Vor kurzem konnten wir noch einen goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen genießen. Doch nun wurden die Uhren umgestellt, die Tage werden bekanntlich kürzer und die sogenannte Winterzeit ist eingeläutet. Und was passt da nicht besser, als den ersten Schnee auf die Erde zu schicken und daraus Schneemänner zu bauen? Wer dem kalten Wetter im November trotzdem entfliehen möchte, für den hat medienbewusst.de ein paar warme Programmtipps zusammengestellt.
Der öffentlich-rechtliche Kinderkanal „KiKA“ von ARD und ZDF zählt zu den beliebtesten Sendern bei Kindern. Das bunte Programm ist besonders auf die junge Zielgruppe der 3- bis 13-Jährigen zugeschnitten. Doch nach welchen Kriterien werden die Programminhalte ausgewählt und wäre ein zusätzlicher Jugendkanal sinnvoll? Der Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp stand medienbewusst.de Rede und Antwort.
Smartphones haben in deutschen Kinderzimmern Einzug gehalten. Die technischen Allrounder sind dabei nicht mehr nur Kommunikationsmittel, sondern werden auch als mobiles Spielsystem genutzt. Neben Games, die zum Zeitvertreib dienen sollen, kommen hierbei zahlreiche Lernspiele auf dem Markt, die auch für den schulischen Werdegang nützlich sein können. Daher stellt medienbewusst.de in der neuen Serie Spielend lernen einige dieser Lernspiele vor.
Jeder zweite Jugendliche in Deutschland, zwischen 12 und 19 Jahren, ist laut der JIM Studie 2012 im Besitz eines Smartphones. Die tägliche Nutzung des Mobiltelefons ist in der heutigen Zeit gar nicht mehr wegzudenken. Communities-, Nachrichten-, aber vor allem auch Spiele-Apps werden am häufigsten in einem App-Store heruntergeladen. medienbewusst.de möchte mit der Artikelserie „Spielend lernen“ Lern-Apps in den Blickpunkt rücken und die Vor-und Nachteile beleuchten.
„Sei doch nicht so neugierig!“ Diesen Satz hat sicherlich jedes Kinderohr schon einmal zu hören bekommen. Dabei ist Neugier ein besonders wichtiger Bestandteil eines Kinderlebens – viel lernen kann nur, wer seinem Forscherdrang auch nachgibt. Dieser Wissensdurst bringt regelmäßig nicht nur Eltern, sondern mitunter auch Lehrer an die Grenzen ihrer Lebenserfahrung. Damit dennoch keine Frage unbeantwortet bleibt, hat medienbewusst.de nachgeforscht und die besten Wissenshörspiele ausfindig gemacht.
“Aufnahme läuft. Und bitte!” – Schülerinnen des thüringischen Goethegymnasiums realisieren ihr eigenes Radioprojekt in Kooperation mit dem Studentenradio der Technischen Universität Ilmenau. “Leg den Zettel so vor dich hin, dass du ihn gut lesen kannst. Du musst ihn lesen können, ohne den Kopf zu drehen oder die Zettel bewegen zu müssen.” Martin Trebeljahr, ein hoch gewachsener Student, sitzt im Regieraum des Hochschulfunks Ilmenau radio hsf und gibt Anweisungen. Diese werden auf der anderen Seite der Glaswand, im Aufnahmeraum, freudig entgegengenommen. Nicht aber von einer Studentin, sondern von einer Schülerin des Goethegymnasiums Ilmenau.
Antivirensoftware soll unseren Computer schützen. Doch wie wirksam sind die Programme? Ist ein Computer erst einmal infiziert, kann dies weitreichende Folgen haben: Sensible Daten werden zerstört oder gestohlen, Adware verursacht unerwünschte Werbung, Spyware spioniert Surfgewohnheiten aus und mithilfe von Trojanern kann ein Computer ferngesteuert werden. Ein funktionierendes Schutzprogramm ist daher ungemein wichtig. Doch nicht jeder Anbieter hält, was er verspricht.
Der Name Rainer Strecker ist vielleicht nicht jedem ein Begriff. Ein unbeschriebenes Blatt ist er aber dennoch nicht: Strecker ist die Hörbuch-Stimme der Tintentriologie von Cornelia Funke. Neben vielen anderen Hörbüchern hat er beispielsweise auch “Skulduggery Pleasant” von Derek Landy eingelesen. medienbewusst.de hat dem Hörbuchsprecher einige Fragen gestellt, um zu erfahren, wie eine Geschichte von einem Buch auf die CD kommt.
Musiksender sind Spartenkanäle, die sich überwiegend mit dem Thema Musik beschäftigen. Vor ein paar Jahren waren solche Sender auch in Deutschland sehr populär. Im Laufe der Zeit hat sich aber nicht nur das Publikum geändert – auch die Sender sind mit der Zeit gegangen: Musikfernsehen, das heißt heute entweder nonstop Datingshows und Klingeltonwerbung oder Bezahlfernsehen. Dass es auch anders geht, zeigt der Online-Musiksender tape.tv. Das Team dieser Plattform hat das MTV der 90er wiederbelebt und es mit den Vorteilen des Internets kombiniert. medienbewusst.de hat mit dem PR-Manager Fabian Heuser über das Konzept der Internetplattform tape.tv gesprochen.
tape.tv ist Musikfernsehen im Internet. Was genau unterscheidet Sie von ähnlichen Spartenprogrammen?
Es gibt Unternehmen, die tape.tv sehr ähnlich sind. Der wesentliche Unterschied ist unsere große Redaktion, die sich sehr eingehend mit den einzelnen Streams beschäftigt. Der User wird bei tape.tv zum eigenen Programmdirektor, der sich völlig unabhängig seine eigene Playlist erstellen kann. Wir nutzen dazu das sogenannte Pandora-Prinzip: Wenn ein Videoclip gefällt, drückt der User einfach auf das Herz und schon bekommt er weitere, ähnliche Musiktitel gezeigt. Nach dem gleichen Prinzip können aber auch ungeliebtere Stücke aus der persönlichen Playlist gestrichen werden.
Der Imagespot “tape.tv – the evolution” zeigt die Idee hinter tape.tv
Wie kommen Sie denn an die Videoclips?
Unsere Videos stammen aus sogenannten Labeldeals. So bekommen wir einerseits Angebote, wenn es um neue Alben oder Newcomer geht. Andererseits fragen auch wir bei den Labels an. Das ist immer dann der Fall, wenn wir bestimmte Videos haben möchten oder einen Künstler besonders unterstützen wollen. Zudem gibt es eine GEMA-Vereinbarung, sodass wir von einer YouTube-Problematik verschont bleiben sollten (lacht).
Wie gehen Sie mit Clips um, die aus jugendschutzrechtlichen Gründen im Fernsehen nicht vor 22 Uhr gezeigt werden dürften?
Wir müssen uns deutlich vor Augen halten, dass es im Netz keine Uhrzeiten gibt. Klar, es gibt auch deftige Videos und Texte, die insbesondere Jünger Zuschauer nicht sehen sollten. Deswegen gibt es auch bei tape.tv einen Jugendschutzbeauftragten, der ein Auge darauf hat. Gewaltverherrlichende Videos werden bei uns gar nicht gezeigt.
Gibt es in Zeiten von MP3-Playern überhaupt noch Bedarf an Musikvideos, war das nicht primär ein Phänomen der 90er Jahre?
Der Bedarf an Musikvideos ist nach wie vor vorhanden. Vor allem im Medienbereich hat es immer enorme technische Veränderungen gegeben. Musikvideos tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, diese Veränderungen harmonischer und ästhetischer zu machen. Dadurch entsteht eine neue Mechanik. Ein tolles Beispiel dafür ist der Video-Clip zu “The wilderness downtown” von Arcade Fire. Die haben in Zusammenarbeit mit Google einen interaktiven Videoclip erstellt der zeigt, was technisch heutzutage alles möglich ist.
Neben Videos bietet tape.tv auch verschiedene Formate an: Livekonzerte über den Dächern von Berlin unter dem Namen Auf den Dächern oder die interaktive Musik-Show on.tape. Dort treten Künstler exklusiv für tape.tv auf. Wie akquirieren Sie diese Künstler?
Es ist immer eine Redaktionsentscheidung, welche Künstler wir durch solche Formate pushen wollen. Die Musiker können aber auch selbst bei uns anfragen und werden dann natürlich auch vergütet. Der User kann das Ganze jedoch nach wie vor kostenlos nutzen.
Alles kostenlos – wie verdient tape.tv Geld?
Wir sind werbefinanziert. Das wird sichtbar, wenn die User auf die Streams klicken. Da gibt es kleine Werbeclips oder Banner, die zwischen den Videos gezeigt werden. Der User kann diese Werbung zum Teil auch wegklicken.
Welche Ziele hat sich tape.tv für die Zukunft gesetzt?
Expansion in alle Richtungen (lacht). Wir möchten gern England und Frankreich mit unseren Konzept erobern. Optische Veränderungen wird es sicherlich auch geben, allerdings gibt es da noch keine konkreten Pläne.
medienbewusst.de bedankt sich bei Fabian Heuser für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.
Seit August 2012 ist täglich die neue Kinderserie Raymond auf dem Kinderkanal (KiKA) zu sehen. Benannt ist die Serie nach der Hauptfigur Raymond – Ein Junge mit auffällig roten Haaren und einer großen Brille, der scheinbar vom Pech verfolgt wird. Dennoch macht er stets das Beste aus den verzwickten Situationen und bekommt dabei Hilfe von seinen besten Freunden Marcello und Yvon. Doch was sind die Besonderheiten dieser Kindersendung? Frau Heike Lagé, verantwortliche Redakteuerin beim ZDF, stand medienbewusst.de Rede und Antwort.
Können Sie uns kurz die Figur Raymond vorstellen?
Raymond ist ein 8-jähriger Grundschüler, der kein typischer Held ist. Dies wird deutlich, da er nicht als cool gilt, uncoole Eltern hat und er auch bei den Mädchen nicht besonders gut ankommt. Er ist eher ein Durchschnittstyp, in dem sich wohl jedes Kind in der einen oder anderen Situation wiedererkennen kann. Natürlich nicht durchgängig, denn er zieht das Pech magisch an. Raymond hat einen überzeichneten Charakter. Er ist somit eine Kunstfigur, was er durch seine Eigenschaften und Verhaltensweisen deutlich macht.
Sie sprechen da bereits ein Problem vieler Animationsserien an: Denn oftmals werden die Figuren überzeichnet und übertrieben schön und perfekt animiert. Warum wurde bei Raymond der umgekehrte Weg eingeschlagen und eine „merkwürdig“ aussehende Figur geschaffen?
Es gibt viele Animationsserien, deren Charaktere nicht übertrieben perfekt animiert sind. Das ist einfach eine Frage der Konzeption, also der Erzählweise, der Thematik und des Kosmos, der zum Leben erweckt werden soll. Bei Raymond hat man sich für eine sehr skurrile, sarkastische Erzählform entschieden. Die Geschichten sind überhöht und es wird eher zu einer comicartigen Visualisierung übergegangen – große Köpfe, kleine Körper, dünne Beinchen. Der Stil gibt bereits den Hinweis darauf, dass die Geschichten nicht eins zu eins gemeint sind, sondern dass Ironie und Sarkasmus eine Rolle spielen werden. Keine so leichte Aufgabe für die Zielgruppe zwischen sechs und zehn Jahren. Trotz garstigem Ton und gemeiner Aktion muss es gelingen, Sympathie für den Antiheld zu erzeugen.
Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Erlebniswelt des Raymonds geben?
Raymond muss sich ständigen Herausforderungen stellen. Und das ist das Besondere an seinem Charakter: Er gibt nie auf. Er bemüht sich seit langem um Louise, schafft es aber nicht so richtig bei ihr zu landen, weil er nicht weiß, wie man das macht – da helfen auch keine Tipps aus einem Magazin. Er wird für den neuen Liebhaber der Bibliothekarin gehalten und weiß nicht, wie er dieses Gerücht aus der Welt schaffen soll – stattdessen nährt er es immer mehr. Er traut sich nicht zu erzählen, dass sein Vater nur Finanzbeamter ist und macht ihn zum Geheimagenten, was diesen dann aber in große Schwierigkeiten bringt.
“Raymond hat schon früh verstanden, dass es auf der Welt zwei Sorten Menschen gibt. Es gibt die, denen alles gelingt, und die, für die jeder Tag ein Kampf ist. Auf der Suche nach Anerkennung gehört Raymond eindeutig zur zweiten Kategorie. Aber er gibt niemals auf.“ Inwieweit kann das Fernsehen den Kindern mit auf den Weg geben, dass sie nicht gleich aufgeben sollen, wenn etwas nicht gelingt?
Das Fernsehen ist nur begrenzt in der Lage, auf Verhaltensweisen der Zuschauer Einfluss zu nehmen. Es kann nur versuchen, Geschichten zu erzählen, die den Zuschauer gut unterhalten, Spaß machen, die ihn emotional berühren, an denen er Anteil nimmt und vielleicht hier oder da einen Tipp bekommt für eigenes Handeln.
Welches Ziel wird daraufhin auch mit der Unterschiedlichkeit der dargestellten Persönlichkeiten in der Serie verfolgt?
Sehr unterschiedliche Charaktere bilden den Cast dieser Serie, damit man beim Konstruieren der Geschichten viel Potential für Konflikte und interessante, witzige Inhalte hat. Die sanfte Louise als ewiges Objekt der Begierde; Valerian der Gegenspieler – Angeber, Besserwisser, Egoist und selbstherrlicher Unsympath; Lucille – die Fatalistin, die alles negiert, was die Erwachsenen sagen und unbarmherzig nach Selbstverwirklichung strebt. Ohne diese facettenreichen Charaktere sind keine spannenden, witzigen, unterhaltsamen Geschichten auf dem Schulhof möglich.
medienbewusst.de bedankt sich bei Heike Lagé für das Interview und wünscht weiterhin viel Erfolg.