Polly und Fred erklären das Handy
Die Lernsoftware „Handykurs mit Polly und Fred“ bringt Kindern ab der dritten und vierten Klasse den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Handy spielerisch näher.
Fred ist die neugierige Brieftaube und Polly die aufmerksame Krake aus der Lernsoftware „Handykurs mit Polly und Fred“. Gemeinsam begleiten sie Kinder durch Kapitel zu Notruf-Funktionen, Handy als Kostenfalle und Strahlung - in manchen Schulen schon ab der dritten und vierten Klasse im Unterricht eingesetzt.
Was im Handykurs steckt
In einigen Schulen, zum Beispiel in Pulheim-Stommeln (Nordrhein-Westfalen), wird die Lernsoftware „Handy-Kurs mit Polly und Fred“ bereits im Unterricht eingesetzt. Das Ziel: Kindern ab der dritten und vierten Klasse den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Handy spielerisch beizubringen. Dabei werden die Schüler von den Zeichentrickfiguren Polly, einer aufmerksamen Krake, und Fred, einer neugierigen und abenteuerlustigen Brieftaube, durch die einzelnen Kapitel begleitet. In diesen stehen sowohl wichtige Themen, wie die (Notruf-) Funktionen eines Handys als auch negative Aspekte, wie Handy als Kostenfalle und die Gefährdung durch Strahlung, auf dem Stundenplan.
Wie ein Kapitel aufgebaut ist
Film ansehen
Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen animierten Film mit Polly und Fred.
Üben und spielen
Dazu abgestimmte Übungen und Spiele wie Handy-Puzzles, eine Fotosafari oder eine SMS-Rallye.
Profi-Teil
Ein eigener, vertiefender Teil für Kinder, die mehr wissen wollen.
Abschlusstest und Übungshandy
Das Gelernte im Test prüfen und auf dem virtuellen Übungshandy anwenden.
Jedes Kapitel besteht aus einem kurzen animierten Film und dazu abgestimmten Übungen, Spielen -wie Handy Puzzles, eine Fotosafari oder eine SMS-Rallye- und einem speziellen Teil für „Profis“. So beginnt beispielsweise der Abschnitt „Verlust und Pflege“ mit der Geschichte, dass Fred sein Handy nicht akkurat behandelt und es plötzlich von einer diebischen Elster gestohlen wird.
Von dem ertönenden schrillen Klingelton überrascht, lässt diese Freds Handy fallen. Fred erhält sein Handy wieder, noch funktionstüchtig, aber etwas sandig und verschmutzt. Ab sofort nimmt er sich vor, mit seinem Handy nun pfleglicher umzugehen. Um es zu reinigen, baut Fred das Handy auseinander und die Aufgabe der Kinder ist es nun, die Einzelteile wieder zusammenzusetzen.
Diese praxisnahe Darstellung und Erklärung von Informationen und Funktionen ist einer der vielen pädagogischen Ansätze der Software. Durch die Anlehnung an Situationen aus dem Erfahrungsalltag der Kinder, wird bei diesen das Interesse am Thema und die Motivation zum Lernen gesteigert.
Ein weiterer Ansatz ist die Förderung von Lösungsrecherchen und der Anwendung des Wissens durch selbstständiges Experimentieren in einer geschützten Umgebung. Dieser wird durch eine Hilfefunktion, ein Handbuch und eine Suchfunktion verwirklicht. Außerdem werden alle Texte vorgelesen, wodurch auch leseschwache Kinder nicht benachteiligt werden. Somit hat jeder die Möglichkeit, sich das nötige Handywissen anzueignen.
Zum Abschluss jedes Kapitels können die Kleinen ihr erlerntes Wissen zum einen bei einem Abschlusstest auf die Probe stellen und zum anderen auf dem in der Software enthaltenen virtuellen Übungshandy anwenden. Auf diesen haben sie die Möglichkeit, SMS zu schreiben, Logos zu entwerfen, Einträge im Telefonbuch vorzunehmen oder Klingeltöne herunterzuladen und somit reale Anwendungssituationen auszuprobieren.
Wer die Software entwickelt hat
Unterstützt und initiiert wurde die Software „Polly und Fred“ unter anderem von dem Institut für Film und Bild (FWU), dem Medieninstitut der deutschen Bundesländer, und von Moutermedia, einer Multimedia-Agentur aus Berlin.
Damals gab es die Lernsoftware als CD-Rom. Ob und wo sie heute noch erhältlich ist, ließ sich im Rahmen dieser Auffrischung nicht prüfen.
Es wird empfohlen, den Kindern diese mit Hilfe eines Erwachsenen, zum Beispiel einem Elternteil oder einem Lehrer, näher zu bringen und zu besprechen.
Passt der Handykurs zu Ihrem Kind?
Vier Fragen vorab:
- Ist Ihr Kind in der dritten oder vierten Klasse?Für dieses Alter ist die Software gedacht.
- Hat Ihr Kind schon ein eigenes Handy oder bekommt es demnächst eines?Dann passen die Themen Notruf-Funktionen, Kostenfalle und Strahlung besonders gut.
- Üben Sie am virtuellen Übungshandy gemeinsam?SMS schreiben, Logos entwerfen und Klingeltöne laden sich gemeinsam besser besprechen.
- Begleiten Sie die einzelnen Kapitel?Die Software ist für die gemeinsame Nutzung mit einem Elternteil oder einer Lehrkraft gedacht.
Für wen die Software gedacht ist
“Polly und Fred“ ist ein PC Spiel, das genau auf Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren zugeschnitten ist und ihnen einen sinnvollen Umgang mit dem Handy lehrt und sie für mögliche Gefahren sensibilisiert. Mit Hilfe einer spielerischen und interaktiven Wissensvermittlung, dem Einsatz von Zeichentrickfilmen und praktischen Übungen lernen Kinder, mit ihrem Handy verantwortungsbewusster umzugehen. Somit wird Eltern die Entscheidung -Handy oder lieber doch nicht?!- erheblich erleichtert.
Was ist der Handykurs mit Polly und Fred?
Eine Lernsoftware für den Unterricht, mit der Kinder ab der dritten und vierten Klasse spielerisch den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Handy üben - begleitet von den Zeichentrickfiguren Polly und Fred.
Für welche Klasse ist der Handykurs mit Fred gedacht?
Für Kinder ab der dritten und vierten Klasse, also etwa acht bis zwölf Jahre alt.
Was können Kinder mit der Software üben?
Auf einem virtuellen Übungshandy SMS schreiben, Logos entwerfen, Telefonbucheinträge vornehmen und Klingeltöne herunterladen - dazu Themen wie Notruf-Funktionen, Kostenfalle und Strahlung.
Gibt es den Handykurs mit Polly und Fred heute noch?
Das ließ sich im Rahmen dieser Auffrischung nicht neu recherchieren. Ursprünglich gab es die Software als CD-Rom.
Wie Kinder generell einen sicheren Umgang mit digitalen Medien lernen, bündelt die Übersicht Medienkompetenz und Medienbewusstsein. Wer nach dem Handykurs weitersucht: Gute Apps nach Alter hilft bei der Auswahl kindgerechter Apps, und Kinderseiten, die taugen zeigt geprüfte Internetangebote für Kinder.
Zuletzt geprüft am 07.10.2026
Redaktioneller Stand
- Geprüft am
- 07.10.2026
- Geprüft von
- Redaktion medienbewusst.de
- Wiedervorlage
- 06.10.2028
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