Ein Geburtstagsgruß an den Schöpfer der Tigerente


Es ist soweit; Pünktlich zum 80. Geburtstag des Erfinders der Tigerentenbande Horst Eckert, vielen besser bekannt als Janosch, startet in diesen Tagen die neue Verfilmung der Bilderbuchhelden. Dabei orientiert sich der Zeichentrickfilm „Die Tigerentenbande“ von Irina Probost am Janosch-Klassiker „Hannes Strohkopp und der unsichtbare Indianer“.

Die gesamte  Tigerentenbande ist zurück; Hannes Strohkopp, die Erfinderin Laika, die Mäuse Tütü und Schischi, der Hund Bergmann, der Fahrradtaxifahrer Schnuddel und nicht zu vergessen die Tigerente persönlich. Gemeinsam erlebt die Bande ein spannendes Abenteuer, das gleich mit einer haarigen Mutprobe beginnt. Als Hannes bei einer Mathe-Aufgabe kläglich versagt, müssen alle zur Strafe am nächsten Tag einen Mathetest schreiben. Das passt den Gringos natürlich gar nicht und so fordern sie Hannes zu einer Mutprobe heraus. Dabei wird Hannes dazu genötigt, ein Barthaar von Mäuse-Sheriff Browning zu stehlen. Allerdings gestaltet sich diese Aufgabe alles andere als einfach, zumal Hannes schlichtweg zu sanftmütig für solch eine Tat ist. Die Mutprobe geht also gründlich schief. Als Browning jedoch den Spieß umdreht, indem er die Tigerente stiehlt, heckt die Bande einen genialen Plan aus, um das gestreifte Maskottchen wieder zu befreien.

Der ohne Altersbeschränkung freigegebene Trickfilm ist ganz auf die Kleinsten unter den Zuschauer ausgerichtet. Mit der eher kurzen Spieldauer von nur knapp 70 Minuten nimmt diese Janosch-Verfilmung Rücksicht auf das Konzentrationsvermögen des jungen Publikums. Auch bei der Aufteilung einfach verbundener Episoden ist nach kindgerechten Maßstäben entschieden worden.

Inhaltlich bleibt die „Tigerentenbande“ sehr harmlos und vermeidet aufreibende Konfliktsituationen, die die kleinen Zuschauer vielleicht noch nicht imstande wären zu bewältigen. Durch die fabelhaft animierte, schwarz-gelb gestreifte Janosch-Welt, macht der Film nicht nur Kinder froh, auch Eltern werden an den liebevoll gestalteten Figuren und den Wortwitzen Gefallen finden.

Mit sehr farbenfrohen, einfachen und klar gestalteten Szenen rund um die allseits beliebte Tigerente findet die  Produzentin und Regisseurin Irina Probost die passenden Bilder und verleiht dem Film das so typische Janosch-Flair. Gerade die gut nachvollziehbare und dennoch zum Mitdenken anregende Handlung im klassischen, zweidimensionalen Stil machen die „Tigerentenbande“ zu einem pädagogisch empfehlenswerten Film. Die eindeutige Sprache der Bilder und die richtige Mischung aus Humor und wilder Action lassen den Kinobesuch für Groß und insbesondere Klein zu einem schönen Erlebnis werden und bieten einen idealen Einstieg für den ersten Kinobesuch.

Tina Beitlich

Bildquelle:
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