Du hast Post! – E-Mail-Programme für Kinder


Skypen, chatten, twittern, Status updaten- das alles sind die modernen Kommunikationsmittel des Internets. Doch wie schaut es mit den Klassikern der Internetkommunikation aus? E-Mail Programme nutzt man privat und im Arbeitsleben. Aber auch Kinder möchten gerne via E-Mail kommunizieren. medienbewusst.de hat sich nach E-Mail Programmen speziell für Kinder umgesehen und stellt sie Ihnen vor.

Auch wenn die E-Mail Nutzung mit nur 37 % bei Kindern eine eher untergeordnete Rolle spielt (KIM-Studie 2012), ist es trotzdem wichtig zu wissen, wie man sein Kind vor SPAM und unerwünschten E-Mails schützen kann.

Bekannte Freemail-Anbieter wie Web.de, mail.de oder GMX richten sich vor allem an Erwachsene. Diese sind nicht kindgerecht gestaltet, da auf ihnen viel Werbung und Gewinnspielaktionen zu finden sind und bei einigen auch unerwünschte und meist nicht kindgerechte SPAM-E-Mails in den Posteingang gelangen.

Mittlerweile gibt es aber auch einige Anbieter, die spezielle E-Mail Accounts für Kinder anbieten.

 

Mail4Kidz

Schon beim ersten Blick wird klar, an welche Zielgruppe sich die Seite richtet. Ein „fabelhafter“ Hintergrund mit Einhorn und Fee ist an kindliche Bedürfnisse angepasst. Durch die Zustimmung der AGB’s, die sich vor allem an die Eltern richten, wird ein Formular zur Anmeldung ausgefüllt. Dabei gibt man auch die aktuelle Email-Adresse eines Elternteils an, da diese dann den Account des Kindes freischalten kann und auch beim Vergessen des Passworts eine Mail zugesendet bekommt. Die Seite bietet einen Speicherplatz von bis zu 20MB für E-Mails, ein Freundebuch, Kalender und vor allem einen Spam- und Virenschutz. Beim Registrieren wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die E-Mail-Adresse nur zum Schreiben der Mails dient, nicht aber, um sich an Gewinnspielen zu beteiligen oder in Foren anzumelden.

Bei Mail4kidz kann man pro Kind bis zu drei Emailadressen einrichten. E-Mails erhalten kann das Kind nur von denjenigen, dessen E-Mailadresse es auch in seinem Freundschaftsbuch abgespeichert hat. E-Mails von fremden Adressen gelangen somit nicht durch den Filter, womit keine Nachrichten mit ungeeignetem Inhalt ankommen können. Die Nutzung ist komplett kostenfrei.

 

KidsMail24

KidsMail24 ist ebenfalls ein kostenloser Email-Dienst und richtet sich an Kinder zwischen 6 und vierzehn Jahren. Hat das Kind das 15. Lebensjahr erreicht, kann der E-Mail-Account in einen unbeschränkten Account umgeändert werden.
Gewünscht ist hier, dass sich das Kind mit einem Fantasienamen anmeldet. Zur stichprobenartigen Identitätsprüfung und falls sich Auffälligkeiten beim Nutzen des Accounts ergeben, soll die Telefonnummer und Email-Adresse der Eltern hinterlegt werden. Bei kidsmail24.de steht dem Kind ein Account mit 50MB Speicherplatz zur Verfügung

 

ZUM-Grundschulpost

Hinter dieser Domain verbirgt sich die „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.“
Hier können entweder Eltern, Lehrer oder Betreuer eine E-Mail-Adresse für das Kind einrichten.
Bewilligt werden nur schriftliche Anträge. Es können jedoch mehrere E-Mail-Adressen durch eine Person beantragt werden. Werden E-Mails verschickt oder empfangen, wird immer gleichzeitig eine Kopie der Mail an eine erwachsene Bezugsperson gesendet, um einen Missbrauch des Accounts zu kontrollieren.
Durch ein Adressbuch werden Kontakte festgelegt, denen das Kind schreiben kann oder von denen Mails erhalten werden können. Erhält man eine E-Mail von einem unbekannter Absender, wird diese Mail nicht direkt zu dem Kind durchgestellt, sondern gelangt zuerst zu der Elternadresse. Spam und mögliche Viren werden von dem System herausgefiltert.
Der Dienst der Grundschulpost richtet sich, wie der Name schon verrät, nur an Kinder im Grundschulalter. Ältere Kinder können den Dienst nicht oder nicht mehr nutzen.

Schließlich gibt es auch noch die Domain mail4kidz.de, von der medienbewusst.de schon früher berichtete. Hier gelangen Sie zu dem Artikel.

 

medienbewusst.de meint:
Trotz vorhandener Sicherheitseinstellungen sollten Eltern die E-Mail-Nutzung ihrer Kinder auch weiterhin im Auge behalten. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Kontakte Ihres Kindes kennen und sorgen Sie dafür, dass die Nutzung des Programms nur zu einer kind- bzw. altersgerechten Tageszeit geschieht!
Abschließend noch ein paar nützliche Tipps:
• immer einen Fantasienamen für die Emailadresse verwenden
• Emailadresse nur an Freunde weitergeben und nirgendwo veröffentlichen
• zwei E-Mail-Adressen anlegen: eine für private Zwecke, eine andere, um sich in Foren, Chats oder   Communitys anzumelden
• Mail-Kontakte des Kindes kontrollieren
• E-Mail Nutzung im Auge behalten

 

Wiebke Wegner