertainment / NFP