Jugendliche ab 13 Jahren und Medien: Einfache Sprache
Hier lesen Sie, wie Sie Ihr Kind ab 13 Jahren begleiten. Mit Zeiten für den Bildschirm, Tipps und Telefonnummern.
Jugendliche ab 13 Jahren wollen mehr Freiheit. Sie dürfen auch mehr als jüngere Kinder. Bleiben Sie trotzdem im Gespräch mit Ihrem Kind.
Bildschirmzeit
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt Zeiten (Stand 2023). Die Zeiten gelten für die Freizeit am Bildschirm. Sie gelten für alle Geräte zusammen.
| Alter | Freizeit am Bildschirm |
|---|---|
| 12 bis 16 Jahre | höchstens 1 bis 2 Stunden am Tag, bis spätestens 21 Uhr |
| 16 bis 18 Jahre | Orientierung: 2 Stunden am Tag, je nach Reife |
Gemeint ist die Freizeit. Mehr Zahlen finden Sie auf der Seite Medienzeit für Kinder.
Mehr Freiheit und Gespräche
Ihr Kind wird älter. Es möchte mehr selbst entscheiden. Das ist normal.
- Fragen Sie oft, was Ihr Kind am Handy macht.
- Hören Sie zu und schimpfen Sie nicht.
- Legen Sie Regeln gemeinsam mit Ihrem Kind fest.
Soziale Netzwerke und Mindestalter
Eine App ist ein Programm auf dem Handy. In einem sozialen Netzwerk teilen Menschen Bilder und Videos. TikTok ist ein Beispiel.
TikTok erlaubt die Nutzung ab 13 Jahren. Für einige Funktionen gilt ein höheres Alter. Private Nachrichten (Direktnachrichten) gibt es bei TikTok erst ab 16 Jahren. Diese Altersgrenze legt die Firma fest.
Andere Netzwerke finden Sie hier: Mindestalter der Netzwerke.
Druck durch Vergleiche
Jugendliche vergleichen sich gern mit anderen. Im Netz sehen sie viele schöne Bilder. Manche Bilder sind mit Filtern bearbeitet. Das kann Druck machen.
Fragen Sie nach einem Foto
Sprechen Sie über ein bestimmtes Bild. Machen Sie keinen Vorwurf.
Schauen Sie gemeinsam hin
Vergleichen Sie ein bearbeitetes und ein unbearbeitetes Foto.
Erklären Sie den Filter
Zeigen Sie, was ein Filter am Bild ändert.
Nacktbilder und Sexting
Sexting heißt: Man schickt eigene Nacktbilder oder erotische Nachrichten per Handy. Ein verschicktes Bild lässt sich nicht zurückholen.
Droht jemand mit Bildern? Verlangt jemand Geld? Dann ist das Erpressung. Zahlen Sie kein Geld. Nehmen Sie Kontakt zur Polizei vor Ort auf. Schimpfen Sie nicht mit Ihrem Kind. Es braucht jetzt Ihre Hilfe.
Mehr lesen Sie hier: Sexting: was Eltern wissen müssen.
Kosten in Spielen
Manche Spiele verkaufen Spielgeld. Das Spielgeld kostet echtes Geld. Bei Lootboxen entscheidet der Zufall, was man bekommt. Reden Sie vorher mit Ihrem Kind über Geld im Spiel.
Mehr dazu lesen Sie hier: Spielgeld und Lootboxen erklärt.
Vier einfache Tipps
Das hilft im Alltag
Diese Tipps sind einfach umzusetzen.
Ihre Haken werden nicht gespeichert.
Hilfe am Telefon
Die Nummer gegen Kummer berät am Telefon. Sie hilft Kindern, Jugendlichen und Eltern.
- Kinder- und Jugendtelefon: 116 111. Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr. Der Anruf kostet nichts.
- Elterntelefon: 0800 111 0 550. Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 17 Uhr. Dienstag und Donnerstag von 9 bis 19 Uhr.
Was Sie sofort tun können, steht auf der Seite Soforthilfe.
Zuletzt geprüft am 02.11.2026
Quellen
- Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend (AWMF 027-075, S2k), Kapitel 3: Empfehlungen · Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (federführend) mit weiteren Fachgesellschaften · 01.07.2023
- Nummer gegen Kummer - Kinder- und Jugendtelefon, Elterntelefon · Nummer gegen Kummer e. V.
- FAQ zu Kinderpornografie · Polizeiliche Kriminalprävention der Länder
- Sextortion - vom harmlosen Flirt zur organisierten Erpressung · Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
- Nutzungsbedingungen EWR · TikTok Technology Limited
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 02.11.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Belege
- 5 Quellen, unten aufgeführt
- Wiedervorlage
- 01.11.2028
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