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Hinter den Kulissen zeigt sich Kinderfernsehen 'erwachsen'

Auch der Donnerstag des Filmfestivals stand ganz im Zeichen der jungen Zuschauer. Neugierig fragten kleine Besucher große Medienmacher alles, was sie interessierte. Dass sich diese gründlich damit auseinandersetzen, was produziert und gezeigt wird, machte eine Diskussion am nachmittag deutlich.

Auch der Donnerstag des Filmfestivals stand ganz im Zeichen der jungen Zuschauer. Neugierig fragten kleine Besucher große Medienmacher alles, was sie interessierte. Dass sich diese gründlich damit auseinandersetzen, was produziert und gezeigt wird, machte eine Diskussion am nachmittag deutlich. Da sich beim Goldenen Spatz einiges an neuen Formaten bot, nahmen sich Regisseure und Produzenten in der Pause der Vorführungen die Zeit, um ausgiebig über die Situation des deutschen Kinderfernsehens zu reden.

‚Seit langem befindet sich die deutsche Medienlandschaft auf einem Level’, lautete der Diskussionsanstoß. Frank Klasen von SuperRTL hielt dagegen, dass gerade dieses Fakt eine Motivation sei, den Erwachsenenbereich für Kinder mehr zu erschließen. „Ich vertrete dabei eine rational-technische Sichtweise, das heißt: ‚Wie umsetzen?’“, so der Redaktionsleiter. Beispiele für ungewohnte Formate gab es auf dem Festival genug zu sehen. So war die anspruchsvolle Show ‚Wer wird Millionär’ das Konzeptvorbild für das Kinderquiz ‚Die beste Klasse Deutschlands’. „Natürlich war das nicht 1:1 umsetzbar. Wir mussten uns kindergerechten Fragen annähern, sie leveln, die Autoren dafür sensibilisieren. Das war ein intensiver Entwicklungsprozess“, erklärte Annekathrin Wächter vom Kinderkanal. Man habe Wert darauf gelegt, dass beim Quiz nicht ein Kind sein Wissen mit einem anderen messen musste, sondern die ganze Klasse involviert wurde.

Um die Runde auf einen anderen Gedanken zu bringen, brachte Beate Hanspach, Mitgründerin des goldenen Spatzen und Dramaturgin bereits zu DDR-Zeiten, den Inhalt in den Mittelpunkt: „Man muss wissen: Welche Geschichte erzähle ich da?“. Bei den Formaten ständen vor allem die Quoten im Mittelpunkt, ohne die sich nichts realisieren ließe, dabei halte man den Inhalt nebensächlich, kritisierte sie. Im persönlichen Interview freute sich Frau Hanspach in Erinnerung an das erste Festival vor 30 Jahren, dass der Gewinner von damals - „Ein Schneemann für Afrika“ - auch auf diesem Festival bei dem jungen Publikum Erfolg hatte.

Dass sich Medienschaffende und Regisseure durchaus intensiv mit dem Thema beschäftigen, was sie für Kinder auf die Leinwand bringen wollen, verdeutlicht auch der folgende Beitrag.

http://www.youtube.com/watch?v=HzmF7fbTnj8

Kristin Steppeling, Christian Kowitz, Tilman Queitsch

Zuletzt geprüft am 10.09.2026

Redaktioneller Stand

Geprüft am
10.09.2026
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Redaktion medienbewusst.de
Wiedervorlage
09.09.2028

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