Social-Media-Begriffe: Account, Follower, Story, Reel, Blockieren, Melden
Was Account, Follower, Story, Reel, Blockieren und Melden bedeuten - und warum Blockieren sofort wirkt, eine Meldung aber erst die Plattform prüft.
Wenn Ihr Kind von einem Reel, einer Story oder seinen Followern erzählt, geht es um feste Begriffe aus Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp. Ein Account ist das digitale Profil, Follower sind Menschen, die diesem Profil folgen und seine Beiträge sehen. Eine Story verschwindet nach kurzer Zeit wieder, ein Reel bleibt dauerhaft im Profil stehen. Blockieren und Melden sind zwei unterschiedliche Werkzeuge gegen unerwünschten Kontakt: Blockieren kappt die Verbindung sofort, Melden schaltet die Plattform ein.
Account: das digitale Profil
Ein Account ist der eigene Zugang zu einem Dienst: ein Benutzername, ein Passwort und ein Profil mit Foto und Beschreibung. Ohne eigenen Account lässt sich bei den gängigen Plattformen nichts posten, nur zusehen. Seit Mai 2018 gilt nach Artikel 8 der Datenschutz-Grundverordnung: Stützt sich ein Dienst auf eine Einwilligung, kann ein Kind sie erst mit 16 Jahren selbst geben; die Mitgliedstaaten dürfen diese Grenze auf bis zu 13 Jahre absenken. WhatsApp setzt das Mindestalter in seinen Nutzungsbedingungen (Fassung vom 17. August 2026) bei 13 Jahren an.
Follower: wer mitliest
Ein Follower ist jemand, der das Profil abonniert hat und neue Beiträge automatisch im eigenen Feed angezeigt bekommt. Folgen ist in den meisten Apps einseitig: Ihr Kind kann jemandem folgen, ohne dass die Person zurückfolgt, und umgekehrt. Ein privates Profil zeigt Beiträge nur bestätigten Followern, ein öffentliches Profil jedem, der sucht. Follower sind deshalb kein Maß für echte Freundschaft, sondern für die Reichweite eines Profils.
Story und Reel: der Unterschied zählt
Eine Story ist ein Foto oder Video, das nur für kurze Zeit sichtbar ist und danach von selbst wieder verschwindet, ohne dass jemand es löschen muss. Ein Reel ist dagegen ein kurzes Video, das wie ein normaler Beitrag dauerhaft im Profil stehen bleibt, bis es jemand aktiv entfernt. Für Eltern heißt das: Was in einer Story zu sehen war, lässt sich später kaum noch nachvollziehen, ein Reel dagegen schon.
| Begriff | Wie lange sichtbar | Wer sieht es üblicherweise |
|---|---|---|
| Story | Nur kurze Zeit, verschwindet von selbst | Bestätigte Follower, teils engere Kontakte zuerst |
| Reel | Dauerhaft im Profil, bis es gelöscht wird | Follower und, abhängig von den Einstellungen, auch Fremde über Empfehlungen |
Blockieren: die Verbindung kappen
Blockieren trennt die Verbindung zu einem einzelnen Konto. Die blockierte Person kann das Profil Ihres Kindes danach nicht mehr sehen, ihm nicht mehr schreiben und seine Beiträge nicht mehr aufrufen. Die Maßnahme wirkt sofort und einseitig, ohne dass die andere Seite eine Nachricht darüber erhält. Blockieren lässt sich jederzeit zurücknehmen und löst allein noch keine Prüfung durch die Plattform aus.
Melden: die Plattform einschalten
Melden heißt, einen Inhalt oder ein Konto der Plattform zur Prüfung vorzulegen, meist mit einem Grund wie Belästigung, Nacktheit oder Gewalt. Anders als beim Blockieren entscheidet danach nicht Ihr Kind, sondern die Plattform über die Folgen, vom Löschen eines einzelnen Beitrags bis zur Sperre des Kontos. Eine Meldung lässt sich mit einer Blockierung kombinieren, die eine Maßnahme ersetzt die andere nicht.
Profil öffnen
Rufen Sie das Profil des Kontos auf, das blockiert oder gemeldet werden soll.
Menü finden
Suchen Sie das Drei-Punkte- oder Pfeil-Symbol auf dem Profil oder direkt in der Nachricht.
Blockieren wählen
Bestätigen Sie die Blockierung. Das Konto kann Ihrem Kind danach nicht mehr schreiben und sein Profil nicht mehr sehen.
Melden wählen
Wählen Sie den passenden Grund aus, etwa Belästigung, Nacktheit oder Gewalt, und schicken Sie die Meldung ab.
Beides kombinieren
Blockieren und Melden lassen sich nacheinander anwenden, eine Meldung macht eine zusätzliche Blockierung nicht überflüssig.
Die wichtigsten Punkte zu Account, Follower, Story, Reel, Blockieren und Melden
Zum Nachschlagen, wenn eine Entscheidung ansteht:
- Follower sind kein FreundeskreisAuch bei einem privaten Account sehen alle bestätigten Follower die Beiträge, nicht nur enge Freunde.
- Story und Reel unterscheiden sich in der LebensdauerEine Story verschwindet von selbst, ein Reel bleibt dauerhaft im Profil stehen.
- Blockieren wirkt sofort, Melden braucht ZeitBlockieren kappt die Verbindung augenblicklich, eine Meldung prüft erst die Plattform.
- Blockieren und Melden lassen sich kombinierenDas eine schließt das andere nicht aus.
- Bei Nacktbildern eines Kindes nicht selbst sichernKein Screenshot, nichts weiterleiten, direkt zur Polizei.
- Ein eigener Account setzt ein Mindestalter vorausAnbieter wie WhatsApp verlangen in den Nutzungsbedingungen meist 13 Jahre, die Datenschutz-Grundverordnung nennt für Deutschland gesetzlich 16 Jahre.
Was bedeutet Account genau?
Ein Account ist der eigene Zugang zu einer App: Benutzername, Passwort und ein Profil mit Foto und Beschreibung. Ohne eigenen Account lässt sich bei den gängigen Diensten nur zusehen, nicht posten.
Ist ein Follower automatisch ein Freund meines Kindes?
Nein. Folgen ist in den meisten Apps einseitig und sagt nichts über eine echte Freundschaft aus, sondern nur, dass jemand die Beiträge im eigenen Feed sehen möchte.
Wie unterscheiden sich Story und Reel?
Eine Story ist nur kurze Zeit sichtbar und verschwindet von selbst, ein Reel bleibt wie ein gewöhnlicher Beitrag dauerhaft im Profil stehen, bis es jemand löscht.
Was ist der Unterschied zwischen Blockieren und Melden?
Blockieren trennt die Verbindung zu einem einzelnen Konto sofort und ohne Benachrichtigung. Melden legt einen Inhalt der Plattform zur Prüfung vor, die Entscheidung über die Folgen trifft danach der Anbieter.
Ab welchem Alter darf mein Kind einen eigenen Account haben?
Die Nutzungsbedingungen der meisten Anbieter verlangen mindestens 13 Jahre. Stützt sich ein Dienst auf eine Einwilligung, gilt zusätzlich Artikel 8 der Datenschutz-Grundverordnung: Unter 16 Jahren braucht es dann die Zustimmung der Eltern. Welche Regel für welchen Dienst gilt, steht unter Ab welchem Alter? WhatsApp, TikTok, Snapchat, Instagram.
Steckbriefe mit allen Funktionen der einzelnen Apps gibt es für Instagram und TikTok. Wie verbreitet riskante Kontakte in sozialen Netzwerken tatsächlich sind, zeigt die Übersicht zu den Gefahren der sozialen Netzwerke. Die genauen Schritte zum Blockieren und Melden bei WhatsApp folgen demnächst als eigene Anleitung.
Zuletzt geprüft am 04.10.2026
Quellen
- Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Artikel 8 Absatz 1 · Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union · 04.05.2016
- FAQ zu Kinderpornografie · Polizeiliche Kriminalprävention der Länder
- Nutzungsbedingungen für den EWR · WhatsApp Ireland Limited
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 04.10.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Belege
- 3 Quellen, unten vollständig aufgeführt
- Wiedervorlage
- 03.10.2028
Wir prüfen Angaben gegen die Stelle, die zuständig ist - Gesetzestext, Behörde, Anbieter oder Studie - und nennen sie. Veraltet eine Angabe, gilt das Datum oben als Hinweis darauf, wie alt sie ist. Wie wir arbeiten
