G-Force – Wenn Meerschweinchen die Welt retten

8. November 2009

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„Der Film soll lustig sein und auch ein bisschen Spannung haben, also nicht so langweilig wie Kinderfilme ab 5 Jahre oder sowas…“. Derart hohe Ansprüche haben die beiden Freundinnen Christine und Hanna-Lena (beide 10 Jahre) an den neuen Animationsfilm G-Force – Agenten mit Biss aus dem Hause Walt Disney. Allein der Name des Produzenten klingt vielversprechend. So überzeugte der Erfolgsgarant Jerry Bruckheimer bereits mit Filmen wie Fluch der Karibik 1-3, Bad Boys und Déjà Vu. Nun wagt er sich, mit der Integration von computeranimierten Tieren in eine reale Welt, an seinen ersten reinen Kinderfilm. Worum aber geht es eigentlich bei G-Force, bei dem das „G“ für das englische Wort „Guinea Pig“, also Meerschweinchen steht?

In einem geheimen FBI-Labor werden die drei Meerschweinchen Darwin, Blaster und Suarez von dem sympathischen Dr. Ben Kendall (Zack Galifianakis) als Spezialagenten ausgebildet. Das Team wird durch den, mit einem hohen IQ ausgestatteten, Maulwurf Speckles und der Stubenfliege Mooch komplettiert. Mittels eines speziellen Sprachcodierers können die Tiere mit den Menschen kommunizieren und auch sonst verfügen die Mini-Agenten über eine hochmoderne Ausrüstung, welche mit der von James Bond locker mithalten kann. Beim ersten Einsatz auf einer Dinnerparty des Fabrikanten Leonard Saber (Bill Nighy) muss die Gruppe um Anführer Darwin Beweismaterial sichern, das Saber überführen soll, die Weltherrschaft an sich reißen zu wollen. Als sie nach dem geglückten Auftrag die  beweislastige Diskette bei ihrem Mentor Ben abgeben, ist auf dieser scheinbar nichts Nennenswertes gespeichert. Daraufhin entzieht die Regierung der G-Force die weitere finanzielle Förderung und lässt das Team auflösen, woraufhin sich die Nager in einer Tierhandlung wiederfinden. Allerdings wären die fünf keine Geheimagenten, wenn sie sich davon unterkriegen lassen würden. Deshalb nehmen sie die Angelegenheit kurzerhand selbst in die Hand, um die Schuld von Saber zu beweisen.

Bei ihrem ersten Kinderfilm ist die Handschrift des Produzenten Jerry Bruckheimer und die des Regisseurs Hoyt T. Yeatman (visueller Effektleiter unter anderem bei Con Air und The Rock) klar zu erkennen. So besticht der Film vor allem durch seine visuellen Effekte, die das junge Kinopublikum das ein oder andere Mal ins Staunen versetzen und auch den Erwachsenen des Öfteren ein erstauntes „Wow“ entlocken. Trotzdem leidet der Plot des Films hier und da ein wenig unter den vielen rasanten Actionszenen. Der Humor der Protagonisten macht dies jedoch wieder wett. Die coolen Sprüche von Blaster, die Tollpatschigkeit des Meerschweinchens Hurley, das die G-Force im Tierheim kennenlernt, oder aber einfach die Überlegenheit der tierischen Agenten gegenüber ihren menschlichen FBI-Pendants, lassen die Kinder oft überzeugt lachen und treiben auch dem einen oder anderen Erwachsenen ein Schmunzeln auf die Lippen.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass diese Mischung aus Real- und Animationsfilm etwas für die ganze Familie ist. Die Kinder werden sich an den witzigen Nagern, die den Erwachsenen immer wieder ein Schnippchen schlagen, erfreuen und die Erwachsenen werden über die neue 3-D-Technik staunen. Auch Christine und Hanna-Lena entgegnen auf die Frage, ob sie den Film weiterempfehlen würden, mit einem überzeugten: „Ja klar!“

Rating: ★★★★☆ 

Andreas Blessau

Bildquelle: © Disney Enterprises, Inc. and Jerry Bruckheimer, Inc. All rights reserved.

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